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Cannabis: 2018 war hart, aber dieser Top-ETF ist härter

Foto: Getty Images.

2018 war ein wichtiges Jahr für die Cannabisbranche. Zentrale Ereignisse wie die Legalisierung in ganz Kanada führten zu riesigen neuen Absatzmöglichkeiten für angehende Marihuanazüchter, und Investoren machten sich mit einigen der neuen Namen vertraut.

Aber aus Sicht der Anleger war 2018 nicht gerade großartig für Marihuana-Aktien. Die nämlich verloren hier und da massiv an Wert, und selbst breit aufgestellte Anlagen wie der börsengehandelte Fonds ETFMG Alternative Harvest ETF (WKN:A2DGUJ) konnten erhebliche Verluste nicht vermeiden. Dennoch ist Alternative Harvest gut in das Jahr 2019 gestartet, und optimistische Investoren hoffen, dass mit dem neuen Jahr auch wieder mehr drin sein wird.

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Wie sich Alternative Harvest im Jahr 2018 entwickelt hat

2018 ging es für den Alternative Harvest ETF auf und ab. Anstatt von Grund auf einen neuen Fonds aufzubauen, entschied sich der Fondsmanager ETFMG stattdessen dafür, einen bestehenden ETF mit einem völlig anderen Anlageschwerpunkt zu übernehmen und das Anlageziel zu ändern, um sich auf Unternehmen im Zusammenhang mit der Cannabisindustrie zu konzentrieren. Diese ziemlich breite Palette erlaubte es Alternative Harvest, in Pharmaunternehmen zu investieren, die sich mit medizinischem Cannabis beschäftigen, in Lieferanten von Verpackungen und Zubehör für Marihuanaprodukte, in Pflanzendüngerspezialisten sowie in herkömmliche Züchter von Cannabisrohpflanzen.

MJ via YCharts

Trotz anfänglicher Begeisterung lief es in der ersten Jahreshälfte 2018 eher schleppend. Die Stimmung in Bezug auf Cannabisunternehmen wurde neutraler, und es war unklar, ob die kleinen Akteure der Branche in der Lage sein würden, das Wachstum im Tempo der gesamten Branche mitzugehen.

Das änderte sich alles im Spätsommer und Frühherbst, als die Öffnung des kanadischen Cannabismarktes näherkam. Bis September hatte der ETF seine Verluste wieder ausgeglichen und lag für das Jahr um 30 % höher, und selbst bei der anschließenden Volatilität konnte der Fonds diese Gewinne mehrere Wochen lang aufrechterhalten.

Doch nach der Öffnung des kanadischen Marktes setzte sich der Pessimismus wieder durch. Die unvermeidlichen Herausforderungen bei der Öffnung eines Einzelhandelsmarktes in einem ganzen Land haben die Anleger beunruhigt. Kurzfristig orientierten Investoren, die schnelle Gewinne sehen wollten, wurde klar, dass Marihuana-Aktien dann doch eine Weile brauchen würden, um das volle Potenzial zu erreichen. Bis Ende des Jahres war Alternative Harvest dann um mehr als 20 % zurückgegangen.

Daten zum ETFMG Alternative Harvest ETF

Investitionsziel vorgegeben am 26.12.2017
Größe des ETF 652 Millionen USD
Kostensatz 0,75 %
Anzahl der Beteiligungen 38 Aktien

Quelle: ETFMG. Stand 8.1.2019.

Warum 2019 ein Wendepunkt für Alternative Harvest sein könnte

2019 zeigt allerdings ein ganz anderes Bild. Der börsengehandelte Fonds ist bereits in der ersten Handelswoche um mehr als 12 % gestiegen, und Cannabisinvestoren scheinen sich mehr auf die Aussichten des nachhaltigen Wachstums zu konzentrieren. Geduldige und erfahrene Anleger wissen, dass es Monate, wenn nicht gar Jahre, dauern wird, bis sich neue Märkte vollständig entwickeln, und die Unternehmen, die sich früh in Führungspositionen gebracht haben, werden wohl langfristig von günstigen Markttrends profitieren können.

Alternative Harvest hat auch die attraktivsten Wachstumswerte der Branche mit im Topf: Cronos Group (WKN:A2DMQY) ist mit fast 14 % die mit Abstand größte Beteiligung am ETF. Canopy Growth (WKN:A140QA), Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) und Tilray (WKN:A2JQSC) sind mit jeweils 6 % bis 7 % im Fonds dabei – also machen diese vier Aktien fast ein Drittel der ETF-Assets aus.

Nicht jeder ist davon überzeugt, dass diese Züchter die beste Wette im Cannabis-Business sein werden. Einige Anleger sind der Meinung, dass Anbieter von Nebenprodukten und -dienstleistungen besser abschneiden werden. Bislang hält Alternative Harvest aber keine Anteile am Immobilienspezialisten Innovative Industrial Properties (WKN:A2DGXH) oder dem Verpackungsdienstleister KushCo Holdings (WKN:A2N456). Gut möglich aber, dass der ETF sich in naher Zukunft auch mit diesen Playern beschäftigen wird.

Die Cannabisbranche ist nur schwer einzuschätzen, und die Unternehmen sind noch immer dabei, bei Kunden und Anlegern gleichermaßen in die Gunst zu kommen. Die Verluste von Alternative Harvest im Jahr 2018 waren natürlich enttäuschend, aber die soliden Gewinne im Jahr 2019 deuten auf eine mögliche Erholung hin – und könnten das Potenzial einer Investition in diese Branche aufzeigen.

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The Motley empfiehlt Aktien von Innovative Industrial Properties und KushCo Holdings. Dan Caplinger besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 8.1.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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