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3 Top-Dividendenaktien, die jetzt günstig zu haben sind

Von der Börsenkorrektur der letzten Monate kann man wenigstens eine positive Sache mitnehmen: Starke Dividendenaktien sind zu günstigen Preisen zu haben. Außerdem, und das ist eine weitere gute Tatsache, ist die Dividendenrendite höher, weil die Aktienkurse ja gefallen sind.

Aber was sind jetzt die besten Schnäppchen? Ich persönlich mag AbbVie (WKN:A1J84E), Bristol Myers Squibb (WKN:850501) und Enterprise Products Partners (WKN:915716). Sehen wir uns doch einmal an, warum die folgenden drei günstigen Dividendentitel derzeit ganz besonders attraktiv sind.

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1. AbbVie

AbbVie bietet eine der besten Dividenden im Gesundheitswesen. Die Rendite liegt derzeit bei 4,8 %. Seit der Pharmakonzern 2013 von der Muttergesellschaft Abbott Labs abgespalten wurde, hat er seine Dividende um 168 % erhöht. Und die Führungskräfte von AbbVie bekräftigten auf der jüngsten J.P. Morgan Healthcare Conference die Absicht, auch weiter die Dividende zu erhöhen.

Man wird nicht allzu viele Healthcare-Aktien finden, die attraktiver sind als AbbVie. Die Aktien werden nur zum 10-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Diese niedrige Bewertung ist umso schöner, als AbbVie solide Wachstumsaussichten hat.

Obwohl das Unternehmen in Europa mit seinem meistverkauften Medikament Humira im Biosimilar-Wettbewerb steht, hat AbbVie keine Sorgen, seine Wachstumsziele zu erreichen. Das aktuelle Angebot des Pharma-Unternehmens umfasst mit Imbruvica und Venclexta ein schnell wachsendes Hämatologie-Angebot sowie mit dem Endometriose-Medikament Orilissa einen schnellen Aufsteiger.

Darüber hinaus rechnet AbbVie damit, noch in diesem Jahr einige neue Blockbuster-Immunmedikamente auf den Markt zu bringen. Risankizumab könnte im April die FDA-Zulassung für die Behandlung von Psoriasis erhalten, und AbbVie erwartet, dass Upadacitinib später im Jahr 2019 die Zulassung erhalten wird. Die beiden Medikamente könnten bis 2025 einen Jahresumsatz von mehr als 10 Milliarden USD erzielen.

2. Bristol-Myers Squibb

Bristol-Myers Squibb (BMS) ist ein weiteres großes Pharma-Unternehmen, das eine hohe Dividende zahlt. Die Dividendenrendite beträgt fast 3,3 %. Obwohl die Erfolgsbilanz von BMS bei der Dividendenerhöhung nicht ganz so beeindruckend ist wie die von AbbVie, hat das Unternehmen seine Dividende in den letzten 10 Jahren stets erhöht.

Die allgemeine Marktkorrektur belastete BMS allerdings und trug seit Oktober zu einem Rückgang des Aktienkurses um 25 % bei. Allerdings ist die Aktie, die zum 11,4-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt wird, jetzt ein echtes Schnäppchen.

BMS sollte dank des gut laufenden Krebsmedikaments Opdivo und des erfolgreichen Blutverdünners Eliquis, die beide bis 2024 zu den fünf meistverkauften Medikamenten der Welt gehören sollen, ein solides Ertragswachstum erzielen können. Diese Medikamente sollen zusammen mit dem Immunologie-Medikament Orencia, der Chemotherapie Sprycel und der Immuntherapie Yervoy rückläufige Umsätze mit älteren Medikamenten mehr als ausgleichen.

Das Wachstum könnte noch schneller vorangehen, wenn Aktionäre und Aufsichtsbehörden der geplanten Übernahme von Celgene durch BMS zustimmen. Celgenes Revlimid ist bereits eines der meistverkauften Medikamente der Welt. Das aktuelle Portfolio des Biotechs umfasst mit Otezla, Pomalyst und Abraxane erfolgreiche Medikamente. Aber eigentlich kommt es auf Celgenes Pipeline an: dort tummeln sich mindestens ein halbes Dutzend potenzieller Blockbuster.

3. Enterprise Products Partners

Im Gegensatz zu AbbVie und Bristol-Myers Squibb ist Enterprise Products Partners nicht im Gesundheitswesen tätig. Das Unternehmen ist ein mittelständisches Öl- und Gasunternehmen, d.h. es besitzt Vermögenswerte wie Pipelines und Speicheranlagen, die am Transport von Öl und Erdgas beteiligt sind. Aber die Dividendenrendite von 7,1 % sowie 21 aufeinander folgende Jahre der Dividendenerhöhung machen Enterprise zu einem Top-Dividendenwert, den man kennen sollte.

Bereits im Oktober schrieb mein Kollege Gregg Brewer, dass Enterprise Products Partners ein absolutes Schnäppchen sei. Das gilt jetzt umso mehr, denn die Aktien werden zum 13,7-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt.

EPP hat kein Monopol, aber man dominiert doch gleich mehrere Märkte, in denen man tätig ist. Es gibt enorme Hürden für Neulinge im Midstream-Bereich, vor allem sind das die hohen Kosten für den Bau von Pipelines und anderen wichtigen Anlagen, die für den Wettbewerb erforderlich sind.

Ein weiteres Plus für Enterprise Products Partners ist, dass man weitgehend von der Volatilität der Öl- und Gaspreise isoliert ist. Die Gesellschaft erhebt für ihre Transport- und Abwicklungsleistungen feste Gebühren. Das bedeutet, dass Enterprise auf relativ stabile Einnahmen zählen kann – und das hören Dividendenanleger ganz besonders gerne.

Beste Wahl

Wer vor allem eine hohe Rendite will, ist mit Enterprise Products Partners gut bedient. Die Rendite des Unternehmens könnte nicht mehr allzu lange so hoch bleiben, da sich der Aktienkurs erholt, darum sollte man wohl nicht mehr zu lange warten.

Wer allerdings das gesamte Paket bevorzugt – hohe Rendite, starkes Wachstum und eine günstige Bewertung –, für den dürfte AbbVie die richtige Wahl sein. Selbst mit zunehmendem Wettbewerb für Humira scheint AbbVie einen Plan zu haben, um ein zweistelliges prozentuales Gewinnwachstum zu erzielen und gleichzeitig die Dividendenausschüttung weiter zu erhöhen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Celgene. Keith Speights besitzt Aktien von AbbVie und Celgene. Dieser Artikel erschien am 13.1.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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