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Sirius XM vs. Spotify: Welche Aktie ist der bessere Kauf?

Es gab mal eine Zeit, da stand Sirius XM Holdings (WKN:A1W8XE) kurz vor dem Bankrott. Anfang 2009 war die Aktie nur noch 0,05 USD wert, einige Monate nachdem die Kartellbehörden endlich die Fusion von Sirius und XM genehmigt hatten. Das Satellitenradio verlor aber Geld, und Bären positionierten sich natürlich gegen das Unternehmen. Für sie war Satellitenfunk bloß eine Übergangstechnologie – und doch steht Sirius XM fast ein Jahrzehnt später nach wie vor robust da.

Die größte Angst in den ersten Jahren nach dem Tiefpunkt von Sirius XM war, dass Streaming-Apps dem Satellitenradio ein Ende setzen würden. Vernetzte Autos, in denen Smartphone-Apps nahtlos über die Bluetooth-Verbindung streamen, sollten eigentlich den Satellitenradios den Garaus machen. Und doch wächst Sirius XM immer noch, aber jetzt gibt es tatsächlich eine ernstzunehmende Bedrohung im Premium-App-Bereich, da Spotify Technology (WKN:A2JEGN) richtig aufdreht. Nehmen wir die beiden Musik-Player doch mal unter die Lupe. Was ist jetzt der bessere Kauf?

Es wird laut

Sirius XM und Spotify verdienen Geld, indem sie Abos an Leute verkaufen, die qualitativ hochwertige Audio-Streams suchen. Bei den wichtigen Kennzahlen sieht es allerdings sehr unterschiedlich aus. Sirius XM wächst langsam, aber sehr profitabel. Spotify hingegen gewinnt schnell neue Nutzer, ist aber immer noch ein paar Jahre davon entfernt, aus den roten Zahlen zu kommen.

Das letzte Quartal ist für beide Unternehmen eine gute Möglichkeit zur Orientierung. Der Umsatz von Sirius XM stieg im dritten Quartal um moderate 6 %. Die Zahl der zahlenden Kunden liegt nun bei 28,5 Millionen, die Gesamtzahl der Kunden liegt bei 33 Millionen. Die Profitabilität von Sirius XM wächst noch schneller, im letzten Quartal um 24 %. Das Modell von Sirius XM ist mit seinem geringen variablen Overhead so skalierbar wie nie zuvor. Das Unternehmen gibt die steigenden Gebühren für Musik einfach an die Abonnenten weiter. Das bereinigte EBITDA lag zum ersten Mal knapp über 40 %, und man ist auf Kurs, in diesem Jahr rund 1,5 Milliarden USD an freiem Cashflow zu liefern.

Spotify hingegen befindet sich in einem anderen Stadium seines Wachstumszyklus. Der Umsatz stieg im letzten Quartal um 31 %. Mittlerweile gibt es weltweit 87 Millionen Premium-Abonnenten für die Plattform und es gibt ein großes Publikum an nicht zahlenden Nutzern – monatlich sind 191 Millionen davon aktiv. Eine einmalige Steuerbegünstigung konnte das Ergebnis in die Gewinnzone bringen, aber das ist nicht mehr als reine Fassade. Analysten erwarten für Spotify frühestens 2020 Gewinne.

Es sind nicht nur die Bilanzen der beiden wie Tag und Nacht. Der durchschnittliche Umsatz von Sirius XM pro Benutzer ist in der Vergangenheit gestiegen. Sirius XM hat es geschafft, zusätzliche Dienste für sein langsam wachsendes Publikum zu entwickeln, und man kann die werbefinanzierten Sprachbeiträge immer besser monetarisieren. Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer bei Spotify geht allerdings in die andere Richtung, da man ermäßigte Familien- und Studententarife vorantreibt und weniger wohlhabende Märkte in anderen Weltregionen erschließt. Sirius XM konnte auch die Guidance mit jedem Quartal erhöhen, während Spotify seine Investoren beim letzten Mal enttäuschen musste, indem man die Prognose für die Premium-Abonnenten für das Ende dieses Jahres von 96 Millionen auf 97 Millionen Konten senkte.

Soll heißen: Sirius XM bekommt den Vorzug als die bessere Aktie. So groß wie Spotify auch weltweit sein mag, so hat man doch kürzlich die Führungsrolle auf dem US-Markt verloren. Sirius XM hingegen kann zum zehnten Jahr in Folge einen steigenden Aktienkurs vorlegen. Spotify dümpelt derzeit unter seinem IPO-Referenzpreis von 132 USD aus dem April und bewegt sich in der Nähe des Allzeittiefs. Beide Aktien haben ihre Stärken, aber wenn man sich für eine von beiden entscheiden muss, dann dürfte die Wahl für Sirius XM leicht fallen.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Rick Munarriz besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 12.12.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschsprachigen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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