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Diesen Dividendenaktien droht eine Kürzung

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Riesige Dividendenrenditen sind nicht immer eine gute Investition. Im Gegenteil, extreme Renditen deuten oft auf große Probleme im zugrunde liegenden Geschäft hin. Jene übermäßig großzügigen Auszahlungen werden nicht ewig weitergehen, weil das Unternehmen dieses Geld möglicherweise benötigt, um über Wasser zu bleiben.

In diesem Zusammenhang möchte ich einige großzügige Dividendenzahler hervorheben, bei denen in naher Zukunft ein Rückgang der Rendite zu drohen scheint. Darunter sind der Einzelhändler Macy s (WKN:A0MS7Y), das US-Telekomunternehmen CenturyLink (WKN:866405) sowie der Spezialist für Kinowerbung National CineMedia (WKN:A0MKES).

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Keine schöne Parade

Die Dividendenrendite von Macy’s liegt derzeit bei beeindruckenden 5,9 %. Das Unternehmen hat seine vierteljährlichen Auszahlungen in den letzten fünf Jahren um 51 % erhöht, aber die letzte Dividendenerhöhung erfolgte vor drei Jahren. Seit dem Winter 2016 hält Macy’s seine Auszahlung pro Aktie konstant bei 0,3775 USD pro Quartal bzw. 1,51 USD pro Aktie auf Jahresbasis.

Im gleichen Zeitraum fielen die Aktienkurse um 36 %. Das ist immer noch besser als die schlimme Zeit im Dezember 2017, aber trotzdem kein erfreulicher Trend. Und die Aktie ist in den letzten sechs Monaten wieder ins Schlingern geraten.

Das hat auch einen guten Grund. Der Umsatz der Ladenkette sank in den letzten drei Jahren um 7 % und das EBITDA-Ergebnis kam in ähnlichem Tempo zum Stillstand. Macy’s hat gegen Online-Händler mit schlankeren Betriebskosten zu kämpfen, und es ist nicht ganz klar, ob Macy’s durchkommt.

Das Unternehmen gab in den letzten vier Quartalen 462 Millionen USD für Dividenden aus, die aus 1,1 Milliarden USD an freiem Cashflow stammen. Ich wäre nicht überrascht, wenn Macy’s sein Dividendenbudget für andere Zwecke bereitstellen würde. Der Vorstand und das Management könnten ihr Schuldenreduzierungsprogramm beschleunigen wollen – Macy’s trägt eine erdrückende langfristige Schuldenlast von derzeit 5,5 Milliarden USD.

Kein Applaus für die Performance

National CineMedia ist eine andere Geschichte. Das Unternehmen hat seine regulären Ausschüttungen seit 2012 nicht mehr erhöht, aber bereits Ende 2017 seine Dividende um 23 % reduziert. Die Dividendenrendite steht heute bei 9,7 %, nachdem die Aktienkurse von National CineMedia in den letzten drei Jahren um 56 % gesunken sind.

Die jüngste Dividendenkürzung hat die Kosten von National CineMedia nicht wesentlich gestrafft. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen auch die Anzahl seiner Aktien um 30 %. Man hatte keine Wahl, sondern musste Gerichtsbeschlüsse befolgen, da die Muttergesellschaft AMC Entertainment (WKN:A1W90H) angewiesen wurde, seine Anteile an National CineMedia auf weniger als 5 % zu reduzieren.

Mit ein bisschen Rechnen wird man feststellen, dass das Unternehmen heute trotz der reduzierten Ausschüttung pro Aktie mehr Geld für seine Dividendenpolitik bereitstellt. Oh Mann.

Wie auf Macy’s lastet auch auf National CineMedia eine riesige Schuldenlast. Das Unternehmen hat 27 Millionen USD an liquiden Mitteln und 139 Millionen USD an jährlichen freien Cashflows gegenüber 915 Millionen USD an langfristigen Verbindlichkeiten. Verbraucher kündigen ihre Kabelverträge und bedrohen somit die Existenzgrundlage von National CineMedia, und die verworrene Beziehung zu AMC macht alles nicht viel besser. Eine weitere Dividendenkürzung würde hier Sinn machen, und mir fällt beim besten Willen kein Grund ein, diese aberwitzige Aktie zu besitzen.

Schlechte Verbindung zur Dividende

Dann haben wir da noch CenturyLink. Die Dividende ist hier seit Anfang 2013 gleich – damals wurde sie um 26 % reduziert. Unterdessen gibt das Unternehmen weiterhin große Mengen an zusätzlichen Aktien aus, um mehrere Übernahmen zu stemmen. In den vergangenen zehn Jahren ist die Aktienzahl von CenturyLink um das Zehnfache gestiegen. Allein für den Erwerb von Level 3 Communications im Jahr 2017 hat man die Aktienanzahl verdoppelt.

Die CenturyLink-Aktie hat in drei Jahren 41 % an Wert verloren, was die Dividendenrendite trotz fehlender erhöhter Ausschüttungen erhöhte. Im Moment liegt diese Rendite bei unfassbaren 14,4 %.

Das Unternehmen hat jetzt eine langfristige Schuldenlast von 36,5 Milliarden USD und nur 390 Millionen USD an liquiden Mitteln. Das Unternehmen produzierte in den letzten vier Quartalen 3,2 Milliarden USD an freien Cashflows, zahlte aber auch Dividenden in Höhe von 2,3 Milliarden USD aus.

Ich bin nicht der Einzige, der auf die schwachen Aussichten von CenturyLink hinweist. Das Analystenhaus Guggenheim hat diese Aktie kürzlich zu einem „Sell“ herabgestuft und festgestellt, dass CenturyLink Schwierigkeiten hat, sich an einen sich schnell verändernden Telekommunikationsmarkt anzupassen. Die Dividende wird sicher bald gestutzt. Analyst Mike McCormack ist sich sicher, dass die Kürzung kommen wird. Das Unternehmen sollte wahrscheinlich seine Dividende ganz streichen und diese Mittel stattdessen in Schuldenzahlungen und Investitionen in die Infrastruktur stecken.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Anders Bylund besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 31.1.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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