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3 Aktien, die die weltbesten Investoren jetzt kaufen

Es wäre eine fatale Strategie, ständig den Rat der Nachrichten zu befolgen. Schlagzeilen neigen dazu, Angst und Gier zu schüren, was viele dazu veranlasst, teuer zu kaufen und billig zu verkaufen — eine Todsünde an der Börse!  Jedoch wissen die besten Investoren, dass man die Nachrichten besser ignoriert und hochwertige Aktien bei Einbrüchen kauft.

Dies war nach dem jüngsten Ausverkauf des Marktes Ende 2018 der Fall. Obwohl die Panik groß war, sammelten erfahrene Aktionäre langfristig Aktien zu Schnäppchenpreisen ein. Drei Unternehmen, von denen unsere Foolishen Kollegen denken, dass du sie beobachten solltest, sind JPMorgan Chase (WKN:850628), Madison Square Garden (WKN:A1409W) und General Motors (WKN:A1C9CM).

Kaufe die großen Banken, wenn sie billig sind

Nicholas Rossolillo (JPMorgan Chase): Der Bankensektor war letztes Jahr ein regelrecht lausiger Ort, um Geld zu investieren. Gemessen am Dow Jones U.S. Bank Index sank der Sektor 2018 um 18 %. JPMorgan Chase war keine Ausnahme und fiel um 9 % gegenüber dem Vorjahr und um 20 % gegenüber seinem Höchststand im Herbst.

Wo es jedoch Schwierigkeiten gibt, kann man Geld verdienen, und diese Bank könnte auf deine Beobachtungsliste gehören. Im dritten Quartal 2018 nahm Warren Buffett die Aktie in das Portfolio von Berkshire Hathaway (WKN:854075) (WKN:A0YJQ2) auf, als der Preis um etwa 10 % höher war als zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes.

Es stimmt, dass das vierte Quartal 2018 für die Bank nicht besonders gut war, da sie seit geraumer Zeit erstmals wieder eine schlechtere Geschäftsentwicklung im Vergleich zu ihren eigenen Schätzungen verzeichnete. Ein großer Teil der negativen Ergebnisse ist auf die schlechte Entwicklung im Segment Anleihenhandel zurückzuführen, während die anderen Geschäftsfelder weiterhin gute Renditen erzielten. JPMorgan Chase bleibt ein gut geführtes Finanzinstitut und hat einige der besten Eigenkapitalrenditen in der Großbankenbranche.

Da die Aktien nun nur noch zu einem KGV von 10,6  gehandelt werden, könnte es jetzt an der Zeit sein, die Aktie  zu den eigenen Anlagen hinzuzufügen.

Live-Sportarten gehen nirgendwo sonst hin

Chuck Saletta (Madison Square Garden): Während des Marktrückgangs im Dezember nutzten Investoren mit verfügbaren Mitteln die Chance, Aktien solider Unternehmen zu erwerben, als sie billig waren. Dazu gehören die Silver Lake Group mit Sitz in Menlo Park und die Entscheidung, ihre Beteiligung an Madison Square Garden zu erhöhen. Die Silver Lake Group hat diese Beteiligung im Dezember sogar zweimal erhöht, so dass sie nun rund 4,9 % an der legendären Sportarena und den von ihr gehaltenen Franchises besitzt.

Wenn eine Organisation, die sich als “global führendes Unternehmen für Technologie-Investitionen” nennt, eine so große Beteiligung an einer Sportorganisation übernimmt – und diese innerhalb eines Monats zweimal erhöht – zeigt das ihre Entschlossenheit. Ein großer Teil davon beruht wahrscheinlich auf der Erkenntnis, dass in der heutigen Zeit der internetbasierten Unterhaltung, des Live-Sports und der Live-Veranstaltungen immer noch unglaubliche Einnahmen aus dem Ticketverkauf und den Übertragungsrechten generiert werden.

Ein gewisser Optimismus kommt jedoch von dem vorgeschlagenen Spin-off-Plan. Madison Square Garden besitzt nicht nur die Arena, die ihren Namen trägt, sondern auch die New York Knicks, die New York Rangers, New York Liberty, das Chicago Theatre sowie weitere Teams und Veranstaltungsorte. Es ist jedoch geplant, die Sportteams im Lauf des ersten Halbjahres in ein eigenständiges Unternehmen auszugliedern. Es wird erwartet, dass die Familie Dolan nach der Abspaltung die Kontrolle über beide börsennotierten Unternehmen behält, aber es besteht eine gute Chance, dass die Abspaltung Werte freisetzt, die in dem derzeit kombinierten Unternehmen noch verborgen sind.

Die Zukunft vorantreiben

Daniel Miller (General Motors): Es mag überraschen, aber zu einer Zeit, in der viele Investoren die Automobilhersteller in Detroit ausverkaufen, decken sich einige der besten Investoren der Welt mit Aktien von General Motors ein. So haben unter anderem Warren Buffetts Berkshire Hathaway, Edgar Wachenheims Greenhaven Associates und John Levins Levin Capital Strategies ihre Anteile an GM laut den letzten SEC-Meldungen erhöht.

Trotz des Pessimismus um die Automobilhersteller in einem nachlassenden nordamerikanischen Markt und der Beunruhigung über mögliche Handelskriege erhielt General Motors ein Upgrade von BMO Capital. Der Automobilhersteller lieferte sogar eine optimistische Prognose für 2019. Am Freitag, den 11. Januar, stieg die Aktie von GM, als CFO Dhivya Suryadevara bekannt gab, dass sich die Prognose für das Gesamtjahr 2019 gegenüber 2018 verbessern würde: Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag zwischen 6,50 und 7,00 US-Dollar, verglichen mit der Prognose für 2018 von rund 6,00 US-Dollar pro Aktie. Es wird auch ein bereinigter freier Cashflow für die Automobilsparte zwischen 4,5 und 6 Milliarden US-Dollar erwartet, der sich gegenüber den Prognosen für 2018 erhöht, welche rund 4 Milliarden US-Dollar vorsehen.

Aber einige der weltbesten Investoren kaufen GM nicht, weil 2019 besser aussieht als 2018. Vielmehr kaufen sie, weil die langfristige Zukunft gut aussieht. Im November kündigte GM eine Umstrukturierung an, die bis Ende 2020 zu Ersparnissen von rund 6 Milliarden US-Dollar führen würde. Dieses Kapital wird dazu beitragen, dass GM die Vermarktung von autonomen Fahrzeugen im Tochterunternehmen GM Cruise vorantreiben kann. RBC Capital hat GM Cruise mit 43 Milliarden US-Dollar bewertet und argumentiert, dass es bis 2030 durch den Betrieb einer Flotte selbstfahrender Autos 32 Milliarden US-Dollar an Jahresumsatz für GM generieren könnte.

Es gibt derzeit viel Pessimismus in der Automobilindustrie, aber wenn GM weiterhin in profitablere Fahrzeugsegmente investiert und sich als führendes Unternehmen bei selbstfahrenden Autos etabliert, könnte es die Investoren in den kommenden Jahrzehnten belohnen – und eine Reihe von Hedgefonds glauben, dass dies eine reale Möglichkeit ist.

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Dieser Artikel wurde von Chuck Saletta, Daniel Miller und Nicholas Rossolillo auf Englisch verfasst und am 16.01.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien).