The Motley Fool

Kann man bei defensiven Dividendenaktien eigentlich viel falsch machen?

Was mich als noch frischer Investor vor einigen Jahren insbesondere bewegt hat, war die Frage, ob man bei Dividendenaktien eigentlich viel falsch machen kann.

Ich las zu dieser Zeit regelmäßig sehr viel – natürlich auf fool.de – über all die Coca-Colas (WKN: 850663), Nestlés (WKN: A0Q4DC) und Johnson & Johnsons (WKN: 853260) dieser Welt und beschäftigte mich mit ihren Dividenden. Doch die grundsätzliche Fragestellung und die damit verbundenen Unsicherheiten blieben dennoch einige Zeit bestehen.

Wenn es auch dir als Investor in deinen Anfangsjahren gegenwärtig ähnlich geht, lass uns im Folgenden diese Fragestellung mal etwas näher betrachten. Möglicherweise wirst du sogar überrascht sein, was bei dieser doch speziellen und zugleich beliebten Aktiengattung unterm Strich möglich beziehungsweise nicht möglich ist.

Nein, Dividendenaktien sind häufig nicht gefährlich

Um dich zunächst jedoch zu beruhigen: Nein, Dividendenaktien sind oftmals nicht sonderlich gefährlich. Und dementsprechend kannst du als Investor bei vielen Dividendenaktien regelmäßig wenig falsch machen, sofern du einige wichtige Dinge im Vorfeld beachtest.

Natürlich solltest du auch hier nicht spekulieren, ständig hin- und herhandeln oder andere teure Fehler begehen, allerdings sollten dir diese Grundprinzipien als Foolishem Investor inzwischen schon recht geläufig sein. Dennoch gibt es neben diesen Basics noch weitere Aspekte, die es beim erfolgreichen Investieren in Dividendenaktien zusätzlich zu beachten gilt.

Prinzipiell ungefährlich sind so nämlich vor allem alle Dividendenaktien, die eher einem defensiven Segment wie der Nahrungsmittelindustrie oder dem Hygiene- und Pharmaziesegment zuzuordnen sind. So wie beispielsweise die eingangs bereits erwähnten Coca-Colas, Nestlés und Johnson & Johnsons dieser Welt, von denen es allerdings noch viele weitere gibt.

Sofern man daher vor allem ein breites Dividendenportfolio mit solchen defensiven und zuverlässigen Ausschüttern zusammenstellt und diese über einige Jahre oder gar Jahrzehnte hält, stehen die Chancen alles andere als schlecht, dass man über die Jahre hinweg eine positive Rendite einfährt, auch wenn man durchaus mal turbulentere Börsenzeiten erwischen sollte.

Alleine die zuverlässigen Dividenden derartiger defensiver Aktien dürften in der Breite langfristig dafür sorgen, dass du nach einigen Jahren mehr Geld besitzen dürftest als zum Anfang deiner Investorenkarriere. Zumindest wenn du diversifizierst und, wie gesagt, lange genug investiert bleibst, damit deine Dividendenaktien ihr volles, langfristiges Dividendenpotenzial entfalten können.

Ich denke, diese Einschätzung dürfte dich daher für den Anfang beruhigen und dir so manche Panik vor Aktien generell und speziell vor Dividendenaktien nehmen können. Dennoch gibt es auch noch eine Kehrseite beim Investieren in zuverlässige Dividendenaktien, die ich dir natürlich auch nicht vorenthalten möchte.

Es könnte nämlich auch Einschränkungen bei defensiven Dividendenaktien geben

Sofern man als Investor nämlich lediglich in zuverlässige, beständige und dadurch prinzipiell risikolosere Dividendenaktien investiert, könnte das letztlich ebenfalls dazu führen, dass man bei seinen Investitionen stets hinterm Markt zurückbleibt.

Auch wenn Dividendenaktien gesamtheitlich gesehen nicht unerheblich zu dem Großteil der marktüblichen Renditen beitragen, könnte sich ein von Sicherheit geprägter Dividendenansatz langfristig durchaus negativ bemerkbar machen.

Sofern man nämlich lediglich Mainstream-Dividendenaktien kauft, die so ziemlich jeder Investor kennt und möglicherweise ebenfalls besitzt, hat man langfristig kaum eine Chance, den Markt zu schlagen.

Derartige Aktien werden nämlich häufig aufgrund ihrer Beliebtheit und Zuverlässigkeit von vielen Investoren geschätzt, was ihre Bewertung ebenfalls auf ein Premium-Niveau anhebt. Zudem wird man in aller Regel generell nicht den Markt schlagen können, wenn man das imitiert, was eine breite Masse an Investoren bereits regelmäßig macht.

Foolisher Schlussstrich

Wie wir daher letztlich sehen können, besitzt ein defensiver, diversifizierter und langfristiger Dividendenansatz, basierend auf zuverlässigen und grundsoliden Dividendenaktien kaum größere Risiken. Langfristig wird man als Investor gewiss an den Jahr für Jahr eintrudelnden Ausschüttungen partizipieren können, die einem sehr wahrscheinlich über kurz oder lang einen Gewinn bescheren werden. Derartige Aktien könnten daher grundsätzlich gerade für frische Anfänger besonders reizvoll sein.

Wer im Laufe seiner Investorenkarriere allerdings mehr erreichen möchte als lediglich ein paar Prozent Dividendenrendite pro Jahr bei defensiven Aktien, sollte möglicherweise irgendwann auch etwas risikofreudiger werden und auch abseits der bekannten Namen suchen. Denn hier können oftmals größere Renditen lauern, als es bei großen und bekannten Ausschüttern regelmäßig der Fall sein dürften.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt Aktien von Johnson & Johnson. The Motley Fool empfiehlt Nestle.