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Das Abonnement-Wachstum von Amazon ist gerade stark eingebrochen — sollten die Investoren in Panik geraten?

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Ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts von Amazon (WKN:906866) ist das Prime-Mitglieder-Programm. Der Umsatz von Prime zeigt sich in den Abonnementumsätzen und macht den überwiegenden Teil dieser Position in den Quartalsberichten aus.

Im letzten Quartal stieg der Umsatz aus Abonnementdiensten auf Basis konstanter Wechselkurse nur um 26 %. Das ist eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem Wachstum von 50 % in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018. Diese 26 % markieren das langsamste Wachstum, das seit Beginn der Veröffentlichung dieser Kennzahl verzeichnet wurde.

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Bevor die Anleger jedoch in Panik geraten, lohnt es sich, einen genaueren Blick darauf zu werfen.

Eine bedeutende Änderung in der Buchhaltung

Im Jahr 2018 trat eine wesentliche Bilanzierungsänderung in Kraft, die sich auf die Bilanzierung von Prime-Abonnements auswirkte. Anstatt die Einnahmen aus den Mitgliedschaften auf das vierte Quartal zu gewichten — wenn die Vorteile des Service am meisten genutzt werden — ist Amazon nun verpflichtet, die Abonnements linear zu verrechnen.

Finanzvorstand Brian Olsavsky sagte, dass sich dadurch der Abonnementumsatz von 300 Mio. US-Dollar vom vierten Quartal auf die ersten drei Quartale des Jahres verlagerte. Nach den alten Rechnungslegungsvorschriften hätte Amazon ein Wachstum von rund 34 % ausgewiesen. Das bedeutet auch, dass das Wachstum in den ersten drei Quartalen des Jahres künstlich höher war.

Bereinigt um die Bilanzierungsänderung ist immer noch ein Rückgang bei den Abonnement-Umsätzen zu verzeichnen, aber nicht annähernd so stark wie es jetzt aussieht.

Die Preiserhöhung schreitet weiter voran

Amazon hat in diesem Sommer den Preis von Prime für US-Kunden erhöht. Die Preiserhöhung betraf neue Mitglieder ab Mai, wobei bestehende Abonnenten, die ihre Mitgliedschaften vor dem 16. Juni erneuerten, den niedrigeren Preis von 99 US-Dollar pro Jahr zahlten.

Es wird einige Zeit dauern, bis diese Preiserhöhungen vollständig  durchschlagen. Das Unternehmen verbucht immer noch rund die Hälfte der Mitgliedschaften mit dem niedrigeren Jahresbeitrag, da es die Einnahmen über das gesamte Mitgliedsjahr erfasst. Daher sollte Amazon ein stetiges Umsatzwachstum aus der Preiserhöhung über einen Zeitraum von zwei Jahren verzeichnen.

Prime ist in den USA gesättigt

Selbst wenn die Verlangsamung nicht so schlimm ist, wie es zunächst aussieht, und auch wenn Amazon in den nächsten sechs Quartalen ein anhaltendes Wachstum der Serviceumsätze aus der Preiserhöhung verzeichnet, gibt es keine Zweifel, dass sich das Wachstum hier verlangsamt.

Das mag daran liegen, dass Amazon Prime in den Vereinigten Staaten kaum mehr ausgebaut werden kann. Das ist gar keine so schlechte Sache. Die Mitgliederbasis ist riesig und erreicht 100 Mio. amerikanische Käufer, die sehr treu sind. Amazon profitiert durch seine US-Prime-Mitglieder von enormen Vorteilen.

Aber Prime wächst auch in anderen Märkten. Das Management wies im Quartalsbericht darauf hin, dass 2018 weltweit mehr Kunden als je zuvor für Prime gewonnen wurden. Olsavsky sagte während der Verkündung der Ergebnisse, dass sich im vierten Quartal mehr Menschen bei Prime anmeldeten als in jedem anderen Quartal zuvor.

Prime kostet in Märkten wie Indien, wo es am schnellsten wächst, nicht so viel. Diese niedrigen Preise ermöglichen es aber, die langfristigen Wachstumschancen zu nutzen, die sich daraus ergeben. Amazon kann den Preis von Prime in diesen Märkten später immer erhöhen, wenn es sinnvoll ist, genau wie in den USA.

Kein Grund zur Panik

Obwohl der plötzliche Rückgang der Einnahmen aus Abonnementdiensten etwas erschütternd ist, zeigt ein genauerer Blick auf die Zahlen, dass Amazons Prime-Geschäft immer noch intakt ist und einen wesentlichen Beitrag zum weiteren Wachstum leistet.

Amazon wird weiterhin ein moderateres Wachstum in den Vereinigten Staaten verzeichnen, das durch die Preiserhöhungen begründet ist. Gleichzeitig sollten die internationalen Prime-Mitgliedschaften in den nächsten Jahren ein größeres Stück vom Kuchen werden und schließlich zum Hauptwachstumstreiber der Abonnementdienste werden. Das könnte das Wachstum im Laufe der Zeit wiederbeleben.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einem Amazon-Tochterunternehmen, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 04.02.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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