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1 Schweizer Superaktie, die gerade günstiger geworden ist

Foto: Getty Images

Korrekturen und Crashs haben nicht nur eine negative Seite, sondern auch einen sehr positiven Effekt: Viele gute Unternehmen werden günstiger und bieten für den Investor eine Kaufgelegenheit. Ein Wert, dessen Kurs und Bewertung deutlich korrigiert hat, ist die Bell Food Group (WKN: A2AHC2)-Aktie. Was sie auszeichnet und warum sie jetzt langsam interessant wird, erfährst du hier.

1. Unternehmen mit guter Marktstellung

Die Bell Food Group gehört zu den führenden europäischen Fleischverarbeitungsfirmen und ist in der Schweiz die Nummer eins. International existieren noch größere Hersteller wie Hormel Foods (WKN: 850875), Tyson Foods (WKN: 870625) oder Henan Shuanghui, aber mit diesen muss Bell Food nicht konkurrieren.

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Dabei umfasst das Produktangebot Fleisch, Geflügel, Wurstwaren, Meeresfrüchte, vorgefertigte Lebensmittel und Schnittsalate. Bekannte Marken sind Bell, Hilcona, Hügli und Eisberg. Zu den Kunden zählen der Einzelhandel, Food-Service-Unternehmen und die Lebensmittelindustrie. Der Sitz befindet sich in Basel (Schweiz) und die Aktie wird hauptsächlich über die Schweizer Börse gehandelt.

Auch die lange Historie (seit 1869) verdeutlicht die Substanz des Unternehmens. Heute arbeiten über 10.000 Menschen in zehn Ländern für Bell.

2. Ergebnisse, die sich sehen lassen können

Gute Unternehmen erkennst du nicht nur an deren soliden Geschäften, die auch weiterhin eine vielversprechende Zukunft besitzen, sondern auch an den bisherigen Ergebnissen. So hat Bell Food seinen Umsatz im Zeitraum 2008 bis 2017 von 1.933 auf 3.589 Mio. Schweizer Franken und den Gewinn von 58,2 auf 116,9 Mio. Schweizer Franken gesteigert.

Auch die Dividende je Aktie wurde stetig von 4 auf 8 Schweizer Franken je Aktie angehoben. Zudem ist die Gruppe mit einer Eigenkapitalquote von 45,2 % solide aufgestellt. Wie bei Fleischverarbeitern üblich, fällt die Nettomarge mit etwa 3 % gering aus. Wenn es ein Manko gibt, dann ist es diese geringe Marge, denn durch sie sind auch schnell Verluste möglich.

Aber selbst in der letzten Krise 2008, 2009 konnte Bell seine Gewinne stabil halten, was für das Unternehmen spricht. Die Gesamtkapitalrendite von über 5 % fällt hingegen gut aus und verdeutlicht die hohe Profitabilität des Unternehmens.

3. Vorteilhafte Aktionärsstruktur

66,3 % der Aktien befinden sich im Besitz der Coop-Genossenschaft, die in der Schweiz zu den größten Einzel- und Großhandelsunternehmen für Lebensmittel gehört. Dieses enge Bündnis schafft für Bell große Vorteile, denn so sichert sich der Hersteller einen bedeutenden Absatzweg für seine Produkte. Zeitgleich können Konkurrenzunternehmen schwer in diese Kooperation eindringen.

4. Wieder besser bewertet

Vom Hoch sind Bell-Aktien seit 2017 um über 24 % gefallen (09.01.2019). Grund war hauptsächlich ein zum Halbjahr 2018 um 17,7 % rückläufiger Gewinn. Ursachen hierfür waren Abschreibungen in Höhe von 16,8 Mio. Schweizer Franken aufgrund der Übernahme von Hügli und Sylvain & CO und in Österreich höhere Futtermittelpreise.

Zeitgleich werden durch den Zukauf aber auch der margenstärkere Bereich Convenience (vorgefertigte Lebensmittel) ausgebaut, Synergieeffekte realisiert sowie Preiserhöhungen und Sparmaßnahmen eingeleitet. Sie sollen sich schon Ende 2018 erste Resultate zeigen. Trotz des geringeren Gewinns wuchs der Absatz zum Halbjahr 2018 um 19,9 %, was die positive operative Entwicklung widerspiegelt.

Nun notiert Bell zu einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1, was auf eine leichte Unterbewertung hindeutet. Die Dividendenrendite liegt für 2019 bei knapp 2 % (09.01.2019). Und die Schätzungen für die kommenden Jahre lassen weiter steigende Erträge erwarten.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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