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Elon Musk möchte, dass wir das Internet aus dem Weltraum streamen

Foto: The Motley Fool.

Elon Musk möchte, dass du auf Streaming umsteigst. Er versucht, 500 Mio. US-Dollar für sein SpaceX-Raketenunternehmen zu sammeln, um den Weltraum mit bis zu 12.000 Satelliten im Orbit zu bestücken, mit denen er Hochgeschwindigkeits-Internetdienste anbieten will – und er will die ersten bis Mitte des Jahres in den Weltraum bringen.

Das mag ehrgeizig erscheinen, aber jeder, der Musk dabei beobachtet hat, wie er SpaceX, Tesla (WKN:A1CX3T) oder gar seine Boring Company vorwärts treibt, weiß, dass der Mann groß denkt. Billiges Internet für jedermann rund um den Globus verfügbar zu machen und die Hälfte des weltweiten Datenverkehrs durch seine Konstellation von Starlink-Satelliten zu leiten? Für den Mann, der wohl einer der visionärsten Unternehmer von heute ist, ist auch so ein Vorhaben nur ganz normaler Alltag.

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Laserschnelle Kommunikation

Anfang letzten Jahres schickte SpaceX zwei Prototypensatelliten in die Umlaufbahn, Tintin A und Tintin B, und installierte eine Reihe von Bodenstationen im ganzen Land, um mit ihnen zu kommunizieren. SpaceX plant, in den nächsten Jahren 1.600 Satelliten zu starten und bis 2025 soll das System über 12.000 Satelliten verfügen.  (Es wird in Betrieb gehen, wenn 800 Satelliten im Orbit sind.)

Im Orbit empfängt Starlink Signale von Bodenstationen über Funkwellen. Der Satellit verbreitet dann die Signale mit Lasern an die anderen Satelliten – und wenn ein Signal über den Satelliten sein Ziel erreicht hat, wird es wieder mit Funkwellen nach unten gestrahlt. Der Prozess wird die Kommunikation auf eine Geschwindigkeit beschleunigen, die etwa doppelt so hoch ist wie bei Glasfasern.

Das Versprechen des Systems ist, dass es drahtlose Direktverbindungen zu den Verbrauchern bereitstellt, anstatt Signale über mehrere Wegpunkte umzuleiten, wie es bei Kabel- und beim vorhandenen Satellitenfernsehen der Fall ist, was zu relativ teuren Diensten führt. SpaceX ist bestrebt, die Kosten für Internetdienste für jedermann drastisch zu senken.

Alles oder nichts

Satelliten mit niedriger Umlaufbahn sind jedoch keine einwandfreie oder risikolose Lösung. Es gibt Bedenken hinsichtlich der Fülle von Weltraumschrott im Erdorbit. Unterdessen schätzt das Institute of Electrical and Electronics Engineers, dass alle sechs Jahre die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung oder eines Todes durch einen Starlink-Satelliten besteht, der auf die Erde fällt.

Obwohl ein großer Teil eines Satelliten beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verbrennen wird, bleiben dennoch Teile übrig. Die SpaceX-Satelliten, die in einem regelmäßigen Rhythmus gestartet werden, bis alle 11.927 im Orbit sind, werden sechs Jahre nach dem Start der ersten Tranche mit schöner Regelmäßigeit vom Himmel fallen, wobei durchschnittlich fünf pro Tag wieder in die Atmosphäre eintreten werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner Satellit einen Todesfall verursacht, ist extrem gering, aber wenn so viele Satelliten wieder in die Atmosphäre eintreten, summiert sich das Risiko.

Natürlich läuft nicht alles so, wie Musk es beabsichtigt. Tesla verfehlte knapp sein Produktionsziel für das Model 3 im vierten Quartal und senkte den Preis des Fahrzeugs um 2.000 US-Dollar, was die Aktie ins Wanken brachte. Auch die jüngste Meldung der Boring Company über einen Tunnel unter Los Angeles sorgte für große Skepsis. Statt des versprochenen autonomen 16-Personen-Fahrzeugs, das mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 Meilen pro Stunde unterwegs sein sollte, fuhr ein speziell ausgestatteter Tesla mit 50 Meilen pro Stunde auf einem unebenen Schienensystem.

Denke jedoch daran, dass die 247.000 Teslas, die 2018 ausgeliefert wurden, fast die Anzahl der Fahrzeuge erreichten, die Tesla in allen Vorjahren zusammen geliefert hatte. Außerdem war die Tunneldemo genau das: ein Prototyp dessen, was Musk sich am Ende vorstellt – und der Tunnel ist nur eine Meile lang, also sind superschnelle Geschwindigkeiten nicht praktikabel. Außerdem ist der Tunnel, der für nur 10 Mio. US-Dollar gebaut wurde, wesentlich billiger als die 200 bis 500 Mio. US-Dollar pro Meile, die lokale Regierungen normalerweise für den Bau von U-Bahnen bezahlen.

Um fair zu sein, muss man dazu sagen, dass der Tunnel auf und neben dem Grundstück von SpaceX gebaut wurde. Ein Tunnel mitten in einer Großstadt wird nicht so einfach oder billig zu bauen sein wie der Demo-Tunnel – tatsächlich hat Musk den Bau eines seiner Testtunnels unter Los Angeles wegen der Opposition gegen das Projekt abgebrochen –, aber er wird wahrscheinlich immer noch deutlich billiger sein als die Kosten für die heute gebauten Tunnel.

Foolisches Fazit

Musk will einen Menschen auf den Mars bringen und die Einnahmen aus seiner Konstellation von Starlink-Satelliten wären das Mittel, um sie zu finanzieren. Obwohl diese riesige Anzahl von Satelliten, die die Erde umkreisen, ein Risiko darstellt (sowohl für die Erde als auch für Musk), ist es durchaus wahrscheinlich, dass er dabei ist, einen neuen Weg einzuschlagen, der die Art und Weise, wie wir uns über das Internet miteinander verbinden, radikal verändern wird.

Allein das sollte die Kabelbetreiber aufschrecken, deren Geschäft völlig umgestaltet werden könnte. Und das sollte sicherlich ein wichtigeres Anliegen für den Durchschnittsmenschen sein als die Frage, ob Tintin A oder Tintin B auf sein Haus fallen wird.

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Dieser Artikel wurde von Rich Duprey auf Englisch verfasst und am 12.01.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

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