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Der Kurs der Wirecard-Aktie könnte sich verdoppeln – wenn der CEO recht behält

Foto: The Motley Fool

Im Januar 2018 kostete die Wirecard (WKN:747206)-Aktie 93 Euro – und ist anschließend so richtig durchgestartet. Ihren Höchststand markierte sie im September bei knapp 196 Euro.

In den letzten drei Monaten des Jahres konnte sich dann auch die Wirecard-Aktie dem schwachen Marktumfeld nicht entziehen – und beendete das Börsenjahr 2018 bei 132 Euro.

Bei diesem Auf und Ab stelle ich mir die Frage: Wie viel ist die Wirecard-Aktie eigentlich wirklich wert?

Wircards Vision 2025

Gleich vorneweg: Ich glaube, dass die Wirecard-Aktie sich auf Basis des oben genannten Kurses von 132 Euro verdoppeln könnte – wenn meine Annahmen für Wirecard stimmen.

Und noch viel wichtiger: wenn die Prognosen des Wirecard-Managements tatsächlich eintreffen sollten!

CEO Markus Braun und seine Vorstandskollegen erwarten im Rahmen der Vision 2025 ein EBITDA von mehr als 3,3 Mrd. Euro. Verglichen mit dem 2017er-EBITDA wäre das eine Verachtfachung – oder ein jährliches Gewinnwachstum von ungefähr 30 %.

Wächst Wirecard tatsächlich so schnell, wie Braun es erwartet, dann könnte sich die Wirecard-Aktie wie erwähnt verdoppeln, wenn …

So viel ist die Wirecard-Aktie wert, wenn Braun recht behält

Wenn das EBITDA bis 2025 wie erwartet auf 3,3 Mrd. Euro anwachsen sollte und sich gleichzeitig meine persönlichen Annahmen bewahrheiten, dann könnte die Wirecard-Aktie ihren Wert in den nächsten acht Jahren verdoppeln.

Gewinn je Aktie 2017 2,10 Euro
Jährliches Wachstum     30 %
Betrachtungszeitraum       8
Prognostiziertes KGV 2025      20
Margin of Safety    22,5 %

Quelle: Wirecards Geschäftsbericht 2017, Wirecards Vision 2025, Schätzung des Autors

Basierend auf dem 2017er-Gewinn je Aktie, einem Betrachtungszeitraum von acht Jahren, einem erwarteten KGV von 20 und einer Sicherheitsmarge von 22,5 % ergibt sich ein Wert je Aktie von 265,52 Euro – das ist ungefähr doppelt so viel, wie die Wirecard-Aktie Ende 2018 gekostet hat.

Damit könnte die Aktie heute ein echtes Schnäppchen sein! Denn abgesehen vom prognostizierten KGV und der Margin of Safety – diese Werte sind meine persönlichen Annahmen, in meinen Augen relativ konservative –, stammen alle anderen Parameter dieser Berechnung aus Wirecards Vision 2025.

Die alles entscheidende Frage, die sich nun stellt: Wie sehr können wir den Prognosen von Wirecard trauen?

Konnte man sich bisher auf Brauns Prognosen verlassen?

Im Mai 2016 hatte Wirecard schon einmal eine Vision, nämlich die Vision 2020. Nun, wir befinden uns zwar noch nicht im Jahr 2020 – aber wir können überprüfen, ob Wirecard sich auf einem guten Weg befindet, die damals gesteckten Ziele zu erreichen.

in Milliarden Euro Zielwerte Vision 2020 Geschäftsjahr 2017 Entwicklung Q1–Q3
Transaktionsvolumen               160             91,0           +44,2 %
Umsatz                2,1              1,5           +41,4 %
EBITDA-Marge            30–35 %            27,7 %              27,4 %

Quellen: Vision 2020, Geschäftsbericht 2017, Q3-Zahlen

Wenn es für Wirecard im vierten Quartal ähnlich rund läuft wie in den ersten drei Quartalen – und davon gehe ich aus –, dann dürfte man im Gesamtjahr 2018 bei ungefähr 131 Mrd. Euro Transaktionsvolumen und gut 2,1 Mrd. Euro Umsatz landen.

Es sieht also so aus, also würde Wirecard sein Umsatzziel zwei Jahre früher als ursprünglich geplant erreichen. Auch das Transaktionsvolumen wird man bis 2020 wohl relativ problemlos auf die geplanten 160 Mrd. Euro hieven können, selbst wenn das Wachstum 2019 und 2020 nachlassen sollte.

Bei der EBITDA-Marge könnte es möglicherweise etwas enger werden mit dem selbst gesteckten Ziel. Da Wirecard allerdings noch zwei Jahre Zeit hat und die Ziele der Vision 2020 erst kürzlich bestätigt wurden, gehe ich davon aus, dass man nahe an die 30 % heranrücken wird – vielleicht sogar etwas darüber landen kann.

Ich würde daher sagen, dass Brauns Prognosen im Jahr 2016 eher konservativ waren. Scheinbar ist man bei Wirecard generell vorsichtig, was Vorhersagen betrifft. So hat man im dritten Quartal 2018 seine Prognose fürs Gesamtjahr noch einmal nach oben korrigiert. Auch hier haben Braun und seine Vorstandskollegen am Jahresanfang also eher vorsichtige Prognosen abgegeben.

Wichtige Erkenntnis für uns Anleger in Bezug auf Wirecards Vision 2025: Es scheint, als könne man sich auf die Prognosen von Markus Braun und sein Team verlassen!

Mein Fazit zum aktuellen Kursniveau der Wirecard-Aktie

Eine Sache sollte uns Anlegern dabei allerdings stets bewusst sein: Die Entwicklung in der Vergangenheit ist niemals eine Garantie für die Zukunft!

Wenn ich einem CEO allerdings vertraue und eine Aktie, basierend auf seinen Prognosen – plus ein paar Annahmen von mir –, 50 % unterbewertet ist, dann kommt das meinem bevorzugten Investmentszenario sehr nahe.

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Thomas Brantl besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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