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Wenn ich nur 1 Aktie kaufen könnte, wäre es diese hier

Ach ja, Entscheidungen.

Es gibt rund 3.600 Aktien, die an US-Börsen gelistet sind. Und damit sind die Aktien, die außerbörslich gehandelt werden, nicht einmal mit eingerechnet.

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Je mehr Auswahl ich habe, desto schwieriger ist es, eine Entscheidung zu treffen. Wie soll man aus dieser Menge die richtige auswählen? Tja. Und doch habe ich am Ende eine Entscheidung getroffen. Kurz: Wenn ich nur eine Aktie kaufen könnte, wäre es Alphabet (WKN:A14Y6F). Und The Trade Desk (WKN:A2ARCV). Und Markel (WKN:885036).

Verwirrt? Dann will ich das mal erkären.

Die Frage definieren

In Douglas Adams’ Buch Per Anhalter durch die Galaxis wird ein Supercomputer namens Deep Thought gefragt, was die Antwort auf die ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum und allem ist. Nach 7,5 Millionen Jahren intensiven Nachdenkens und Berechnens lautete die Antwort von Deep Thought am Ende … 42. Für Deep Thought bestand das Problem darin, dass niemand wusste, was die ultimative Frage wirklich war.

Man muss sich also die richtige Frage stellen. Die Art und Weise, wie eine Frage gestellt wird, hat großen Einfluss auf die Antwort. Und deshalb habe ich drei verschiedene Aktien als “eine Aktie” aufgelistet, die ich jetzt kaufen würde.

Ich habe die Frage erweitert und mich gefragt, auf welche Arten man eine Aktie kaufen kann. Ein Blickwinkel auf die Frage ist: Welche Aktie ist meine Lieblingsaktie? Eine andere ist: Welche eine Aktie würde ich kaufen, die ich nicht bereits besitze? Dann gibt es noch die ganz wortwörtliche Herangehensweise: Welche Aktie würde ich kaufen, wenn ich nur eine Aktie kaufen könnte und keine anderen Aktien besitzen würde? Ich beantworte jede dieser Spielarten auf eine andere Weise.

Die Lieblingsaktie

Die Auswahl meiner Lieblingsaktien, die ich jetzt kaufen kann, ist für mich eigentlich ziemlich einfach. Alphabet ist meine Top-Aktie, die ich 2019 kaufen würde, ohne Frage. Ich besitze seit einigen Jahren Aktien der Google-Muttergesellschaft. Wenn ich Alphabet nicht bereits besitzen würde, wäre diese die erste Aktie, die ich kaufen würde.

Der wichtigste Grund, warum ich Alphabet mag, ist, dass das Unternehmen über große Wettbewerbsvorteile verfügt, sogenannte Graben. Damit meine ich, dass es für einen Wettbewerber sehr schwierig wäre, an Alphabet vorbei einen erheblichen Marktanteil zu erobern. Würde man überhaupt erst auf die Idee kommen, ein Produkt auf den Markt zu bringen, das mit Google Search, YouTube und den sechs anderen Produkten von Alphabet konkurrieren soll, die alle mindestens 1 Milliarde Nutzer pro Monat haben? Eher nicht.

Ich bin darüber hinaus von den Wachstumsaussichten von Alphabet beeindruckt. Das Unternehmen hat mehrere Möglichkeiten für Wachstum, und die wichtigste davon ist wahrscheinlich die Tochtergesellschaft Waymo, die autonomes Fahren auf den Weg bringt. Ein Analyst hat sich die Zahlen angeschaut und erwartet, dass Waymo bis 2030 weit über 100 Milliarden USD Umsatz schaffen könnte. Wenn diese Annahme annähernd richtig sein sollte (und ich vermute, dass sie es ist), kann Alphabet stark wachsen.

Die neue Aktie im Portfolio

Aber fragt man mich, welche Aktie ich jetzt kaufen würde, die ich noch nicht besitze, würde meine Antwort The Trade Desk lauten. Auf diese Aktie bin ich lange Zeit nicht aufmerksam geworden. Doch je mehr ich über The Trade Desk erfahre, desto mehr gefällt mir diese Aktie.

The Trade Desk bietet eine Self-Service-Plattform, die es Anzeigenkunden ermöglicht, digitale Werbekampagnen zu erstellen und zu verwalten. Wahrscheinlich fällt einem bei digitaler Werbung als erstes das Internet ein. Sicher, das ist ein großer Teil des Geschäftsmodells.

Drei Möglichkeiten sollten das Wachstum des Trade Desk in Zukunft besonders fördern. Dazu gehört einerseits die verstärkte Nutzung von mobiler Werbung. Die Expansion in weitere internationale Märkte ist eine weitere. Aber das, was mich am meisten fasziniert, ist der Boom um Connected TVs (CTV). Trade Desks CEO Jeff Green sagte in der Telefonkonferenz des Unternehmens zum Q3, dass CTV “die größte Chance ist, die wir je gesehen haben und wahrscheinlich auch jemals haben werden.”

Die einzige Aktie

Wenn ich jedoch nur eine Aktie kaufen könnte und keine anderen Aktien besitzen dürfte, wäre es wahrscheinlich Markel. Das Unternehmen ist wie eine kleinere Version von Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2).

Wer Markel hält, profitiert von Vermischung, ähnlich dem Besitz eines Börsenfonds (ETF). Wie Berkshire ist auch Markel eine Finanzholding-Gesellschaft, die Positionen in vielen anderen Unternehmen – weit über 100 – in verschiedenen Branchen besitzt.

Warum also Markel statt Berkshire? Nun, im Gegensatz zu Berkshire hat Markel nicht lange gebraucht, um Aktien von starken Technologieunternehmen, einschließlich Alphabet, zu kaufen. Der Kauf von Markel gibt einem auch eine Beteiligung an Berkshire, denn das ist Markels Top-Holding. Und noch etwas, das nicht unwichtig ist: Markel konnte Berkshire in den vergangenen fünf Jahren stets übertreffen.

Passt die Auswahl auch für dich?

Schon in der Schule gab es nicht immer nur die eine richtige Lösung auf Testfragen. Sicher, bei einigen war die Antwort schlicht richtig oder falsch. Dann gab es aber auch die, wo man mehrere richtige Antworten ankreuzen konnte.

Beim Investitieren gibt es ebenfalls auf die eine Frage oft mehrere richtige Antworten. Man muss sich nicht auf eine Aktie beschränken. Aber wer gerade die eine Aktie sucht, sollte sich Alphabet, The Trade Desk und Markel mal genauer anschauen.

Nee … es ist nicht so kompliziert wie du denkst, wie ein Profi zu investieren

Jaja, ich weiß … die Profis lassen es so unglaublich kompliziert erscheinen. "Finanzmodelle" zu erstellen klingt so raffiniert. Und schwer. Es ist aber alles andere als schwer. Die Mathematik ist einfach. Der Prozess ist klar. Und jetzt kannst du es von The Motley Fool lernen. Klick hier, um unseren neuen Sonderbericht "Wie man ein Unternehmen bewertet: Eine Einführung" kostenlos herunterzuladen.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet, Berkshire Hathaway, Markel und The Trade Desk. Keith Speights besitzt Aktien von Alphabet. Dieser Artikel erschien am 27.1.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.