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Henkel-Aktie in Turbulenzen: Müssen wir uns Sorgen machen?

Foto: Getty Images

Die Firma Henkel (WKN:604843) ist ein Urgestein der deutschen Wirtschaft. Mit so bekannten Marken wie Persil, Schwarzkopf, Purex und Loctite ist der Konzern sowohl bei Privatleuten als auch bei Firmen gleichermaßen beliebt. Doch jetzt sind ein paar dunkle Wolken aufgezogen. Nach Bekanntgabe der vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2018 am 21. Januar ging die Aktie auf Tauchstation.

Die Aktie steht unter Druck

Nachdem die vorläufigen Ergebnisse und der Ausblick für das Jahr 2019 veröffentlicht worden sind, ist die Henkel-Aktie von den Analysten regelrecht abgestraft worden. Viele senkten die Daumen und schickten die Aktie damit gleich mal auf ein Vierjahrestief. Man könnte fast meinen, die gesamte Zunft der Finanzorakel hätte sich gegen Henkel verschworen.

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Aber so ist das nun mal, findet man ein Haar in der Suppe, wird gleich gnadenlos abgestraft. Bei Henkel war es das 300 Mio. Euro umfassende Investitionsprogramm, das Konzernchef Van Bylen verkündet hat. Man fürchtet hier wohl steigende Ausgaben und Druck auf die Margen. Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern), so wird spekuliert, soll dieses Jahr wohl etwas zurückgehen und unter dem des Vorjahres liegen.

Wir schauen mal über den Tellerrand hinaus

Richtig ist, dass der Umsatz gegenüber dem Umsatzrekord von 20 Mrd. Euro im Jahr 2017 im letzten Jahr auf 19,9 Mrd. Euro zurückgegangen ist. Allerdings machten sich bei dem Konzern negative Währungseffekte bemerkbar. Währungsbereinigt hätte der Umsatz um 1,1 Mrd. höher gelegen. Das vorgestellte Investitionspaket soll in erster Linie dazu dienen, Wachstumschancen in Konsumgütergeschäften zu nutzen und die digitale Transformation zu beschleunigen, heißt es in dem Bericht von Henkel. Man will weiter die Einführung neuer Marken und Innovationen zügig vorantreiben und die Effizienz erhöhen.

Digitale Transformation! Das bedeutet für Henkel Ausbau der direkten Interaktion mit Kunden und Konsumenten über digitale Kanäle, Stärkung der digitalen Infrastruktur des Unternehmens und Investitionen in neue Analysetools. Das Unternehmen macht sich also fit für die Zukunft und tut alles, um sich in der neuen digitalen Welt zu behaupten, seine Marken zu stärken und das Wachstum voranzutreiben.

Aber wie andere Unternehmen aus der Branche, so steht auch Henkel noch vor großen Herausforderungen. Nehmen wir hier als Beispiel Reckitt Benckiser (WKN:AOM1W6). Auch dort müssen wohl die Margen angepasst und das Produktportfolio verändert werden. Doch für Henkel sind die Probleme nicht unlösbar. Ich denke, man kann zuversichtlich sein, dass von Konzernseite das Nötige getan wird, um das Unternehmen so zu formen, dass es dem harten Wettbewerb gewachsen ist.

So könnte die Zukunft aussehen

Leider findet die Henkel-Aktie derzeit noch keinen Boden und hat inklusive des jetzigen Kursrutsches in den letzten 12 Monaten 25 % an Wert verloren. Schaut man aber auf das KGV von 15, erscheint Henkel jetzt für Investoren attraktiver (28.01.2019).

Die Dividendenrendite liegt, bedingt durch den niedrigen Kurs, im Moment bei 2,2 %. Wie sind nun also die Aussichten für Investoren bei der Aktie von Henkel? Man könnte denken, es sieht besser aus, als uns die Analysten und der Aktienkurs weismachen wollen. Konzernlenker Van Bylen beabsichtigt mit seinen geplanten Maßnahmen alles zu tun, um den Konzern langfristig wieder zu neuen Höhen zu führen. Auch wurde bekannt gegeben, die Dividendenpolitik zu verändern und die Aktionäre erheblich mehr am Gewinn zu beteiligen. Die Ausschüttungsquote ist moderat und soll vom derzeitigen Korridor von 25 bis 35 % ab dem Geschäftsjahr 2019 auf 30 bis 40 % erhöht werden.

Das alles sieht für Foolishe Investoren nicht unbedingt nach einem negativen Szenario aus. Denn wenn es Henkel gelingt, von den geplanten Maßnahmen zu profitieren, sollte es mit dem Aktienkurs langfristig wieder nach oben gehen. Wer jetzt einsteigt, kann sich zu einem günstigen Preis an einem soliden Unternehmen mit ausgezeichneten Wachstumsperspektiven beteiligen. Und eine demnächst noch etwas höhere Dividende gibt es obendrauf.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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