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Oho! Wird die Henkel-Aktie jetzt etwa zu einer wahren Dividendenperle?

Foto: Getty Images

Die Aktie von Henkel (WKN: 604840) startete in die neue Börsenwoche mit einer regelrechten Überraschung. Leider zum Negativen. Denn anstatt wie zuvor moderat zu wachsen, rechnet der Konzern für das kommende Jahr damit, dass er in diesem Zeitraum einen leichten Rückgang bei den Ergebnissen hinnehmen muss.

Als Grund für diese Belastung werden in erster Line Investitionen angeführt, mit deren Hilfe Henkel in Zukunft wieder in eine moderate, nachhaltige Wachstumsspur zurückfinden möchte. Vor allem Werbung dürfte hierbei ein wichtiger Aspekt sein, der viele Marken des deutschen Hygieneartikelherstellers wieder in die tagtägliche Wahrnehmung der Konsumenten pushen soll.

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Doch neben dieser operativen künftigen Einbuße verkündete Henkel ebenfalls klammheimlich (oder zumindest weitgehend unbemerkt), dass sich künftig etwas an der hauseigenen Dividendenpolitik ändern wird. Schauen wir daher mal, was das konkret ist und ob das womöglich ausreichend sein könnte, um die Henkel-Aktie für alle Einkommensinvestoren etwas attraktiver zu gestalten.

Inwiefern die Dividendenpolitik angepasst werden soll

Ganz konkret plant Henkel nun bezogen auf seine Dividendenpolitik, in den kommenden Jahren die Ausschüttungsquote moderat zu erhöhen. Und falls dir dieser Begriff bislang noch nichts sagen sollte: Hierunter verstehen Investoren den Anteil, der vom Ergebnis oder Gewinn eines Unternehmens (in diesem Fall Henkel) letztlich in Form der Dividenden ausgeschüttet werden soll.

Um es bezogen auf Henkel kurz und schmerzlos zu machen: Der Pril- und Persilhersteller möchte hier in den kommenden Jahren nun rund 30 % bis 40 % seiner Gewinne ausschütten, anstatt wie zuvor 25 % bis 35 %.

Nun, man kann an dieser Stelle natürlich viel darüber philosophieren, was das ganz konkret bedeutet und wie man diese neue Entwicklung einstufen möchte. Für mich scheint es allerdings so, als wolle der Hygienekonzern in den kommenden Jahren einen ersten Schritt von einer eher vernachlässigbaren Dividendenpolitik hin zu einer moderaten Dividendenpolitik wagen, die sich möglicherweise für alle Einkommensinvestoren durchaus lohnen könnte.

Was das in konkreten Zahlen bedeuten dürfte

Dennoch dürften sich viele Einkommensinvestoren nun die Frage stellen, was diese Steigerung von rund 5 % bei der Ausschüttungsquote denn im Endeffekt für die Dividende beziehungsweise die Dividendenrendite bedeuten könnte. Werfen wir in diesem Kontext daher am besten einen vergleichenden Blick auf die Ausschüttung im vergangenen Jahr.

Im Jahr 2018 zahlte Henkel eine Dividende je Stammaktie in Höhe von 1,77 sowie 1,79 Euro je Vorzugsaktie aus. Und sofern wir diese Werte nun um durchschnittlich 5 % erhöhen, so wie der neue Ausschüttungsrahmen es im Schnitt ja nun mal vorsieht, erhalten wir potenzielle Ausschüttungen für das Geschäftsjahr 2018 – also in 2019 – in Höhe von 1,86 Euro je Stammaktie sowie 1,88 für jede Vorzugsaktie. Und hierbei ist ein mögliches Gewinnwachstum im vergangenen Jahr übrigens noch nicht eingepreist.

Unterm Strich könnte Henkel daher bei den aktuellen Kursniveaus von 79,50 Euro je Stammaktie und 86,26 Euro je Vorzugsaktie auf Dividendenrenditen von 2,33 % und 2,17 % kommen. Durchaus moderat, aber auch durchaus interessant.

Foolishes Fazit

Wie ein vergleichender Blick auf die historischen Dividendenrenditen von Henkel nämlich zeigt, sind derartige Ausschüttungen für den deutschen Hygienefabrikanten durchaus hoch. In den meisten Jahren kam Henkel lediglich auf Dividendenrenditen von 1,xx %. Dass nun die 2 im kommenden Jahr vorne stehen könnte, dürfen wir daher historisch gesehen als Seltenheit betrachten.

Natürlich sind die moderat erhöhte Ausschüttungsquote sowie der aktuelle Abverkauf im Nachgang der Gewinnwarnung für 2019 dafür verantwortlich. Sofern man allerdings auf der Suche nach einer prinzipiell defensiven Dividendenaktie mit einer historisch hohen – wenngleich auch immer noch moderaten – und sogar prinzipiell wachsenden Dividendenrendite ist, könnte Henkel plötzlich durchaus interessant geworden sein. Zumindest, wenn man auch langfristig weiterhin an das Unternehmen Henkel an sich glauben sollte.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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