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Apple entlässt Leute bei seinem Autoprojekt

Vor langer Zeiten hatten sowohl Verbraucher als auch Investoren die große Hoffnung, dass Apple (WKN:865985) eines Tages ein autonomes Elektroauto auf den Markt bringen könnte. Berichte über die geheimnisvolle Initiative, das so genannte Project Titan, tauchten erstmals 2015 auf, und zu diesem Zeitpunkt hoffte Apple Berichten zufolge, 2019 ein Elektrofahrzeug auf den Markt zu bringen. Wir schreiben das Jahr 2019, doch das Schicksal des Projektes  sieht sehr düster aus.

Im Jahr 2016, als der langjährige Hardware-Experte Bob Mansfield (der das Projekt leitet) sich entschied, sich auf die Entwicklung autonomer Fahrtechnologien zu konzentrieren, anstatt auf die Fertigung, entließ Apple Hunderte von Mitarbeitern, die im Project Titan involviert waren. Im Laufe der Jahre wurden Testfahrzeuge gesichtet, und CEO Tim Cook bestätigte 2017 öffentlich, dass Apple „sich auf autonome Systeme konzentriert“. Nach fünf Jahren bei Tesla kehrte der Ingenieur Doug Field 2018 zu Apple zurück, um am Project Titan mitzuarbeiten.

CNBC meldete kürzlich, dass Apple weitere 200 Mitarbeiter, die am Project Titan beteiligt waren, entlassen hat.

Autonomes Fahren ist „das ehrgeizigste maschinelle Lernprojekt aller Zeiten“

Project Titan war angeblich auf rund 1.000 Mitarbeiter angewachsen, aber es ist unklar, wie viele Mitarbeiter Apple zusätzlich für die Entwicklung der autonomen Systeme eingesetzt hat. Die Entlassungen stehen im Zusammenhang mit der Rückkehr von Field, da er und Mansfield nun das Projekt gemeinsam leiten und einige Umstrukturierungen erforderlich waren, so der Bericht. Einige davon betroffene Mitarbeiter konnten aber in andere Unternehmensbereiche wechseln.

Apple bestätigte CNBC gegenüber die Entlassungen und bekräftigte seine Überzeugung, dass „es eine riesige Chance bei autonomen Systemen gibt“ und dass die Initiative „das ehrgeizigste Projekt maschinellen Lernens aller Zeiten“ ist. Das klingt weitgehend nach Cook, der früher einmal die autonome Fahrtechnik als „die Mutter aller KI-Projekte“ bezeichnet hatte.

Apple testet immer noch aktiv

Es ist anzumerken, dass Apple trotz des Personalabbaus die Entwicklung weiter vorantreibt. Der Tech-Titan hat noch Testfahrzeuge auf der Straße, von denen eines erst im Oktober an einer Kollision beteiligt war. Das Testfahrzeug wurde von einem Toyota Camry im manuellen Modus seitlich gestreift. Bereits im August verzeichnete man eine Kollision, als ein Testfahrzeug von einem Nissan Leaf geschnitten wurde, als es auf die Schnellstraße auffahren wollte. Das Apple-Testfahrzeug fuhr bei diesem Vorfall im autonomen Modus.

Unternehmen, die selbstfahrende Autos auf öffentlichen Straßen in Kalifornien testen, sind verpflichtet, Berichte über Kollisionen und Übernahmen (wenn ein Sicherheitsfahrer das autonome System deaktivieren und die Kontrolle übernehmen muss) beim Department of Motor Vehicles des Staates einzureichen. Der Staat hat seit 2014 129 Kollisionsberichte erhalten, und Apple hat nur die beiden oben genannten Kollisionen gemeldet.

Was kommt als nächstes?

Das größte Geheimnis bleibt, was Apple mit der eigens entwickelten autonomen Technologie zu tun gedenkt. Die Lizenzierung der Technologie ohne die zugrunde liegende Hardware ist nicht typisch für Apple, ebenso wenig wie der Bau einer modularen Reihe von Sensoren, die nachgerüstet oder in einem Fahrzeug eines Drittanbieters montiert werden könnten.

Das Unternehmen scheint nur sicher zu wissen, dass autonome Antriebssysteme in Zukunft unglaublich wichtig sein werden und viele Jahre der Entwicklung und Milliarden von US-Dollar an Investitionen in Forschung und Entwicklung erfordern werden. Apple bewegt sich weiterhin vorwärts, auch wenn es auf dem Weg einige Turbulenzen gibt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple und Tesla. The Motley Fool hat die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA, auf Englisch verfasst und am 24.01.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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