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Tesla, Netflix und die entscheidenden Unterschiede

Die Aufmerksamkeit der letzten Woche gehörte zwei amerikanischen Technologieunternehmen: Tesla  (WKN:A1CX3T) und Netflix  (WKN:552484). Während Netflix seine Quartalszahlen zeigte und eine Preiserhöhung ankündigte, überraschte Elon Musk mit einer E-Mail an die Tesla-Mitarbeiter, in der er die Entlassung von 7 % der Vollzeitangestellten bekanntgab und begründete:

„Obwohl wir große Fortschritte gemacht haben, sind unsere Produkte für die meisten Menschen immer noch zu teuer.“

Während Netflix seine Preise – zumindest in der Vergangenheit – kontinuierlich erhöhen kann und dennoch neue Kunden hinzugewinnt, muss Tesla kämpfen und die Kosten drücken, um künftig mehr Autos verkaufen zu können.

Möglichst vielen Menschen lokal emissionsfreie Mobilität zugänglich zu machen ist ein ehrenwertes Ziel, dennoch zeigen diese unterschiedlichen Entwicklungen: Die Preissetzungsmacht bei Netflix muss derzeit stärker sein als bei Tesla.

Beim Vergleich der Preissetzungsmacht mit anderen Autobauern würde Tesla sicher besser abschneiden. Der Vergleich mit Netflix ist an dieser Stelle daher vielleicht nicht ganz fair. Dennoch bietet dieser Punkt einen guten Aufhänger für weitere Vergleiche der beiden Unternehmen. An anderer Stelle hat meiner Meinung nach nämlich Tesla die Nase vorn.

Weitere Unterschiede zwischen Tesla und Netflix

Bevor wir auf die weiteren Unterschiede eingehen, zunächst noch eine Gemeinsamkeit der beiden Unternehmen. Ich persönlich würde nämlich sowohl Tesla als auch Netflix als kapitalintensiv bezeichnen.

Netflix erkauft sich seine derzeitige Preissetzungsmacht mit unglaublichen Summen für ständig neue und aufwendigere Inhalte. Tesla hingegen muss wohl noch sehr viel Geld in neue Produktionsstandorte investieren, um weiterhin derart faszinierende Wachstumsraten aufrechtzuerhalten wie in den vergangenen Jahren.

Mit Blick auf die notwendigen Investitionen besitzt Tesla in meinen Augen dennoch einen entscheidenden Vorteil gegenüber Netflix. Anders als Netflix hat Tesla im letzten veröffentlichten Geschäftsquartal nämlich bereits einen positiven freien Cashflow erzielt; also im operativen Geschäft mehr Geld verdient, als man für notwendige Investitionen ausgeben musste. Der Grund liegt meiner Meinung nach in der zeitlichen Relevanz der getätigten Investitionen.

Während die teuren Inhalte von Netflix nur sehr kurzfristig einen Wert besitzen – wer schaut sich denn schon eine alte Serie an, wenn alle anderen schon über die neue Serie reden –, spucken die einmal gebauten Tesla-Fabriken tagtäglich neue Autos aus, die für kontinuierliche Umsätze ohne zusätzliche Investitionen sorgen. Die Investitionen von Tesla sind im Vergleich mit den Netflix-Investitionen also deutlich langlebiger.

Interessanterweise scheint dem Markt die Preissetzungsmacht von Netflix derzeit deutlich besser zu schmecken als der freie Cashflow von Tesla. Denn trotz eines jährlichen Umsatzwachstums von unglaublichen 95 % in den letzten fünf Jahren, wird Tesla derzeit noch nicht einmal mit dem Dreifachen seiner Umsätze der letzten zwölf Monate bewertet. Netflix hingegen erhält vom Markt trotz eines jährlichen Umsatzwachstums in den vergangenen fünf Jahren von lediglich 27 % eine Bewertung mit dem beinahe Zehnfachen des derzeitigen Umsatzes.

Das perfekte Unternehmen: hohe Preissetzungsmacht bei geringem Kapitalbedarf

Dürfte ich mir ein Unternehmen schnitzen, dann wäre es ein Unternehmen mit einer Preissetzungsmacht wie Netflix, aber einem deutlich geringeren Kapitalbedarf. Leider gibt es diese Kombination nicht sehr oft. Denn, Preissetzungsmacht bekommt man in der Regel nicht geschenkt. Netflix-Investoren erleben das mit Blick auf die Cashflow-Rechnung Quartal für Quartal aufs Neue.

Ein Indiz für die Kombination aus Preissetzungsmacht und geringem Kapitalbedarf sind übrigens hohe Gesamtkapitalrenditen. Da sich die Gesamtkapitalrendite aus dem Verhältnis des Gewinns und dem eingesetzten Kapital ergibt, zeugt eine hohe Gesamtkapitalrendite sowohl von Preissetzungsmacht (hohe Gewinne) und geringem Kapitalbedarf (geringes Gesamtkapital).

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