The Motley Fool

Die besten Rentenfonds für 2019 und darüber hinaus

Die meisten Investoren widmen den Großteil ihrer Aufmerksamkeit dem Aktienmarkt, denn dort ist das meiste Wachstum zu holen. Aktien können jedoch extrem volatil sein, und die meisten Anleger suchen deswegen andere Arten von Anlagewerten, um in ihren Portfolios das Risiko zu senken und den kurzfristigen Bedarf zu decken. Für diese Investoren können Anleihen im Portfolio ein Gegengewicht zum Aktieninvestment darstellen.

Die einzelnen Anleihen kann man wie gewohnt über Broker kaufen und verkaufen, aber die meisten Anleger entscheiden sich für eine Investition in Rentenfonds, anstatt selber einzelne Anleihen auszuwählen. Da gleich Hunderte von verschiedenen Anleihenfonds zur Auswahl stehen, kann es schwierig sein, den Überblick zu behalten und zu entscheiden, welcher für sie am besten geeignet ist. Im Folgenden haben wir alle Informationen zusammengestellt, die man benötigt, um zu verstehen, was ein Rentenfonds ist und wie man die Fonds für sich auswählt, die den eigenen Zielen am besten dienen.

Was ist überhaupt eine Anleihe?

Eine Anleihe ist eine Investition, die an ein Darlehen zwischen dem Emittenten der Anleihe und dem Käufer gebunden ist. Gemäß den Bedingungen der Anleihe zahlt der Käufer der ersten Anleihe einen bestimmten Geldbetrag – in der Regel 1.000 USD oder 5.000 USD pro Anleihe – an die ausgebende Stelle. Der Emittent darf dieses Geld für den eigenen Gebrauch aufbewahren. Im Gegenzug verpflichtet sich der Emittent, dem Anleihegläubiger in festgelegten Abständen, in der Regel halbjährlich, bis zur “Fälligkeit” der Anleihe Zinsen zu zahlen. Sobald die Anleihe fällig wird, zahlt der Emittent dem Anleihegläubiger den Nennbetrag zurück. Die Fälligkeit einer Anleihe wird vor der Emission der Anleihe festgelegt, so dass die Anleger im Voraus wissen, wann sie damit rechnen können, ihr Kapital zurückzuerhalten.

Es gibt viele verschiedene Arten von Anleihen, und sie sind in der Regel in ein paar verschiedene Kategorien unterteilt. Zu diesen Kategorien gehören:

  • Bundes-, Kommunal- und Unternehmensanleihen, je nachdem, ob es sich bei dem Emittenten um den Bund, eine staatliche oder lokale Regierungsstelle oder ein Privatunternehmen handelt.
  • Kurz-, mittel- und langfristige Anleihen, abhängig von der Zeitspanne zwischen der Emission und der Fälligkeit der Anleihe.
  • Investment-Grade- und Hochverzinsliche Anleihen, je nachdem, ob die Finanzlage des Emittenten die Rückzahlung der Anleihe bei Fälligkeit eher oder weniger wahrscheinlich macht. Generell gilt: Je größer das Risiko, dass ein Emittent seine Anleihegläubiger nicht zurückzahlt, desto höher ist die Rendite seiner Anleihen, so dass die meisten Investment-Grade-Anleihen niedrigere Renditen aufweisen als die meisten Hochzinsanleihen.
  • Inflationsbereinigte Anleihen, wo der Emittent bei Fälligkeit einen Betrag zahlen, der Änderungen der Kaufkraft des Geldes seit Ausgabe der Anleihe berücksichtigt, und nicht einen festen Betrag.

Anleihen fallen typischerweise in mehr als eine dieser Kategorien. So können beispielsweise Treasuries, Kommunalanleihen und Unternehmensanleihen kurz-, mittel- oder langfristig sein. Einige Treasury-Anleihen sind inflationsbereinigt, und Sie können Kommunal- und Unternehmensanleihen finden, die entweder Investment-Grade- oder hochverzinsliche Anleihen sind.

Das wichtigste Merkmal einer Anleihe ist, dass der Zahlungsstrom, den Investoren erhalten, wenn sie die Anleihe besitzen, im Voraus geplant ist. Ein Beispiel: Bei einer 10-jährigen Schatzanweisung im Wert von 1.000 USD, die 3% zahlt, ist man sicher, dass man die nächsten 10 Jahre alle sechs Monate 15 USD erhält und dann am Ende seine 1.000 USD zurückbekommt. Solange man an der Anleihe festhält, bis sie fällig wird, gibt es keine Möglichkeit, mehr als das zu bekommen, aber solange die ausgebende Stelle nicht in katastrophale Schieflage gerät, besteht auch nur ein geringes Risiko, am End weniger rauszubekommen.

