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Daimler-Aktie nach durchwachsenen Zahlen: Das wird jetzt wichtig

Auch die Daimler (WKN: 710000)-Aktie hat am Mittwoch dieser Woche nun frische Zahlen zum abgelaufenen Börsenjahr 2018 sowie zum vierten Quartal ebenjenes Geschäftsjahres präsentiert. Und wie die erste Reaktion der Marktteilnehmer offenbart sowie gängige Medienberichte derzeit zeigen, schienen diese Zahlen nicht ganz so rosig gewesen zu sein.

Lass uns daher am besten einen Foolishen Blick auf die hier präsentierten Ergebnisse riskieren und überlegen, was angesichts der schwächeren Quartalszahlen und des durchwachseneren Geschäftsjahres 2018 in den kommenden zwölf Monate wichtig werden dürfte.

Zahlen, Daten, Fakten

Doch zunächst lass uns ein paar Highlights (oder Lowlights?) aus dem aktuellen Zahlenwerk von Daimler etwas näher unter die Lupe nehmen: Einerseits konnte Daimler zwar im vergangenen Börsenjahr sowohl seinen Konzernabsatz als auch die Konzernumsätze im Jahresvergleich moderat um 2,4 beziehungsweise 2,0 % steigern. Andererseits hat sich diese generell positive Entwicklung leider nicht bei den Ergebnissen des Stuttgarter Autoproduzenten bemerkbar gemacht.

So kommt Daimler im gesamten Geschäftsjahr 2018 lediglich auf ein Konzern-EBIT in Höhe von 11,1 Mrd. Euro nach zuvor 14,3 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2017. Das entspricht bereits einem Einbruch um beachtliche 22 %.

Auch das Konzernergebnis kam im Jahresvergleich recht deutlich unter die Räder. Noch im Geschäftsjahr 2017 konnte Daimler ein Konzernergebnis in Höhe von 10,6 Mrd. Euro präsentieren, während sich das aktuelle Konzernergebnis 2018 lediglich auf 7,6 Mrd. Euro beläuft, was im Endeffekt ebenfalls einer signifikanten Verschlechterung von 28 % entspricht. Eieiei.

Diese schwächeren Ergebnisse haben Daimler zudem noch dazu bewogen, die kommende Dividende für das vergangene Geschäftsjahr etwas zu reduzieren. Anstatt wie zuvor zumindest 3,65 Euro je Anteilsschein auszuschütten, wird der Stuttgarter Autobauer nun lediglich 3,25 Euro an seine Anteilseigner bezahlen. Die einzig gute Nachricht hierbei: Auch diese Ausschüttung entspricht bei einem derzeitigen Aktienkursniveau von 51,63 Euro noch immer einer stattlichen und attraktiven Dividendenrendite in Höhe von 6,29 %.

Was nun wichtig werden dürfte

Doch auch wenn diese Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr 2018 somit eher auf einen schwächelnden Gesamtmarkt hindeuteten, sollte eine solche Entwicklung die meisten Investoren eigentlich nicht sonderlich überrascht haben. Denn bereits in den Vorquartalen hat sich eine solche schwächere Entwicklung angedeutet. Auch das vierte Quartal war somit lediglich eine Fortführung dessen, womit viele Investoren bereits gerechnet haben dürften.

Nichtsdestoweniger könnte es sich gegenwärtig durchaus anbieten, sich auf die definitiv ebenfalls vorhandenen Lichtblicke zu konzentrieren. Daimler rechnet so beispielsweise damit, schon im neuen Börsenjahr 2019 wieder das Ruder zumindest leicht herumreißen zu können. So sollen sowohl die Absätze als auch die Umsätze als auch – und jetzt Obacht – das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den kommenden zwölf Monaten leicht ansteigen. Durchaus interessant und ambitioniert.

Sofern sich diese Prognose allerdings bereits zum jetzigen Zeitpunkt bestätigen sollte, könnte die Daimler-Aktie mit einem weiterhin voraussichtlich einstelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis vor allem gegenwärtig eine interessante Value-Chance sein. Zumal makroökonomische Faktoren wie eine noch hypothetische glimpfliche Einigung im derzeitigen Handelskonflikt das Potenzial haben könnten, Daimler ebenfalls wieder aus operativer Sicht in die Spur zu verhelfen. Möglicherweise sogar noch stärker, als in dieser Prognose nun eingepreist worden ist.

2018 abhaken, weiter geht’s!

Letztlich könnte es sich daher insgesamt anbieten, das Börsenjahr 2018 abzuhaken. Die vergangenen zwölf Monate waren definitiv herausfordernd, aber irgendwann hätte sowieso im zyklischen Automobilgeschäft mal wieder eine schwächere Periode kommen müssen. Darauf sollte man sich als Investor einer Automobilaktie natürlich generell einstellen.

Sofern Daimler allerdings recht behalten sollte und im kommenden Jahr schon wieder in eine moderate Wachstums- oder Erholungsspur zurückfinden kann – und diese vielleicht sogar noch über die kommenden zwölf Monate hinaus anhält –, könnten die derzeitigen Sorgen aufgrund des schwächeren Geschäftsjahres 2018 schon bald wieder vergessen sein.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Daimler.

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