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Deutsche Post-Aktie im Gefühlschaos: Was Anleger hiervon mitnehmen sollten

Foto: Getty Images

Ei, was war das für ein verrückter Handelstag für die Aktie der Deutschen Post (WKN: 555200). Am Dienstag dieser Woche gehörte das Papier mit einem kleinen Kursfeuerwerk zu den größten Gewinnern im heimischen DAX. Gegen Mittag verschlechterte sich die Aktie allerdings erheblich und brach innerhalb kürzester Zeit von 25,50 Euro auf 24,17 Euro ein. Das war in der Spitze ein Knick von rund 5 %.

Doch was waren die Gründe für diese wechselhaften Emotionen? Lassen wir hierzu den besagten Handelstag etwas Revue passieren:

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Geplante Portoerhöhung – ja oder nein?

Grund für die anfängliche Euphorie war zunächst ein Bericht der FAZ, wonach die Deutsche Post bereits zum April wohl erneut das Porto erhöhen könnte. Für den sogenannten Standardbrief wurde von einer Erhöhung von derzeit 0,70 Euro auf 0,80 Euro berichtet, was einer Preissteigerung von knapp 15 % entsprechen würde und der Deutschen Post im kommenden Jahr ein dementsprechendes Wachstum bescheren könnte. Soweit also zur Euphorie.

Im Verlauf des besagten Handelstages gab die Deutsche Post selbst allerdings zu Protokoll, dass sie sich derzeit lediglich in Gesprächen mit der Bundesnetzagentur über die möglichen Erhöhungen befinde. Zudem rechne man erst im März mit einer Einigung mit dieser Behörde, was den berichteten zeitlichen Rahmen zumindest mehr als fraglich erscheinen ließ.

Außerdem könnte die Deutsche Post in ihrem Preisgestaltungsspielraum durch Regularien der Bundesnetzagentur limitiert sein. Wie das Unternehmen nämlich selbst sagte, könne ihr möglicherweise lediglich ein Spielraum von 4,8 % eingeräumt werden, was die anfänglich eingepreisten Wachstumsaussichten für das laufende Börsenjahr natürlich etwas, oder besser, erheblich schmälert.

Doch auch wenn es das im Grunde mit den wesentlichen Meldungen dieses Handelstages war, könnte dieser Handelstag für alle Investoren und Interessierten der Deutschen Post durchaus etwas Lehrreiches gehabt haben.

Die Deutsche Post hält ihr Glück nicht (alleine) in der Hand

Wie wir nämlich insgesamt sehen können, ist die Deutsche Post nicht ihres eigenen Glückes Schmied. Zumindest nicht in Gänze.

Sämtliche Preiserhöhungen müssen aufgrund des Geschäftsmodells der Deutschen Post als äußerst wichtiger Basisdienstleister – falls du es vergessen haben solltest, auch die Deutsche Post war vor einigen Jahren noch eine Behörde – stets der Genehmigungsbehörde vorgelegt werden. Das kann das weitere Wachstum des Unternehmens durchaus mal ausbremsen –  wie möglicherweise nun im laufenden Börsenjahr.

Nichtsdestoweniger könnte die Deutsche Post natürlich gerade aufgrund ihres wichtigen Basis-Geschäftsmodells eine äußerst defensive und interessante Aktie sein. Allerdings dürften signifikante operative Sprünge eben aufgrund des Einflusses der Bundesnetzagentur bei dieser Aktie wohl eher selten im Bereich des Möglichen liegen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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