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2 Dinge, die man tun kann, um unerwünschte finanzielle Überraschungen im Ruhestand zu vermeiden

Foto: Getty Images

Obwohl der Ruhestand eine lohnende Lebensphase sein kann, ist er zuweilen auch stressig. Insbesondere finanziell werden viele Rentner durch steigende Ausgaben und unzureichende Ersparnisse oft so überrascht, dass ihre goldenen Jahre einen echten Dämpfer erhalten. Hier sind ein paar Schritte, die man vor dem Ruhestand unternehmen kann, um dies zu vermeiden.

1. Schätze deine Ausgaben ein

Viele Menschen erwarten, dass ihre Lebenshaltungskosten im Ruhestand dramatisch sinken, und es ist diese Annahme, die sie von Anfang an zum Scheitern verurteilt. In der Regel solltest du damit rechnen, dass du etwa 80 % deiner Vorruhestandseinnahmen benötigen wirst, um als Senior komfortabel zu leben.

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Der Grund? Abgesehen von den Beiträgen zur Altersvorsorge (die du im Ruhestand nicht zahlen musst), werden die meisten Lebenshaltungskosten wahrscheinlich gleich bleiben. Einige, wie die für Gesundheit, könnten sogar steigen. Wenn man an die Dinge denkt, für die man während der Arbeitszeit Geld ausgibt, macht das Sinn. Es kostet Geld, ein Dach über dem Kopf zu haben, ein Auto zu besitzen und Stromrechnungen zu bezahlen. Ebenso wird dein Nahrungsmittel- und Pflegebedarf im Ruhestand nicht sinken, also warum sollten deine Ausgaben dann sinken?

Deshalb ist es ratsam, ein Altersvorsorgebudget in den Jahren vor diesem Zeitraum festzulegen und herauszufinden, was deine Ausgaben dich wahrscheinlich kosten werden. Vergiss nicht, Dinge wie Unterhaltung und Reisen zu berücksichtigen, zumal du mehr freie Zeit hast. Wenn deine Lebenshaltungskosten höher aussehen als vorher angenommen, kannst du das kompensieren, indem du den Ruhestand etwas aufschiebst, um mehr zu sparen, indem du einige Erwartungen anpasst — oder beides.

2. Bewerte deine Ersparnisse

Sobald du dein Budget erstellt hast und weißt, wie viel du brauchst, um deine Lebenshaltungskosten im Ruhestand zu decken, musst du sicherstellen, dass du genügend Geld gespart hast. Eine gute Möglichkeit dazu ist die 4-%-Regel. Diese besagt Folgendes: Wenn du im ersten Jahr des Ruhestandes anfängst, 4 % deines Sparguthabens abzuheben, und die nachfolgenden Abhebungen an die Inflation anpasst, sollten deine Ersparnisse für 30 Jahre reichen.

Lass uns eins klarstellen: Die 4-%-Regel ist nicht perfekt. Aber sie ist ein guter Ausgangspunkt, um deine Ersparnisse richtig einzuschätzen.

Stellen wir uns vor, du gehst die Zahlen durch und kommst zu dem Ergebnis, dass du 48.000 US-Dollar pro Jahr brauchst, um im Ruhestand deine Lebenshaltungskosten zu decken. Nehmen wir auch an, dass 18.000 US-Dollar davon in Form von Sozialleistungen kommen werden, so dass du eine jährliche Lücke von 30.000 US-Dollar zu füllen hast. Wenn du 30.000 US-Dollar mit 25 multiplizierst, wie es die 4-%-Regel vorsieht, kommst du auf 750.000 US-Dollar – was bedeutet, dass du rechtzeitig zum Ruhestand ungefähr 750.000 US-Dollar haben solltest. Wenn du nahe dran bist — sagen wir, du sitzt auf 720.000 US-Dollar — kannst du wahrscheinlich ein paar Ausgaben anpassen, so dass die Rechnung aufgeht. Aber wenn du nur, sagen wir, 600.000 US-Dollar zur Verfügung hast, bist du am besten dran, wenn du den Ruhestand nach hinten verschiebst, ein paar zusätzliche Jahre arbeitest und deine Ersparnisse auffüllst, bevor du deine Karriere zum Abschluss bringst.

Wenn eine Verschiebung des Ruhestandes keine Option ist (vielleicht schließt dein Unternehmen und du weißt nicht, ob du in deinem Alter einen vergleichbaren Job findest), kannst du überlegen, wie du dein Budget sparsamer einteilen oder weiterhin daran arbeiten kannst, die Einkommenslücke zu schließen, mit der du konfrontiert bist. Aber stelle sicher, dass du einen Plan hast, wenn du ohne ausreichendes Sparguthaben in den Ruhestand gehst, denn sonst riskierst du, dass dir später im Leben das Geld ausgeht.

Je mehr du tust, um dich finanziell auf den Ruhestand vorzubereiten, desto weniger Stress hast du im Lauf deines Lebens. Die oben genannten Schritte werden dir helfen, eine Vielzahl von geldbedingten Turbulenzen zu vermeiden, wenn du älter bist. Geh also lieber erst in Rente, wenn du es dir leisten kannst.

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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und am 07.02.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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