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Lufthansa-Aktie nach (voraussichtlich) solidem Geschäftsjahr 2018: Ein interessantes Was-wäre-wenn

Eigentlich gibt es für die Investoren der Lufthansa (WKN: 823212)-Aktie gegenwärtig kaum einen Grund zu klagen. Das frisch abgelaufene Börsenjahr 2018 dürfte aus operativer Sicht so beispielsweise recht nahe an die Rekordergebnisse aus dem Vorjahr herankommen. Das sollte vielen Anlegern der durchaus günstigen Value-Chance generell gefallen.

Dennoch hätte das vergangene Börsenjahr 2018 unterm Strich sogar noch erfolgreicher sein können, sofern ein wesentlicher Belastungsfaktor nicht da gewesen wäre. Schauen wir mal, was der Lufthansa womöglich neue Rekordwerte verwehrte und welche Rückschlüsse Investoren hieraus ziehen sollten.

Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre …

Wie nun bekannt geworden ist, waren die operativen Problemchen während des Sommers für die Kranich-Airline eine durchaus teure Sache. Zur Erinnerung, besonders hohe Flugausfallraten haben hier im vergangenen Jahr für so manches Flugchaos gesorgt, das nicht nur die Reisenden, sondern auch die Fluggesellschaften und Aktionären noch teuer zu stehen kommt.

Wie teuer, das hat die Lufthansa nun zum Ende der vergangenen Woche beziffert. So erklärte Thorsten Lange, Head of Fuel Purchasing bei der Lufthansa, dass jene Sonderbelastungen die Lufthansa unterm Strich 500 Mio. Euro gekostet haben. Durchaus eine Menge Geld. Und sofern diese Sonderbelastungen nicht gewesen wären, hätte die Lufthansa im abgelaufenen Börsenjahr vielleicht sogar neue Bestmarken markieren können.

Etwas mehr hätte, wäre, wenn und aber

Derzeit rechnet die Lufthansa nämlich auch damit, dass sie für 2018 in etwa einen Gewinn erzielen wird, der lediglich leicht unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte. Was in Anbetracht eines 2017er-Gewinns in Höhe von 5,03 Euro ebenfalls irgendwo im Bereich der 5-Euro-Marke sein dürfte. Beziehungsweise etwas darunter.

Da die Lufthansa jedoch im vergangenen Jahr die besagten Sondereffekte in Höhe von 500 Mio. Euro durch die hohen Flugausfallraten zu schultern hatte und gegenwärtig rund 500 Mio. Aktien ausstehen hat, dürfen wir an dieser Stelle wohl zumindest dahin gehend spekulieren, dass die Kranich-Airline ohne die besagten Kosten ein neues Rekordjahr hätte erreichen können.

Natürlich, von all diesen hätte, wäre, wenn und aber können sich die Investoren nichts mehr kaufen. Aber vielleicht kommt es bei dem einen oder anderen Investor, der derzeit etwas kritisch auf die moderat nachlassenden Zahlen für 2018 schielt, nach dieser Einschätzung zu einer etwas positiveren Sichtweise hinsichtlich dieser Zahlen. Denn sofern diese Sonderbelastungen im Sommer nicht gewesen wären, hätte alles auch ganz anders (und unterm Strich erfolgreicher) kommen können.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.