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Toyota Motor vs. Tesla – welche Aktie ist der bessere Kauf?

Foto: Getty Images

2018 war ein hartes Jahr für Autoaktien. Grund dafür waren schwächere Absätze in den USA und China, der Preisdruck in Europa und Sorgen um den Handelskrieg. Wenn gleich eine ganze Branche in Ungnade fällt, bietet sich Investoren natürlich meist eine schöne Chance. Aber welche Automobilhersteller ist in den derzeitigen unruhigen Märkten eine Wette wert?

Schauen wir doch mal, wie einer der größten Autohersteller der Welt, Toyota Motor (WKN:853510) im Vergleich zum E-Auto-Startup Nummer eins, nämlich natürlich Tesla (WKN:A1CX3T), abschneidet.

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Bewertung und Aktienperformance

Weder Tesla noch Toyota hatten ein besonders tolles Jahr an der Börse. Mit Stand Ende Dezember ist Toyota um etwa 8 % gefallen, während das äußerst volatile Tesla gestiegen ist – aber das ist natürlich immer nur eine Momentaufnahme.

Performance via YCharts

Die üblichen Bewertungskennzahlen im Bereich Ertrag bringen uns hier nicht viel. Toyota wird bei etwa dem 7-fachen seines vergangenen Gewinns gehandelt, während Tesla im gleichen Zeitraum einen Verlust verbuchte.

Eigentlich handelt es sich um sehr unterschiedliche Arten von Aktien. Toyota ist solide profitabel und relativ stabil, hat gute Cash-Reserven und eine starke Bonität. Tesla nicht. Obwohl es dem Unternehmen gelungen ist, in der Vergangenheit (zuletzt im vergangenen Quartal) hier und da einen Quartalsgewinn berichten zu können, bleibt man nach wie vor den Jahresgewinn schuldig.

Ein grundlegender Vergleich zwischen diesen beiden Unternehmen ist nicht wirklich sinnvoll. Toyota ist einer der größten Automobilhersteller der Welt, ein wahres Wunder an Produktivität mit weltweiter Reichweite und Millionen zufriedener Kunden. Derzeit ist Tesla am besten als Nischenproduzent zu betrachten, der jährlich einige hunderttausend gehobene Elektroautos für technisch versierte Kunden herstellt.

Aber Toyota dürfte mit Stand jetzt wohl nicht mehr ganz so rasant wachsen, während Teslas Wachstumspotenzial fast unbegrenzt erscheint – zumindest, wenn man den glühendsten Verehrern der Marke glauben schenken mag.

Teslas Story wirft die wichtigste Frage auf

Teslas Bewertung wird ausschließlich von seiner Story bestimmt. Vom Aspekt des Storytellings her ist das eine tolle Sache: Teslas Fans zufolge investiert CEO Elon Musk in die Zukunft – also in E-Fahrzeuge, grüne Energie, Weltraumforschung – und das genau jetzt und direkt vor unseren Augen. Das kann man natürlich nicht mit dem herkömmlichen, guten alten Toyota vergleichen.

Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass das Wachstumspotenzial von Tesla manchmal grenzenlos erschien. Im April 2017 veröffentlichte Analyst Adam Jonas von Morgan Stanley ein Memo, das besagte, dass der gesamte Markt von Tesla am Ende bis zu 15 Billionen USD betragen könnte.

Nur mal so zum Vergleich: 15 Billionen USD sind etwa ein Fünftel des gesamten Bruttoinlandsprodukts der Welt. Wenn Analysten großer Banken solche Dinge sagen, ist es klar, dass die Erwartungen an den Aktienkurs von Tesla immens sind. Kein Wunder also, dass ein Nischen-Autohersteller, der hofft, rund 340.000 Autos in diesem Jahr zu liefern, derzeit eine Marktkapitalisierung von etwa 51 Milliarden USD hat.

Aber trotz des Gewinns des vergangenen Quartals hat Teslas Story im vergangenen Jahr ziemlich gelitten. Tesla hatte monatelang zu kämpfen, um seine Limousine Model 3, den lang versprochenen „Massenmarkt“-Tesla, in die Serienproduktion zu bringen. So investierte das Unternehmen ein Vermögen (und mehrere Monate) in die Installation einer hochautomatisierten Produktionslinie, nur um einen Teil davon hastig wieder abzureißen, weil der nicht wie erwartet funktioniert hat.

Es ist anderthalb Jahre her, seit die Produktion des Model 3 offiziell startete, und Tesla hat immer noch Schwierigkeiten, eine konstante, hohe Produktionsrate aufrechtzuerhalten. Inzwischen ist die Qualität zu einem ernsthaften Problem geworden, da die Käufer nach wie vor berichten, dass ihr Model 3 mit fehlenden Teilen oder erheblichen Fehlern im Lack geliefert wurde. (Teslas Reaktion darauf bestand in Vergünstigungen für Käufer, die sich ohne Probefahrt zum Kauf entscheiden. Kein Witz.)

Tesla hat noch andere Probleme. Das Unternehmen hat nicht viel Cash zur Verfügung, und es warten große Schuldenrückzahlungen, darunter eine Zahlung im ersten Quartal 2019. Zudem hat man in den letzten anderthalb Jahren jede Menge Manager verloren, darunter mehrere Führungskräfte.

Natürlich ist nicht alles verloren. Tesla baut und verkauft immer noch viele Autos, und die meisten Kunden sind begeistert von ihren Fahrten. Es ist denkbar, dass das Unternehmen zu einem nachhaltigen, profitablen Unternehmen heranreifen wird, das Jahr für Jahr etwa 2 Millionen seiner innovativen Elektroautos verkauft. (Damit wäre Tesla nach Umsatz etwa zwei Drittel so groß wie die BMW AG bei wahrscheinlich ähnlichen Gewinnmargen. Nicht übel, aber die Marktkapitalisierung von BMW ist nur geringfügig höher als die von Tesla.)

Aber Tesla dürfte es schwer haben, an die 9 Millionen verkauften Fahrzeuge von Toyota ranzukommen, geschweige denn gar einen der etablierten Hersteller aus dem Biz zu verdrängen.

Toyota oder Tesla? Welche Aktie ist jetzt ein Kauf?

Tesla hat es derzeit nicht leicht. Für die kommenden zehn Jahre wird ein enormes Wachstum erwartet, aber die Chancen, dass dieses Wachstum auch kommt, sehen schlechter aus denn je. Klar könnte es immer noch ein wichtiges, nachhaltig profitables Unternehmen werden – aber vielleicht kommt man nie über die Werte hinaus, die Toyota heute schon bietet.

Derweil wird Toyota in naher Zukunft kein riesiges Gewinnwachstum generieren. (Wahrscheinlich muss man jetzt mit ein paar schwachen Jahren rechnen.) Aber es ist ein solider Performer und wohl der einzige echte „Blue Chip“ unter den Autoherstellern. Klar gibt es derzeit bessere Anlagen als Toyota, allerdings auch bedeutend schlechtere. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man die Dividende von Toyota reinvestieren kann.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. John Rosevear besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 30.12.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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