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3 Dinge, die das NVIDIA-Management später in diesem Monat angehen muss

Der Grafikspezialist NVIDIA (WKN:918422) kündigte am 28. Januar enttäuschende Ergebnisse zum vierten Quartal an und ließ die Anleger wissen, dass der Umsatz eher bei 2,2 Milliarden US-Dollar liegen wird als den ursprünglich prognostizierten 2,7 Milliarden. Das Unternehmen senkte auch seine Bruttomargenprognose von 62,5 % auf 56 % (was nicht so schlecht ist, wie es scheint, wie ich hier gleich erklärte).

NVIDIA meldet seine vollständigen Zahlen (die auch die Prognose für das laufende Quartal beinhalten sollten) erst am 14. Februar. Heute werde ich drei Dinge diskutieren, die das Management auf der Telefonkonferenz ansprechen sollte, welche die Veröffentlichung der Ergebnisse begleiten wird.

Was ist der Plan, um den Verkauf von High-End-Gaming-GPUs zu beschleunigen?

In der Pressemitteilung von NVIDIA erklärte das Unternehmen, dass unter anderem „der Verkauf bestimmter High-End-Grafikprozessoren mit der neuen Turing-Architektur von NVIDIA geringer war als erwartet“.

Das Unternehmen behauptet, dass „[diese] Produkte einen revolutionären Leistungs- und Innovationssprung mit Echtzeit-Raytracing und [künstlicher Intelligenz] ermöglichen“. Einige Kunden hätten „ihren Kauf möglicherweise verzögert, während sie auf niedrigere Preise und weitere Demonstrationen der RTX-Technologie in realen Spielen gewartet haben.“

Die RTX-Technologie bezieht sich auf die NVIDIA-Suite von Technologien, die „Echtzeit-Raytracing und künstliche Intelligenz für eine ganz neue Art, Spiele zu erleben, vereint“.

In Anbetracht dessen ist eine Frage, deren Antwort die Investoren meiner Meinung sehr interessieren dürfte, diese: Wie sieht der Plan von NVIDIA aus, damit diese Kunden endlich dabei mitmachen?

In dem Aktionärsbrief, der die jüngste Gewinnwarnung begleitete, wies CEO Jensen Huang darauf hin, dass die tatsächlichen Verkaufspreise für High-End-GeForce-RTX-GPUs „über der Hersteller-Preisempfehlung“ lagen.

Die Fragen, die ich habe, sind also folgende: Was unternimmt NVIDIA, um die tatsächlichen Verkaufspreise dieser GeForce RTX-Karten näher an die Hersteller-Preisempfehlung heranzuführen, um die Nachfrage zu steigern? Wie wird das Unternehmen daran arbeiten, die Einführung von RTX bei wichtigen Spiele-Titeln zu beschleunigen?

Ist das der Tiefpunkt für das GPU-Geschäft?

Die Prognose von NVIDIA im Quartal lag bereits deutlich unter den Erwartungen. Dies spiegelt die Erwartung des Unternehmens wider, die Lieferungen von mittelgroßen Pascal-basierten Grafikkarten im Laufe des Quartals einzustellen, damit die Lagerbestände wieder sinken konnten.

Dabei wurde auch auf „sich verschlechternde makroökonomische Bedingungen, insbesondere in China“ hingewiesen, welche „die Verbrauchernachfrage nach NVIDIA-Grafikprozessoren beeinflusst haben“.

Darüber hinaus sagte NVIDIA, dass sein Rechenzentrums-GPU-Geschäft die Quartalsziele nicht erreicht habe, da „eine Reihe von Geschäften im letzten Monat des Quartals nicht abgeschlossen wurden, da die Kunden zu einem vorsichtigeren Ansatz übergegangen seien“.

Eine weitere wichtige Frage, auf die ich gerne die Antwort wüsste, ist also diese: Wird das erste Quartal den Tiefpunkt für das GPU-Geschäft darstellen, oder sieht NVIDIA einen länger andauernden Einbruch der Nachfrage nach seinen GPUs vor?

Wie teilt sich der Nachfragerückgang auf?

Die Umsatzprognose von NVIDIA wurde um 500 Millionen US-Dollar gekürzt. Das Unternehmen machte dafür die makroökonomische Schwäche in China verantwortlich, die dümpelnden Umsätze einiger High-End-Turing-GPUs und die Schwäche der Rechenzentrums-GPUs. Interessant wäre, wie viel jeder Faktor für den Verlust von 500 Millionen US-Dollar verantwortlich ist.

Anders ausgedrückt: Wie viel von diesem Fehlschlag lag außerhalb der Kontrolle von NVIDIA und was kann das Unternehmen in den kommenden Quartalen unternehmen? Je mehr Variablen im Einflussbereich von NVIDIA liegen, desto schneller würde ich eine Erholung erwarten.

Fazit für die Investoren

Für die NVIDIA-Aktionäre wird diese bevorstehende Verkündung der Ergebnisse von entscheidender Bedeutung sein, ebenso wie die Prognose, die das Unternehmen für das folgende Quartal abgibt. Wenn NVIDIA zeigen kann, dass das Schlimmste vorbei ist (oder fast vorbei), könnte das potenziell die Investoren zurück zur Aktie bringen. Wenn der Ausblick jedoch hässlich ist und es so aussieht, als gäbe es noch deutlich mehr Probleme, könnten die Aktien ihre jüngste Verlustserie noch eine Weile fortsetzen.

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Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und am 06.02.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt NVIDIA.

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