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Wird 2019 das Dividendendebüt von Amazon sein?

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Der E-Commerce-Riese Amazon.com (WKN:906866) hat sich den ersten Platz im Aktienuniversum erobert, da seine Marktkapitalisierung nun über der einiger seiner größten Konkurrenten im Technologiebereich liegt, darunter Apple (WKN:865985) und Microsoft (WKN:870747). Obwohl die Amazon-Aktie in der letzten Jahreshälfte starke Kursverluste hinnehmen musste, verzeichnete sie 2018 dennoch solide Gewinne und übertraf damit die Verluste aus dem breiteren Aktienmarkt bei Weitem.

Doch Amazon hat es bisher versäumt, etwas zu tun, was Microsoft und Apple schon seit Jahren tun: seinen Aktionären eine Dividende zu zahlen. Amazon hat sich damit zufriedengegeben, seinen gesamten Cashflow wieder in sein Geschäft zu investieren, aber einige glauben, dass die Aktie besser abschneiden könnte, wenn sie sich dem Trend zur Dividendenzahlung anschließt. Im Folgenden werden wir genauer prüfen, ob 2019 der richtige Zeitpunkt für Amazon ist, um sein Dividendendebüt zu feiern.

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Statistiken

Kennzahl Aktueller Stand
Reingewinn der letzten 12 Monate 8,90 Mrd. USD
Freier Cashflow der letzten 12 Monate 13,36 Mrd. USD
Ergebnis je Aktie der letzten 12 Monate 17,85 USD
Gewinnwachstum im Gesamtjahr 2017 194 %

DATENQUELLE: YAHOO! FINANCE.

Warum Amazon eine Dividende zahlen sollte

Technologie-Start-ups zahlen nur selten Dividenden. Es braucht Zeit, bis diese kapitalintensiven Unternehmen erfolgreich sind und bei so viel bestehendem Wettbewerb im Technologiebereich kann eine verfrühte Kapitalrückgabe an die Aktionäre dazu führen, dass man nicht zu den Mitbewerbern aufschließen kann. Diese Strategie hat Amazon in den letzten 20 Jahren gut gedient, sodass das Unternehmen in vollem Umfang von den starken Perioden profitieren und gleichzeitig die unvermeidlichen Rückgänge überstehen konnte, die sich für viele der schwächeren Amazon-Pendants an anderer Stelle in der Branche als fatal erwiesen haben.

Aber jetzt hat Amazon erkannt, dass Teile seines Unternehmens die volle Reife erreicht haben. Der operative Cashflow des E-Commerce-Riesen ist sprunghaft gestiegen, und zwar von weniger als 5,5 Mrd. US-Dollar vor fünf Jahren auf fast 26,7 Mrd. US-Dollar in den letzten 12 Monaten.

Amazon, operativer Cashflow letzte 12 Monate. Daten von YCharts.

Der Jahresüberschuss stieg im vergangenen Jahr ebenfalls an, was zum Teil auf die positiven Auswirkungen niedrigerer Körperschaftsteuersätze zurückzuführen ist. Nach Jahren der Kritik an der minimalen Aufmerksamkeit für den Gewinn ist Amazon nun konsequent profitabel und hat sein Ergebnis drastisch gesteigert.

Braucht Amazon das Geld?

Allerdings hat Amazon immer Wege gefunden, sein Bargeld unter die Leute zu bringen, und die Zahlung einer Dividende würde natürlich weniger Geld für andere Nutzungen übrig lassen. In letzter Zeit hat das Unternehmen hart daran gearbeitet, um seine Bilanz wieder in Ordnung zu bringen, nachdem es bereits 2017 einen monumentalen Kauf getätigt hatte, als es für 13,7 Mrd. US-Dollar Whole Foods Market übernahm. Das sorgte dafür, dass man drei Jahre lang Schulden zurückzahlen musste und hinterließ langfristige Verbindlichkeiten von fast 25 Mrd. US-Dollar. Die kontinuierlichen Bemühungen um die Rückzahlung von Fremdkapital dürften anhalten, insbesondere bei steigenden Zinsen und angesichts der Möglichkeit, dass Amazon in Zukunft weitere strategische Übernahmen tätigen wird.

Auch bei den Investitionsausgaben bleibt Amazon aggressiv. Die Gesamtinvestitionen sind von weniger als 3,5 Mrd. US-Dollar im Jahr 2013 auf mehr als 13 Mrd. US-Dollar in den letzten 12 Monaten gestiegen. Unternehmen wie der Cloud-Computing-Gigant Amazon Web Services haben einen hohen Kapitalbedarf, zumal Forschung und Entwicklung nach wie vor notwendig sind, um den wachsenden Bedürfnissen der Nutzer gerecht zu werden.

Der Schlüssel zur Amazon-Dividende

Der vielleicht wichtigste Grund, warum Amazon keine Dividende zahlen muss, ist, dass CEO Jeff Bezos keinen Bedarf sieht. Bezos hat eine 16-prozentige Beteiligung an Amazon und jede Dividende, die das Unternehmen zahlen würde, hätte einen massiven steuerlichen Einfluss auf den CEO. Nur wenn sich die Bedürfnisse von Bezos änderen, würde sich auch diese Haltung wahrscheinlich ändern.

Außerdem hat Amazon trotz seines massiven Cashflows nicht genug Geld, um eine riesige Dividende zu zahlen. Bei fast einer halben Milliarde ausstehender Aktien würde es jeden Penny von Amazons rund 13 Mrd. US-Dollar an freiem Cashflow der letzten 12 Monate kosten, um eine Dividende von etwa 26 US-Dollar pro Aktie zu zahlen. Zu aktuellen Kursen wäre das eine Rendite von etwas über 1,5 % – nicht einmal genug, um den Marktdurchschnitt zu erzielen.

Aktuell ist es unwahrscheinlich, dass Amazon 2019 mit der Ausschüttung einer Dividende beginnt. Wenn das Unternehmen jedoch weiterhin ein enormes Wachstum seiner Erträge und seines Cashflows verzeichnet, könnte es in den nächsten Jahren an den Punkt kommen darüber nachzudenken, zumindest eine moderate Ausschüttung an die Aktionäre vorzunehmen.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einem Amazon-Tochterunternehmen, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten, eine Mitarbeiterin von LinkedIn, einem Tochterunternehmen von Microsoft, ist Mitglied im Vorstand von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 14.01.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Amazon und Apple und empfiehlt diese. The Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft und hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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