Was ist ein Rentenfonds?

Anleihefonds sind Anlagepools, in denen eine große Anzahl von Anlegern Geld in ein gemeinsam gehaltenes Portfolio von Anleihen einbringen kann. Typischerweise sind die Rentenfonds, die den meisten Anlegern zur Verfügung stehen, entweder Investmentfonds oder börsengehandelte Fonds.

Die Funktionsweise von Rentenfonds hängt davon ab, um welche Art von Fonds es sich handelt. Bei einem Rentenfonds nimmt die Fondsgesellschaft täglich Aufträge zum Kauf oder Verkauf von Aktien an, wobei alle Transaktionen nach Ablauf des Handelstages erfolgen. Der Investmentfonds kann neue Aktien ausgeben oder bestehende Aktien nach Belieben zurückkaufen, und man erhält beim Kauf oder Verkauf von Aktien immer den Nettoinventarwert aller vom Fonds gehaltenen Anlagen.

Bei börsengehandelten Rentenfonds sind die Mechanismen für den Handel etwas anders. Man kann Renten-ETFs zu jedem Zeitpunkt kaufen oder verkaufen, wenn die Börsen für den Handel geöffnet sind, und der Preis wird nicht durch den Wert der zugrunde liegenden Vermögenswerte des ETF bestimmt, sondern durch den Marktpreis, der von allen an der Börse handelnden Akteure für Aktien bestimmt wird.

Anleihefonds ermöglichen es einem, ganz gleich welche Art, in ein diversifiziertes Portfolio von Hunderten oder sogar Tausenden von verschiedenen Anleihen zu investieren, auch wenn man nur einen bescheidenen Betrag an Geld investiert. Durch die Zusammenlegung einer Vielzahl von Anlegern sind Rentenfonds in der Lage, effizient und wirtschaftlich in einen großen Teil der Anleihen zu investieren.

Warum sollte man in Anleihen investieren wollen?

Für die meisten Anleger ist es sinnvoll, zumindest einen Teil Ihrer Ersparnisse in Anleihen zu investieren. Selbst für diejenigen, die äußerst langfristig planen, können die Risiken eines Portfolios einigen Anleger Sorgen bereiten. Es ist wahr, dass es bei Aktien theoretisch keine Grenze gibt, wie viel Geld man mit einer erfolgreichen Investition verdienen kann. Wenn man unter den Ersten ist, die ein kleines, vielversprechendes Unternehmen erkennen, das dann zu einem Branchenführer aufsteigt, kann man extrem reich werden. Sollte man allerdings mit seiner Einschätzung danebenliegen, kann man eben auch alles verlieren.

Anleihen umgehen in der Regel nicht dieses Prinzip von alles oder nichts. Meistens wird die Anleihe genau so funktionieren, wie man es erwartet, wobei der Anleihegläubiger wie geplant die Zinszahlungen erhält und dann bei Fälligkeit die vereinbarte Rückzahlung erhält. Obwohl die Zinssätze, die die meisten Anleihen dann zahlen, nicht mit den langfristigen Renditen der Aktienmärkte übereinstimmen, bietet hier die relative Stabilität eine solide Grundlage für ein Anlageportfolio.

Was sind die Vor- und Nachteile von Rentenfonds?

Anleihefonds sind für Anleger nützlich, da die Mindestanlagen, die für eine direkte Investition in einzelne Anleihen erforderlich sind, in der Regel beträchtlich sind. Zum Beispiel würde die Zusammenstellung eines relativ diversifizierten Portfolios von 20 verschiedenen Kommunalanleihen einen wahrscheinlich 100.000 USD oder mehr kosten. Bei Anleihefonds hingegen brauchen Aktionäre oft nur 100 US-Dollar investieren, und sie können damit immer noch die gleiche Diversifikation erzielen.

Darüber hinaus unterscheidet sich der Anleihenmarkt in Bezug auf die individuelle Anlegerbeteiligung deutlich von der Börse. Bei Aktien muss man lediglich ein Online-Brokerage-Konto haben, und man können in der Regel zu extrem niedrigen Provisionen Aktien kaufen oder verkaufen. Man hat direkten Zugang zu den Börsen und führt den Aktienhandel in einem Bruchteil einer Sekunde durch. Vorher sieht man den Preis, und man hat eine ziemlich gute Vorstellung davon, wo danach der Handelspreis sein wird.

Der Rentenmarkt ist jedoch viel stärker auf professionelle Trader ausgerichtet, wobei die Finanzinstitute eine strenge Kontrolle über den Markt haben. Es ist schwer für gewöhnliche Anleger, auch nur aktuelle Anleihekurse zu erhalten, geschweige denn Ressourcen und Tools zu finden, die denen ähneln, die Online-Broker ihren Kunden im Aktienhandel zur Verfügung stellen. Wenn man in einen Rentenfonds investiert, übergibt man die Verantwortung für die Suche und den Kauf von tatsächlichen Anleihen an den Manager des Fonds, und der Handel und die Preisgestaltung der Fondsanteile ist viel einfacher und transparenter.

Allerdings haben Rentenfonds einige Nachteile. Man muss sich im Klaren darüber sein, dass Rentenfonds Gebühren für ihre Management- und Investmentdienstleistungen erheben. Alle Rentenfonds leiten ihre Ausgaben an die Fondsaktionäre über die so genannte Kostenquote weiter und nehmen einen kleinen Prozentsatz des Vermögens der Aktionäre zur Kostendeckung. Die Kostenquoten können auf jährlicher Basis zwischen 0,05 % und 1 % oder mehr liegen. Je größer die Prozentzahl, desto mehr Geld zahlt man als Anleger an Gebühren. Da die Kostenquote jedoch in der Regel aus den Erträgen der Anleihen im Portfolio des Fonds gebildet wird, sieht man den Betrag oft nicht; die Gebühren werden von der Auszahlung abgezogen. Einige Anleihefonds berechnen auch im Voraus Verkaufsgebühren, die glich mehrere Prozent der Anfangsinvestition betragen können. Diese Beträge sind eher ärgerlich, da das Geld direkt an den Fondsmanager geht, und nichts davon in den Fonds selbst.

Außerdem können die Preise von Rentenfonds im Laufe der Zeit stark schwanken können, und im Gegensatz zu einzelnen Anleihen bieten Rentenfonds keine Garantie dafür, dass Sie letztendlich zu einem festen Preis auszahlen können. Man muss wissen, dass ständig neue Anleihen auf den Markt kommen und sich die Preise bestehender Einzelanleihen tendenziell bewegen, wenn sich die vorherrschenden Zinssätze im Markt ändern. Wenn die Zinsen für neue Anleihen steigen, sinkt der Wert der zuvor ausgegebenen Einzelanleihen, da die älteren Anleihen aufgrund der niedrigeren Zinsen weniger Zinsen zahlen als neuere Anleihen. Wenn die vorherrschenden Zinssätze sinken, steigt dagegen in der Regel der Preis einer einzelnen Anleihe. Denn der Zinssatz der bestehenden Anleihe sieht nun attraktiver aus als das, was neuere Anleihen bieten. Keine dieser Kursänderungen wirkt sich jedoch auf die Konditionen der Anleihe aus, und unabhängig davon, was mit dem Marktpreis einer Anleihe passiert, kann man diese jederzeit bis zur Fälligkeit halten und erhält die anfangs vereinbarte Auszahlung.

Anleihefonds haben in der Regel keine Fälligkeit. Stattdessen kaufen und verkaufen sie kontinuierlich Anleihen, um ihrem Anlageziel zu dienen. So konzentriert sich beispielsweise ein langfristiger Rentenfonds in der Regel auf Anleihen, die in 10 Jahren oder mehr fällig werden. Nach acht oder neun Jahren verkauft der Rentenfonds sie in der Regel, indem er den Erlös entnimmt und eine neue langfristige Anleihe kauft, die sie ersetzt. Sollten steigende Zinsen den Gesamtwert des Portfolios eines Rentenfonds mindern, wird der Fonds sie veräußern. Das kann das bedeuten, dass die Anleger möglicherweise nie eine Kurserholung des Rentenfonds erleben werden. Natürlich kann das auch andersherum funktionieren: Zinssenkungen bieten den Anleihefonds-Aktionären dauerhafte Vorteile, die einzelne Anleihe-Investoren nicht erhalten.

Wie findet man die besten Rentenfonds?

