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Diese 5 Gründe sprechen gegen die TUI-Aktie

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TUI (WKN: TUAG00) hatte bis vor Kurzem noch sehr ambitionierte Ziele. So sollte der Gewinn über die nächsten Jahre mit 10 % zulegen. Investoren, die das Unternehmen genauer kennen, wussten jedoch, dass Prognosen in diesem Sektor fast unmöglich sind. So genügt schon eine geringe Konjunkturabschwächung für einen starken Ergebniseinbruch.

Auch wenn es noch keine Meldung gab, wusste der Markt schon Anfang 2018, dass die Ergebnisse in Folge der Wirtschaftsabschwächung auch bei TUI sinken würden. Was gerade gegen die Aktie spricht, kannst du hier nachlesen.

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1. Prognose sinkt

Nun, im Februar 2019 kam die Bestätigung zur Marktvermutung. TUI passt seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr, das am 30. September endet, an und erwartet nun eine Stagnation des Gewinns. Und selbst eine Stagnation wäre noch ein gutes Ergebnis, denn je nachdem, wie stark die Wirtschaft abkühlt, kann der Gewinn auch sinken. 2008 gab es sogar einen Verlust in Millionenhöhe.

Zwar bleiben die Buchungen stabil, aber aufgrund des Preiskampfes leiden die Gewinne. Immer mehr Kunden buchen kurzfristig, was zu Preisnachlässen führt. Aufgrund der niedrigen Preise fliegen auch wieder mehr Kunden in den östlichen Mittelmeerraum, was zu Überkapazitäten in der westlichen Region führt. Zudem resultiert der Brexit darin, dass die Preise für britische Kunden kaum erhöht werden können.

2. Langfristig magere Geschäftsentwicklung

Wer sich die Umsatzentwicklung der letzten zehn Jahre (2009 bis 2018) ansieht, wird feststellen, dass der Umsatz mit 4,3 % kaum gestiegen ist. Er spiegelt am besten die operative Entwicklung des Unternehmens, die aufgrund des starken Wettbewerbs stagniert.

Der Gewinn konnte nur durch Kostenstreichungen von -121 Mio. Euro auf 733 Mio. Euro gesteigert werden. Wie schnell die Ergebnisse aber auch drehen können, zeigt die aktuelle Entwicklung. Zuletzt musste die Fluglinie Germania ihr Geschäft einstellen und vor etwa einem Jahr Air Berlin aufgeben. Beide waren für ihre Ferienflieger bekannt.

TUI selbst rechnet jedoch damit, als Sieger aus der Marktbereinigung hervorzugehen. Deshalb möchte der Konzern seine Flieger-Kapazitäten weiter ausbauen.

Die insgesamt magere Entwicklung ist auch an einem Vergleich mit dem DAX erkennbar. Während dieser seit 1991 um 570 % zugelegt hat, liegt die TUI-Aktie immer noch 40 % im Minus. Und da der Kurs langfristig immer der Gewinnentwicklung folgt, ist dies ein guter Beleg für die schwachen Geschäfte.

3. Konjunkturabhängigkeit und 4. geringe Gewinnmarge

TUI ist ein typischer Zykliker, dessen Gewinne im Aufschwung stärker als der Umsatz steigen, um dann aber auch wieder einzubrechen. Dem Unternehmen gelingt aber selbst in guten Jahren kaum ein Durchbruch.

Und wenn die Gewinne einbrechen, fällt auch der Aktienkurs sehr stark. Allein seit Mai 2018 waren es schon wieder über 47 % (11.02.2018). Auch wenn Reisen noch so schön ist, als Kapitalanlage ist die Aktie weniger gut geeignet.

Erkennbar ist das umkämpfte Geschäft auch an der geringen Gewinnmarge (Gewinn durch Umsatz). Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre lag sie bei nur 1,47 %, was verdeutlicht, wie schwer das Geldverdienen in diesem Bereich ist und wie schnell auch wieder ein Verlust eintreten kann.

5. Keine stabile Dividende

TUI wartet derzeit mit einer Dividendenrendite von 7,8 % auf (11.02.2019). Dies ist ein hoher Wert, der viele Anleger anlockt, aber er könnte auch eine Falle sein, denn der Konzern hat sie in Krisen auch schon häufig komplett gestrichen. Dann würde neben einem schlechten Kurs auch noch keine Dividende hinzukommen. Nach der letzten Krise wurde sie von 2008 bis 2012 ausgesetzt. Und auch die aktuelle Ausschüttung von 0,72 Euro je Aktie liegt immer noch unter dem Niveau aus dem Jahr 2000.

Foolishes Fazit

TUI bietet schöne Reisen an, die du für einen Urlaub nutzen kannst, aber für die langfristige Kapitalanlage gibt es bessere und stabilere Werte. Das Unternehmen befindet sich in einem hart umkämpften Markt. Dies wird sich so schnell auch nicht ändern. Und wie du gesehen hast, ist die Dividende auch nicht ganz sicher.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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