The Motley Fool

Warum ich vor Weihnachten einfach den ganzen DAX gekauft habe ‒ eine Foolishe Perspektive

Wir Fools durchwühlen normalerweise Geschäftsberichte, hören uns durch Analystenpräsentationen und recherchieren, was das Zeug hält, um die besten Unternehmen zu identifizieren. Aber anstatt auf eine Aktie zu setzen, habe ich nach dem Ausverkauf der letzten Wochen einfach auf den gesamten DAX gesetzt. Lies hier, was mich zu diesem für mich eher ungewöhnlichen Schritt verleitet hat.

Grund Nr. 1: Die Qual der Wahl

Wenn die Märkte wie noch im Sommer eher teuer sind, dann lohnt es sich, etwas tiefer zu graben, um auf eine vernachlässigte Perle zu stoßen. Damals wurden beispielsweise für die meisten Halbleiteraktien unglaublich hohe Preise bezahlt. Nur bei Dialog Semiconductor (WKN:927200) herrschte Panik und die Aktie des hoch profitablen und schuldenfreien Chipherstellers erreichte immer neue Tiefs. Da ich die Befürchtungen für übertrieben hielt, kaufte ich mehrfach nach, was sich aus heutiger Sicht (Stand: 28.12.) als ein Volltreffer herausgestellt hat.

Auch im Herbst, als die Kurse bereits purzelten, war es sicherlich noch sinnvoll, sich bei der Auswahl der Investitionsobjekte etwas mehr Mühe zu geben. Unter den vielen bereits relativ günstigen Aktien stach für mich die Lufthansa (WKN:823212) heraus, die nach allen üblichen Bewertungsmaßstäben extrem unterbewertet schien, wenn man der überzogenen Angst vor explodierenden Ölpreisen nicht zu viel Beachtung schenkte. Auch das hat vorerst ganz gut funktioniert.

Aber jetzt, wo ansonsten die große Mehrheit der Aktien am Boden liegt, kann man eigentlich fast überall zugreifen, finde ich. Zumindest fällt es mir schwer, Argumente dafür zu finden, warum eine Daimler (WKN:710000)-Aktie attraktiver als eine BASF (WKN:BASF11)- oder E.ON (WKN:ENAG99)-Aktie sein sollte. Alle drei haben mächtig Aufwärtspotenzial, falls die eingepreiste Weltwirtschaftskrise ausfällt – und rund 20 weitere DAX-Werte ebenso.

Grund Nr. 2: Die Unsicherheit

Die Schwierigkeit der vergleichenden Bewertung von Einzeltiteln wird zusätzlich durch die kapriziösen Angelsachsen verstärkt. Die Briten hampeln ewig mit ihrem BREXIT herum und wissen nicht, was sie wollen, und das US-Regime ist ständig am Zündeln. Normalerweise würde ich sagen, dass politische Börsen kurze Beine haben, aber in diesem Fall geht es schon besonders wild zu, wie man ja auch an der brutalen Volatilität der internationalen Börsen ablesen kann. Auch Länder wie Russland, China, die Türkei und Italien könnten jederzeit starken Einfluss auf das Schicksal der Märkte nehmen.

Je nachdem sind dann eher Industriewerte, Konsumwerte, Dienstleister oder Finanzinstitute stärker betroffen. Da könnte ich mir also die größte Mühe geben, die Potenziale aller DAX-Unternehmen einzeln zu untersuchen, um die in jeder Hinsicht vermeintlich beste Aktie zu finden, und dann kommt wieder ein verrückter Tweet aus dem Weißen Haus, der alles über den Haufen wirft. So macht das keinen Spaß.

Grund Nr. 3: Das unschlagbare Angebot an ETFs und Derivaten

Zuletzt ist das Schöne am DAX, dass die Vielfalt der verfügbaren Investitionsvehikel so unglaublich groß ist. Auf boerse.de werden rund 100.000 DAX-Zertifikate gelistet, darunter natürlich unzählige hoch riskante Hebelpapiere, aber auch viele risikomindernde Wertpapiere wie Aktienanleihen, Bonus- und Discountzertifikate. Hinzu kommt eine Handvoll DAX-ETFs sowohl in der thesaurierenden als auch ausschüttenden Variante.

Das Tolle daran sind die sehr geringen Gebühren. Beim günstigsten ETF fallen gerade einmal 0,08 % pro Jahr an. Auch bei den Zertifikaten kommt man in der Regel günstiger weg als bei entsprechenden Derivaten auf Aktien.

Kurzum: Durch das Setzen auf den gesamten DAX spare ich mir den Aufwand, zwischen ähnlich guten Gelegenheiten entscheiden zu müssen, bin durch die Diversifizierung besser geschützt gegen unvorhersehbare externe Effekte und kann aus einem überaus breiten Angebot an günstigen Investitionsvehikeln für jeden Geschmack wählen. Jetzt muss nur noch die Willkommensrallye zum neuen Jahr kommen!

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Ralf Anders besitzt Aktien von Dialog Semiconductor und Wertpapiere auf die Deutsche Lufthansa. The Motley Fool empfiehlt Daimler.

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