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Diese RISIKEN und ETFs sollte man meiden

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ETFs erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. So wuchs das weltweit von börsengehandelten Fonds verwaltete Vermögen im Zeitraum 2003 bis 2017 von 204,3 auf 4.464,1 Mrd. US-Dollar.

Die Gründe liegen in den geringen Kosten und infolge der Indexnachbildung meist auch an der besseren Performance gegenüber den meisten managergeführten Fonds. Deshalb wechseln auch viele Vermögensverwalter auf diese Anlageform.

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Dennoch sollte man nicht blind alles kaufen, was angeboten wird, denn es bestehen auch Risiken, die du als Anleger umgehen solltest. Welche dies sind und welche ETFs du meiden solltest, erfährst du hier.

Gehebelte (leveraged) ETFs

Beim Investieren solltest du dir immer bewusst machen, worin du dein Geld wirklich anlegst. So würdest du wahrscheinlich nie auf die Idee kommen, Derivate oder Swaps zu kaufen. Einige ETFs setzen sie jedoch ein. Oft sind sie auch an dem Kürzel (synthetisch) erkennbar.

Dabei wird nicht direkt in die Aktien eines Index investiert, sondern er wird über ein Tauschgeschäft mit einem Finanzinstitut nachgebildet. Dadurch entstehen neue Risiken, etwa das Kontrahentenrisiko. Sobald die Banken, die als Tauschpartner dienen, ein Problem haben, könnte es auch bei den entsprechenden ETFs zu Schwierigkeiten kommen.

Bei gehebelten ETFs wird oft auch gar nicht die mehrfache Rendite erreicht, weil der Hebel jeden Tag neu angepasst wird. Es entsteht ein Entwicklungspfad. So hat beispielsweise der LYXOR DAILY LEVDAX UCITS ETF (WKN: LYX0AD) seit 2006 nur etwa 61 % zugelegt, während der DAX etwa 100 % stieg (16.01.2019). Zu den hohen Risiken kommt also auch noch eine schlechte Rendite. Deshalb sind sie zum Vermögensaufbau nicht geeignet.

ETFs, die auf fallende Kurse setzen

Heute ist oft von „innovativen Sicherungslösungen“ zu hören. Dabei werden meist sogenannte Short-Produkte eingesetzt. Sie verdienen, wenn ein Index fällt. Ich kann nur davon abraten, da auch sie synthetisch über Swaps konzipiert sind. Auch hier bestehen Ausfallrisiken und auch hier laufen Index und ETF nicht exakt gegenläufig.

Hinzu kommt, dass sich viele Kursrückgänge sehr schnell vollziehen und meistens gering sind. Sobald du auf fallende Kurse setzt, drehen sie meist schon wieder. In Summe entstehen so über einen langen Zeitraum nur Verluste, die die Performance mindern. Selbst wenn du in Zeiten wie 2001, 2002 oder 2008 damit Gewinne erzielt hast, hätten die vielen kleinen Rücksetzer in der Folgezeit insgesamt zu Verlusten geführt.

Synthetische Swap-ETFs

Aber nicht nur gehebelte und Short-ETFs setzen Swaps zur Nachbildung von Indizes ein. Auch viele Rohstoff-, Geldmarkt-, Aktien- und Anleihen-ETFs nutzen sie. Das Kontrahentenrisiko wird bei UCITS-Fonds unter 10 % des Fondsvermögens gehalten, was ein Fortschritt ist, aber in den meisten Fällen ist erst größerer Analyseaufwand notwendig, um die Details herauszufinden. Deshalb ist es am einfachsten, auf sie zu verzichten. Es gibt genügend Alternativen.

Sehr junge ETFs

ETFs existieren in den USA nun mittlerweile schon seit 1971. In Deutschland gibt es sie seit dem Jahr 2000. Und oft ist es so, dass sich die guten Fonds über die Zeit durchsetzen. Deshalb ist es sinnvoll, einen ETF erst einmal fünf Jahre nur zu beobachten, bevor man ihn zur Beurteilung heranzieht. Junge ETFs sind sehr schwierig einzuschätzen und sollten deshalb gemieden werden.

Branchen- und Spezial-ETFs

An der Börse wird häufig ein Anlagethema nach dem anderen beworben, je nachdem, wo die Kurse gerade am stärksten steigen. Aber meist sind genau dies die größten Fallen und Kapitalvernichter.

1999 waren es Technologie- und Biotechaktien, 2008 Rohöl und 2017 Kryptowährungen. Während Anleger, die auf den breiten Markt gesetzt haben, über alle Krisen hinwegkamen, erlitten Spekulanten, die auf einzelne Branchen setzen, meist große Verluste.

Foolishes Fazit

Es gibt also auch bei ETFs Risiken, die du nun kennst und somit umgehen kannst. Am besten eignen sich Fonds, die tatsächlich die Aktien des Index oder der Strategie kaufen und die über alle Branchen hinweg breit gestreut sind. Du erkennst sie an der Replikationsmethode (physisch).

Dass ETFs auch sehr viel Nutzen stiften können, zeigen beispielsweise US-Fonds auf den S&P-500-Index, die schon seit Jahrzehnten erfolgreich existieren. Man sollte Modethemen und Trading vermeiden, und in physische Aktien-ETFs investieren, regional breit streuen und regelmäßig kaufen. Dann wird man relativ sicher Erfolg haben, ohne große Risiken und vor allem ohne Stress.

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