Bei Hunderten von Rentenfonds ist es wichtig, die besten zu ermitteln. Die besten Rentenfonds haben folgende Merkmale:

  • Niedrige Kostenquoten, so dass nur wenig beim Fondsmanagement hängen bleibt.
  • Viel verwaltetes Vermögen. Dadurch werden die Kosten des Fonds auf eine breitere Anlegergruppe verteilt und der Fonds erhält mehr Wucht am Rentenmarkt, um attraktive Anleihen zum bestmöglichen Preis zu kaufen.
  • Für ETFs ein hohes tägliches Handelsvolumen, das es den Anlegern erleichtert, Aktien zu Handelszeiten zu jeder Zeit zu kaufen oder zu verkaufen.
  • Höhere Renditen als andere Rentenfonds der gleichen Kategorie. Das ist von zentraler Wichtigkeit, da die Renditen in einigen Rentenfondskategorien tendenziell höher sind als in anderen. Daher ist es wichtig, beim Renditevergleich Fonds mit ähnlichen Anlagezielen und Portfolios zu berücksichtigen.
  • Ein Anlageziel, das den eigenen Vorstellungen entspricht. Beispielsweise wählen einige Anleger nur Anleihen mit Investment-Grade-Rating, weil sie das Risiko minimieren wollen, dass der Emittent sie nicht zurückzahlen kann. Andere hingegen mögen hochverzinsliche Anleihen, weil die höheren Erträge, die sie generieren, die potenziellen Verluste mehr als ausgleichen können – wenn man denn bereit ist, das Risiko des Ausfalls des Emittenten zu übernehmen.
  • Besondere Merkmale, die einem wichtig sind. So sind beispielsweise in den USA die Erträge aus allen Kommunalschuldverschreibungen von der Bundessteuer befreit, und wenn man dort eine im Bundesstaat ausgegebene Kommunalanleihe erwirbt, in dem man gemeldet ist, sind die Zinszahlungen sowohl von der Steuer des US-Bundes- als auch von der jeweiligen US-Bundesstaatsteuer befreit. Inflationsbereinigte Anleihen bieten dagegen Schutz vor Kaufkraftverlust bei traditionellen Anleihen. Jedoch muss man dafür im Ausgleich eine niedrigere Rendite hinnehmen. Ob sich das dann für einen lohnt, kann man nur selber entscheiden.

Die besten Rentenfonds für 2019 und darüber hinaus

 

Anleihefonds
Derzeitige Ausschüttung Kostenquote Wert aller Assets
iShares Core U.S. Aggregate Bond (WKN:A1JNCQ)
3,1 % 0,05 % 57,8 Milliarden USD
Vanguard Total Bond Market (WKN:A0NDKC)
3,3 % 0,05 % 36,6 Milliarden USD
iShares iBoxx Investment Grade Corporate Bond (WKN:A0DPYY) 4,3 % 0,15 % 31 Milliarden USD
Vanguard Short-Term Bond (WKN:A0NE3K) 2,9 % 0,07 % 27,2 Milliarden USD
iShares TIPS Bond (WKN:A0B84R)
1,3 %* 0,20 % 21,4 Milliarden USD

Quelle: einzelne Fonds-Unternehmen. *Ausschüttung an die Inflationsrate gebunden.

Warum diese Rentenfonds die besten sind

Bei so vielen verschiedenen Arten von Anleihefonds wäre es unpraktisch, eine Liste zusammenzustellen, die jede mögliche Kombination von Merkmalen abdeckt. Diese fünf Anleihefonds bieten den Anlegern jedoch eine breite Fächerung der gängigen Anleihetypen. Das ist ein wichtiger Grund, warum sie bereits so viel Geld von Anlegern gesammelt haben.

Die ersten beiden Fonds auf der Liste, iShares Core U.S. Aggregate Bond und Vanguard Total Bond Market, haben sehr ähnliche Anlageziele: die Gesamtheit der US-amerikanischen Investment-Grade-Anleihen. Wie man in der obigen Tabelle sieht, haben beide eine niedrige Kostenquote von nur 0,05 % und beide zudem eine attraktive Rendite. Die durchschnittliche Laufzeit der Anleihen beträgt rund 8 Jahre. Beide haben etwa 40 % bis 45 % ihres Vermögens in Staatsanleihen und Wertpapiere von Bundesbehörden investiert. Wertpapiere im Hypotheken-Bereich machen weitere 20 % bis 30 % aus, während etwa 25 % in Unternehmensanleihen investiert sind. Etwa 5 % werden in spezielle Arten von Anleihen ausländischer Emittenten investiert.

Allerdings sind die Mittel nicht identisch. Der iShares-Fonds ist in Richtung Hypotheken ausgerichtet, dem Vanguard-Fonds hingegen fehlen die. Vanguard setzt eher auf die Verbindlichkeiten des Finanzministeriums und der Bundesbehörden und gleicht damit die geringere Zuweisung an Hypotheken aus. Darüber hinaus investiert der Vanguard-Fonds einen kleinen Prozentsatz in erstklassig bewertete Anleihen, was seine leicht höhere laufende Rendite erklärt. Unabhängig davon ist jeder dieser Fonds für diejenigen, die am Rentenmarkt breit aufgestellt sein wollen, ein guter Start.

