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4 Punkte, die derzeit die Daimler-Aktie belasten, und 5 Gründe, warum es dennoch Hoffnung gibt

Quelle: Daimler

Daimler (WKN: 710000)-Aktionäre haben aktuell keine leichte Zeit. So ist der Kurs seit Anfang 2015 um etwa 50 % gefallen (11.02.2019). Dabei gab die Aktie speziell im letzten Jahr noch einmal stärker nach. Welche Faktoren derzeit auf den Aktienkurs drücken und welche Punkte dennoch Anlass zur Hoffnung geben, erfährst du hier.

1. Schwächelnde Konjunktur

Als Automobilwert ist Daimler natürlich sehr stark von konjunkturellen Einflüssen abhängig. Und so zeichnete sich bereits im letzten Jahr eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums 2019 ab. Die Gründe hierfür reichen von steigenden Zöllen über den Brexit, die Türkeikrise, die steigenden US-Zinsen bis hin zu einer wirtschaftshemmenden Politik in Italien.

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So haben viele Institute ihre Prognose für 2019 gesenkt. Manche Wirtschaftsregionen werden sogar schrumpfen. Autos sind Güter mit höherem Wert, die in diesen Zeiten weniger nachgefragt werden. Dies trifft auch Daimler. So schrumpfte der weltweite Absatz im Januar 2019 um 6,7 %. Besonders in Europa und der Region NAFTA sanken die Absatzzahlen mit 11,2 % beziehungsweise 11,5 % stärker.

Ein Grund hierfür sind aber auch Modellwechsel bei der B-Klasse, beim CLA und beim GLE. Sie bleiben auch noch im ersten Quartal 2019 ein Belastungsfaktor.

2. und 3. Abgas-Diesel-Diskussion und Umstellung der Testverfahren

Die unerlaubten Abgas-Abschalteinrichtungen waren ohne Zweifel ein Vergehen der Industrie, wofür sie auch haften sollte, weil sonst der Betrug auf den Konsumenten übertagen wird. Aber dass der Diesel allein die Luft belastet, ist nicht richtig. So entsteht vor allem durch Reifenabrieb und Bremsen gefährlicher Feinstaub. Zudem belasten Benziner, Schiffe oder Industrieabgase die Luft und sind nicht weniger schädlich.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung war Daimlers Umstellung auf das neue WLTP-Testverfahren, wobei die Abgase unter realistischeren Bedingungen gemessen werden. Es führte aber auch zu einer stärkeren Belastung des Gewinns. Auch die Umstellung auf neue Antriebe ist bei Daimler in vollem Gange. Nur wird diese einige Jahre in Anspruch nehmen. Letztendlich entscheidet jedoch der Kunde, und derzeit erwerben die deutschen Konsumenten lieber einen Benziner, weil es immernoch keine genügende Ladeinfrastruktur gibt.

4. Sinkender Gewinn

Was am Ende zu einem Rückgang im Aktienkurs geführt hat, war der um 28,3 % rückläufige Gewinn im Jahr 2018. Und 2019 könnten weitere Belastungen folgen, obwohl der Konzern selber eine leichte Steigerung erwartet.

Daimler betreibt ein kapitalintensives Geschäft und so drücken die Investitionen in neue Modelle, Antriebe und Technologien den Gewinn. Zudem belasten höhere Materialkosten, Maßnahmen für Dieselfahrzeuge und derzeit ungünstige Wechselkurse das Ergebnis.

Zwar lasten diese Faktoren weiter auf dem Aktienkurs, aber wie die folgenden Punkte zeigen, gibt es auch Grund zur Hoffnung.

1. Neue Modelle

Hoffnung machen die neuen Mercedes-Benz-Modelle, die in der zweiten Jahreshälfte 2019 auf den Markt kommen. Sie sollen für neuen Schub sorgen und so auch 2019 zu einem leichten Absatzwachstum führen. Zudem ist Daimler weiterhin Marktführer unter den Premiummodellen, was die Beliebtheit der Modelle widerspiegelt.

2. Der chinesische Markt

Daimler-Modelle sind in China äußerst beliebt. So stieg hier trotz Wirtschaftsabschwächung der Absatz im Januar 2019 weiter um 4,8 %. Zudem trägt die Region schon knapp 40 % zum Konzernabsatz bei. Wenn sich die USA und China auf ein Handelsabkommen einigen können, was sehr wahrscheinlich ist, sollte sich auch die chinesische Wirtschaft fangen. Früher oder später kann Daimler hier noch viel mehr Autos verkaufen.

3. Langfristig steigende Nachfrage

Betrachtet man nur den Umsatz, der sich aus dem Absatz und den Verkaufspreisen bildet, konnte Daimler selbst seit 2015 von 149.467 auf 167.400 Mio. Euro zulegen. 2009 lag er noch bei 78.924 Mio. Euro.

Daimler kommt also grundsätzlich voran, nur sollte der Anleger wissen, dass der Gewinn hier traditionell stärker schwankt, weshalb auch die Aktie Achterbahn fährt. Auch 2018 stieg der Umsatz um 1,9 % und der Absatz um 2,4 %.

4. Neue Antriebe auf dem Vormarsch

Auch Daimler wird zukünftig seinen Abgasausstoß über neue Elektro- und Hybridmodelle verringern. Bis 2025 sollen 15 bis 25 % aller Modelle einen E-Antrieb besitzen. Besonders bei den kleineren Modellen wie dem Smart wird der vollständige Umstieg schon bis 2020 vollzogen sein. Und bis 2022 wird die Palette 130 E- und Hybridvarianten umfassen und somit in jedem Segment eine Alternative zu erwerben sein.

5. Aktienbewertung

Die aktuellen Belastungsfaktoren haben die Bewertung der Aktie unter Buchwert gedrückt. Dies passiert meist nur dann, wenn ein Unternehmen rote Zahlen schreibt. Daimler erzielt aber weiterhin Milliardengewinne (2018: 7,6 Mrd. Euro).

Das aktuelle Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei 0,8. Derart günstig war die Aktie zuletzt 1992. Selbst 2008 war sie noch höher bewertet. Vieles spricht also dafür, dass der Markt einmal mehr übertreibt, auch wenn kurzfristig noch weitere Faktoren den Kurs belasten könnten.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Daimler.

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