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Deutsche Bank und Commerzbank mit Fusionsdruck: Na, ob das die Probleme lösen kann?

Tun sie’s? Oder tun sie es nicht? Für viele Aktionäre der Deutschen Bank (WKN: 514000) und der Commerzbank (WKN: CBK100) dürfte das gegenwärtig eine der wohl spannendsten Fragen sein. Gemeint sind an dieser Stelle natürlich die immer mal wieder aufkommenden Gerüchte um eine mögliche Fusion der beiden Geldhäuser.

Wie derzeit berichtet wird, könnten derartige Spekulationen nun etwas neuen und vielleicht sogar explosiven Zündstoff erhalten haben. Lass uns daher an dieser Stelle mal einen Foolishen Blick darauf werfen, wieso eine Fusion wahrscheinlicher werden könnte und was das für die Deutsche Bank und die Commerzbank (und vielleicht für eine künftige Deutsche Commerz-Bank?) bedeuten könnte.

Die Politik macht Druck. Oder doch nicht?

Wie derzeit gemunkelt wird, könnte die Politik etwas Druck bei einer möglichen geplanten Fusion der beiden großen deutschen Geldhäuser machen. So berichten einige gängige Börsenmedien übereinstimmend, dass eine geplante Zusammenlegung sogar bereits in den kommenden Wochen anvisiert werden könnte.

Als Grund für dieses Verhalten wird die kommende Europawahl im Mai diesen Jahres kolportiert. Wegen der erforderlichen Zustimmung der europäischen Behörden und der sich im Nachgang der Wahl womöglich anschließenden Findungsphase innerhalb Europas könnte der deutsche Staat nun vielleicht ein berechtigtes Interesse daran haben, diesen Schritt noch vor der politischen Neuordnung zu vollziehen.

Von offizieller Seite wird ein solcher hypothetischer Schritt allerdings noch weitgehend dementiert. So äußerte sich beispielsweise Bundesfinanzminister Olaf Scholz dahin gehend, dass ein verordneter Zusammenschluss der beiden kriselnden Geldhäuser noch Spekulation sei. Allerdings diskutiere man selbstverständlich die Lage der Finanzindustrie und die Entwicklung des Bankensektors, wie er dennoch möglicherweise vielsagend vom Stapel ließ.

Was würde eine Fusion denn letztendlich bringen?

Bleibt natürlich noch die spannende Frage, was eine Fusion der beiden Geldhäuser denn unterm Strich bringen würde. Natürlich könnte es im Rahmen einer Zusammenlegung gewisse Synergien geben, die im Endeffekt zu Kosteneinsparungen führen könnten, was möglicherweise die Ergebnisse etwas ankurbelt.

Auch wird immer mal wieder von der Möglichkeit berichtet, dass die Altlasten der beiden Geldhäuser in einer sogenannten Bad Bank abgeladen werden könnten, wodurch eine neue Deutsche Commerz-Bank – oder wie auch immer das hypothetische künftige Geldhaus dann heißen soll – natürlich wieder etwas durchschnaufen könnte.

Allerdings wurde vor allem eine solche Möglichkeit mit einer regelrechten Krisenbank jüngst ebenfalls dementiert, was man wohl als starken Indikator dafür werten kann, dass ein solcher Deal zumindest aus politischer Sicht nicht tragbar sein dürfte.

Im Prinzip bliebe es daher sehr wahrscheinlich dabei, dass es ein Zusammenschluss aus zwei problembehafteten, kriselnden Banken sein könnte, von dem sich viele Investoren, Marktbeobachter und Analysten Besserung erhoffen dürften. So weit zur Ausgangslage.

Ob das funktioniert?

Wenn du mich fragst, sollten sich alle Investoren, die auf eine Zusammenlegung spekulieren, nun allerdings fragen, ob ein solcher Schritt wirklich zu Verbesserungen führen wird oder ob es letztlich bei einigen Kosteneinsparungen bleibt.

Beide Banken haben schließlich ihre individuellen Baustellen und Problemchen, die sie gegenwärtig alleine scheinbar nur sehr langsam und begrenzt lösen können, und eine Superbank mit Superproblemen könnte hier möglicherweise ein Schritt sein, der nur oberflächlich gesehen Vorteile bringt. Zumindest sollte man ein solches Szenario wohl in Betracht ziehen. Schlecht und schlecht zusammen muss schließlich nicht zwingend gut ergeben.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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