Spezialisiertere Rentenfonds

Die anderen drei auf der Liste stehenden Rentenfonds weisen Merkmale auf, die sie von den breitesten Rentenfonds unterscheiden. Wie der Name schon sagt, investiert der iShares iBoxx Investment Grade Corporate Bond ETF ausschließlich in Anleihen von Unternehmensemittenten. Innerhalb des Fonds gibt es jedoch eine große Diversifikation, da die Emittenten des Bankensektors etwas mehr als ein Viertel der Fondsanteile ausmachen, während die Verbraucherunternehmen weitere 25 % ausmachen und die Kommunikations-, Energie- und Technologieunternehmen jeweils etwa 10 % ausmachen. Das Ergebnis ist eine durchschnittliche Kreditqualität, die deutlich niedriger ist als bei jedem anderen Fonds auf dieser Liste: 90 % der Investments des Fonds gehören zu den beiden schwächsten Kategorien von Investment-Grade-Anleihen. Dennoch ist dieses größere Risiko mit einer Rendite verbunden, die mehr als einen Prozentpunkt über den Wettbewerbern liegt und vor allem diejenigen anspricht, die maximales Einkommen anstreben.

Der Vanguard Short-Term Bond ist eine vorsichtigere Wahl, die sich an diejenigen richtet, die einen kürzeren Zeithorizont für ihre Anleiheinvestitionen haben. Die durchschnittliche Laufzeit beträgt weniger als drei Jahre, und die Kreditqualität ist vergleichbar mit den breiteren Rentenfonds auf dieser Liste. Dabei werden rund zwei Drittel des Portfolios in Treasury- und Agency-Wertpapieren und der Rest in Corporates investiert. Der Zinssatz ist deswegen vergleichsweise niedrig, und die Anleger müssen eine etwas niedrigere Rendite hinnehmen. Derzeit sind die Unterschiede relativ gering, aber es gab schon Zeiten, in denen die Unterschiede aufgrund der Bedingungen am Rentenmarkt größer war.

Kommen wir am Ende zum iShares TIPS Bond. Der konzentriert sich vollständig auf inflationsgeschützte Treasury Inflation Protected Securities, kurz TIPS genannt. Der Wert von TIPS wird an die Inflation angepasst. Da TIPS somit die Kaufkraft schützen, sind die Anleger bereit, einen niedrigeren Zinssatz zu akzeptieren. Doch aus Sicht der Gesamtrendite sollte man die Inflationsrate wieder hinzurechnen, um ein echtes Gefühl dafür zu bekommen, wie man hier im Vergleich zu anderen Rentenfonds abschneidet. Ein Beispiel: Wenn die Verbraucherpreise um etwa 2 % pro Jahr steigen, muss man die Inflationsrate zur Rendite von 1,3 % Rendite auf den iShares TIPS Bond rechnen: Das ergibt dann 3,3 % – und ist damit sehr nahe dem, was man von den breiter aufgestellten Fonds weiter oben erwarten kann.

Rentenfonds können eine kluge Ergänzung sein

Rentenfonds können eine äußerst nützliche Rolle beim Zusammenstellen eines Anlageportfolios spielen. Hier wird das Wachstumspotenzial von Aktien mit der geringeren Volatilität und dem klareren Risiko-Ertrags-Verhältnis von Anleihen in Einklang gebracht. Kurz: Wer sich Anleihen ins Portfolio holen will, der wird mit den fünf oben genannten Renten-ETFs nicht verkehrt liegen.

Wie du den kommenden Bärenmarkt überstehst

In unserem brandneuen Bericht erfährst du, was du jetzt tun musst, bevor der nächste Einbruch kommt. Und warum ein Einbruch für dich eine historische Chance auf Wohlstand bedeuten kann, und wie du diese am besten nutzt! Für ein Gratis Exemplar dieses neuen Gratis Bericht Bereit für den nächsten Bärenmarkt klicke einfach hier.

The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Dan Caplinger besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 13.1.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

2.000 % mit Wirecard verpasst... Ist das deine 2. Chance?

Ein wenig bekanntes Unternehmen definiert das Thema Payment-Abwicklung neu. Folge: +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und 52 % Marge vor Steuern und Abschreibungen. Die voll integrierte Plattform für E-Commerce, Mobile-Commerce und stationären Handel erreicht bereits über 3 Milliarden Menschen, macht Zahlungen betrugssicherer als je zuvor und zeigt die beste Performance im Wettbewerb. Ein neuer Technologie-Gigant von morgen?

The Motley Fool hat jetzt einen kostenlosen Sonderbericht zusammengestellt, der die wichtigsten Informationen zu diesem Unternehmen liefert. Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.