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So baut WIRECARD sein IMPERIUM immer weiter aus

Foto: Wirecard AG

Die Wirecard (WKN: 747206)-Aktie ist zweifellos eine der großen Gewinner der letzten Jahre.  Innerhalb der letzten zehn Jahre legte sie etwa 3.865 % zu, während der DAX nur etwa 162 % stieg (21.01.2019).

Auch die Ergebnisse sprechen für sich. So verbesserten sich im Zeitraum 2008 bis 2017 der Umsatz von 197 auf 1.490 Mio. Euro und der Gewinn von 42 auf 260 Mio. Euro. Und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. So gehen die Schätzungen bis 2022 von einem Umsatz in Höhe von 5.064 Mio. Euro und einem Gewinn von 1.178 Mio. Euro aus, was einer weiteren enormen Steigerung entsprechen würde.

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Wie das deutsche Powerhouse sein Geschäft aktuell weiter ausbaut, erfährst du hier.

Kooperation mit Swatch

Bargeldloses Zahlen ist auf dem Vormarsch. So wissen in China viele Jugendliche schon gar nicht mehr, wie eine Geldbörse aussieht, sie wollen nicht ständig Bargeld mit sich herumtragen. Viel praktischer ist das Bezahlen per Smartphone oder Smartwatch. Und hier kommt Wirecard mit seinen digitalen Finanztechnologien ins Spiel.

Zuletzt schloss Wirecard mit dem bekannten Schweizer Uhrenhersteller Swatch (WKN: 865126) eine Kooperation. In Folge können ab 1. Februar 2019 alle SwatchPAY!-Kunden mittels der Wirecard-Technologie boon in Geschäften, die Mastercard akzeptieren, sehr einfach mit ihrer Uhr bezahlen. Davon profitieren beide Unternehmen gleichermaßen.

Expansion des Chinageschäfts mittels United Money Exchange

Während es vielen Unternehmen aufgrund der Regulierungen schwer fällt, voll vom chinesischen Wachstum zu profitieren, hat es Wirecard etwas einfacher. So arbeitet das Unternehmen dort mit dem größten Unternehmen für Währungswechsel (United Money Exchange) zusammen. Und dieses zählt Millionen chinesischer Kunden.

So wird Wirecard zukünftig über United Money Mehrwährungs-Visa-Karten herausgeben, die sich speziell an chinesische Touristen richten. Die Kunden können ihre Karte vor der Reise aufladen und den Wechselkurs bestimmen und so noch einfacher und sicherer im Ausland bezahlen.

Wechselkursschwankungen sind für die Touristen deshalb weniger problematisch und die Karten ersetzen Bargeld und Reisechecks. Wirecard wird auch zukünftig sein Geschäft mit United Money Exchange in China weiter ausbauen und so Millionen von Kunden erreichen.

Digitale Bezahllösungen erhöhen den Umsatz

Je einfacher und bequemer ein Kunde einkaufen und bezahlen kann, desto mehr wird er in den meisten Fällen einkaufen. Diese Erfahrung haben schon viele Konsumenten gemacht. Wenn wir uns in einem Geschäft wohl fühlen, kaufen wir automatisch mehr ein und kommen auch gern wieder. Weil Wirecard den Bezahlkomfort der Kunden erhöht, ist es so erfolgreich.

Ein Beispiel ist Wirecards Zusammenarbeit mit Ringana (in Europa führend bei natürlichen und nachhaltigen Kosmetika). Auch aufgrund Wirecards Zahlungsprozesse stieg der Umsatz des Kosmetikunternehmens seit 2015 um fast 200 %. Deshalb wird Wirecard zukünftig auch für Ringanas Schulungsveranstaltungen die Akquise von Vertragspartnern, die Zahlungen per Kreditkarte akzeptieren, übernehmen.

Ein weiteres Beispiel, wie Wirecard den Umsatz seiner Kunden steigert, ist die Kooperation mit der real GmbH, einer führenden deutschen Hypermarkt-Kette. Seit 2017 wickelt Wirecard Kreditkartenzahlungen für real über dessen Onlineshop ab und wird zukünftig, aufgrund des Erfolgs, auch digitale Zahlungen für dessen Lebensmittelshop abwickeln. Zwar erscheint es heute noch eine Utopie, aber zukünftig werden wohl auch viele Lebensmittel aus Gründen der Bequemlichkeit online bestellt.

Foolishes Fazit

Dies waren nur einige wenige Beispiele, wie Wirecard sein Geschäft weiter ausbaut. Das Wachstum wird sich also über die kommenden Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit fortsetzen. Anleger sollten aber auch nie die Bewertung der Aktie aus den Augen verlieren. Mit einem 2019er Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 35 liegt die Aktie auf dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (21.01.2019), aber noch immer etwas über der langfristigen Wachstumsrate, die bei etwa 26 % liegt.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Swatch Group.

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