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Die Babyboomer laufen Gefahr, im Ruhestand zu kurz zu kommen

Foto: Getty Images

Man hört oft, dass ältere Arbeitnehmer mit der Altersvorsorge bedenklich im Rückstand sind, und Daten aus dem Stanford Center on Longevity untermauern diesen Punkt jetzt aufs Neue. Geschätzte 30 % der Babyboomer haben überhaupt kein Geld für die Zukunft gespart, was bedeutet, dass ihnen nur wenig Zeit bleibt, um aufzuholen.

Selbst Boomer, die gespart haben, stehen nicht allzu gut da. Das durchschnittliche Sparguthaben der zwischen 1948 und 1953 Geborenen beträgt 290.000 US-Dollar. Für diejenigen, die zwischen 1954 und 1959 geboren wurden, sind es 209.246 US-Dollar. Auf den ersten Blick mögen diese Zahlen angemessen erscheinen. Bedenke aber, dass die meisten Finanzexperten raten, jährlich nur etwa 4 % von seinen Ersparnissen abzuziehen. Das bedeutet, dass jemand mit Ersparnissen von 290.000 US-Dollar über 11.600 US-Dollar pro Jahr verfügt, während jemand mit 209.246 US-Dollar mit 8.370 US-Dollar zurecht kommen muss. Zugegeben, diese Zahlen berücksichtigen nicht die Sozialversicherung, aber angesichts der Tatsache, dass der durchschnittliche Begünstigte im Jahr 2019 nur 17.532 US-Dollar an Jahreseinnahmen bekommen wird, ergibt sich daraus kein besonders ermutigendes Bild vom Ruhestand.

Wenn du dich dem Ende deiner Karriere näherst, ohne viel gespart zu haben, ist es unerlässlich, dass du hier nachbesserst. Andernfalls riskierst du, im Ruhestand auf finanzielle Probleme zu stoßen — wenn du dich überhaupt zur Ruhe setzen kannst.

Die Rettung deiner goldenen Jahre

Ein älterer Arbeitnehmer mit geringen oder überhaupt keinen Ersparnissen zu sein, ist kaum eine ideale Situation. Aber wenn das die Realität ist, mit der du konfrontiert bist, kannst du ein paar wichtige Schritte unternehmen, um deine langfristigen finanziellen Aussichten zu verbessern. Beginne, so viel wie möglich in einer steuerbegünstigten Altersvorsorge zu sparen.

Wenn du nicht ans Sparen gewöhnt bist, mag es als unrealistischer Sprung erscheinen, von jährlichen 0 US-Dollar für die Altersvorsorge über Nacht auf 25.000 US-Dollar zu erhöhen. Aber wenn das der Fall ist, spare zumindest etwas, denn es wird einen Unterschied machen. Wenn du zum Beispiel 60 Jahre alt bist und in den nächsten 10 Jahren 400 US-Dollar pro Monat zurücklegst, kommst du bei etwas mehr als 66.000 US-Dollar heraus, wenn deine investierten Ersparnisse eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7 % generieren.

Eine weitere Option, die du bedenken solltest? Länger arbeiten. Die Verlängerung deiner Karriere um ein paar Jahre könnte Wunder für deinen Notgroschen bewirken, da du so nicht nur eine Chance bekommst, deine Ersparnisse zu erhöhen, sondern auch deine Bargeldreserven länger ungenutzt lassen kannst. Wenn du in unserem vorherigen Beispiel bis zum Alter von 72 Jahren arbeiten und die gleichen 400 US-Dollar pro Monat für 12 statt 10 Jahre sparst, hast du anschließend etwa 86.000 US-Dollar, die gleiche durchschnittliche jährliche Rendite von 7 % vorausgesetzt.

Anpassung deiner Erwartungen

Obwohl eine Strategie zum Aufholen in letzter Minute sinnvoll ist, um finanzielle Probleme während deiner goldenen Jahre zu vermeiden, musst du dich eventuell auch mit der Realität arrangieren, dass dein Ruhestand sich anders gestalten wird, als du erwartet hast. Zum einen musst du vielleicht in eine kleinere Wohnung umziehen, in einen billigeren Teil des Landes ziehen oder deinen Lebensstil anpassen, um deinen Mangel an Ersparnissen zu kompensieren. In diesem Sinne solltest du dich auch auf die Möglichkeit vorbereiten, im Ruhestand Teilzeit arbeiten zu müssen, um dringend benötigte Einnahmen zu generieren.

Nichts davon muss deinen Ruhestand ruinieren. Ganz im Gegenteil — wenn du bereit bist, Änderungen bei deinem Lebensstil vorzunehmen, wirst du dich leichter an deine neuen Umstände anpassen können. Wenn du weißt, dass du arbeiten musst, kannst du dir Zeit nehmen, eine Erwerbsmöglichkeit zu finden, die dir Spaß macht, so dass du für dein dringend benötigtes Nebeneinkommen nicht Lebensmittel einpacken oder Papierkram bearbeiten musst.

Egal, welche Schritte du unternimmst, um deinen Mangel an Ersparnissen auszugleichen: Wenn du ein Babyboomer bist, der wenig bis gar kein Geld für die Zukunft zurückgelegt hat, wirst du Opfer bringen müssen. Aber wenn du deine Sparquote erhöhst und deinen Lebensstil anpasst, kannst du eine ansonsten schlimme Situation besser meistern.

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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und am 30.12.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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