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Wo wird die Walt Disney Company in 5 Jahren sein?

2018 wird als eines der wichtigsten Jahre in der Geschichte der Walt Disney Company (WKN:855686) eingehen. Das Unternehmen befindet sich an einem Wendepunkt. Nach Jahren, in denen das TV-Imperium mit dem Aufkommen von Streaming-Diensten wie Netflix (WKN:552484) allmählich zusammenbrach, unternahm Disney mehrere entscheidende Schritte, um sich auf langfristiges Wachstum auszurichten.

Ende 2017 gab das Unternehmen bekannt, dass es das Unterhaltungsgeschäft von Twenty First Century Fox  (WKN:A1WZP6) übernimmt. Nach einem langen Regulierungsprozess steht der Deal kurz vor dem Abschluss, durch den Disney wertvolle Franchises wie die „Simpsons“, Kabelnetze wie FX und FXX sowie National Geographic und dazugehörige Inhalte erwirbt. Die Übernahme verschafft Disney auch die Mehrheit an Hulu, was bedeutet, dass der Konzern die kreative und geschäftliche Ausrichtung des Streaming-Dienstes steuern kann.

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Disney startete auch sein erstes Streaming-Netzwerk, ESPN+, bei dem schnell mehr als 1 Million Abonnenten zusammen kamen; CEO Bob Iger sagte bei der letzten Telefonkonferenz, dass der Dienst „weiterhin ein beeindruckendes Wachstum verzeichnet“. Derweil bereitet sich das Unternehmen auf den Start des mit Spannung erwarteten Streaming-Dienstes Disney+ vor, der Inhalte von Disney, Pixar, Marvel, Lucasfilm und National Geographic sowie neue Filmveröffentlichungen und andere Inhalte hosten wird.

Bevor wir uns fragen, wo Disney in fünf Jahren stehen wird, lass uns einen genaueren Blick auf die heutige Position werfen.

Ein Unterhaltungsriese im Wandel

Obwohl Disney für seine Blockbuster-Filme und Themenparks bekannt ist, ist sein größtes Geschäft seit Jahren die Sparte Fernsehmedien, angeführt von ESPN. Bis zum 29. September des aktuellen Geschäftsjahres trugen Medien-Unternehmen 6,6 Milliarden US-Dollar zum Segmentbetriebsgewinn bei, was 42 % von insgesamt 15,7 Milliarden US-Dollar entspricht. Dieser Wert ist in den letzten Jahren gesunken, nämlich um 4 % im Geschäftsjahr 2018 und 11 % im Geschäftsjahr 2017. Bei ESPN, Disneys größter Cash Cow, sinken die Kundenzahlen seit 2011 und gingen in den USA von 100 Millionen auf 86 Millionen zurück. Diese Zahlen erklären, warum die Aktie in den letzten drei Jahren zum Stillstand gekommen ist und warum Disney nun zum Streaming umschwenkt.

Jedoch ist die gute Nachricht für Investoren, dass die anderen Geschäftsbereiche von Disney — wie Parks, Resorts und Studiounterhaltung — weiterwachsen. Das Park-Geschäft war besonders stark, da das Unternehmen Preiserhöhungen vornahm und die Eröffnung von Shanghai Disney die Erwartungen übertraf. Obwohl das Filmgeschäft bekanntlich unberechenbar ist, hat Disney im letzten Jahr mit Hits wie Black Panther groß abgeräumt und dazu eine Reihe vielversprechender Projekte in der Pipeline, da seine beliebten Franchises ihm einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern verschaffen.

Während das operative Ergebnis in den letzten drei Jahren im Wesentlichen unverändert blieb, ist das Ergebnis je Aktie aufgrund einer niedrigeren Steuerquote gestiegen. Das bedeutet, dass Disney-Aktien so billig sind wie seit mehr als fünf Jahren nicht.

Disney im Jahr 2024

In den nächsten fünf Jahren sollte Disney seine Investitionen in Streaming-Plattformen wie Hulu, ESPN+ und Disney+ erhöhen. Mit seiner globalen Marke und seiner riesigen Bibliothek von Inhalten sollte das Unternehmen in der Lage sein, eine beträchtliche Kundenbasis für seine Plattformen, insbesondere Disney+, zu gewinnen. Es ist nicht vorhersehbar, wie viele Abonnenten der Disney+-Dienst in fünf Jahren haben wird, da er noch nicht einmal gestartet ist. Aber es könnten bis dahin leicht Dutzende von Millionen Abonnenten sein – Netflix ist auf dem besten Weg, bis zum nächsten Jahr 150 Millionen weltweit zu erreichen, weniger als ein Jahrzehnt, nachdem es seinen Streaming-Service vom DVD-by-Mail-Geschäft getrennt hat.

Die größte Frage für Investoren ist, ob die Einnahmen und Gewinne aus dem Streaming die anhaltenden Rückgänge im Kabel- und Rundfunkbereich ersetzen können, da Iger angedeutet hat, dass der Übergang zunächst das Ergebnis belasten wird. Angesichts der Tatsache, dass Netflix mit einer sehr schlanken Gewinnmarge arbeitet und tatsächlich Milliarden in bar verbrennt sowie dass Hulu in diesem Jahr voraussichtlich mehr als eine Milliarde US-Dollar verlieren wird, waren Streaming-Profite nicht leicht zu erzielen. Disney hat jedoch den Vorteil, dass es nicht wie Netflix auf Streaming-Inhalte beschränkt ist. Da Disney die Inhalte in seine Streams integrieren kann, die auch in Kinos, im Kabel-TV oder auf ABC gelaufen sind, sollte Disney+ einen Kostenvorteil gegenüber Netflix haben – es hat mehr Wege, um seine Inhalte zu verbreiten.

Außerdem vollzieht sich der Rückgang des Pay-TVs bisher langsam, und wenn ESPN weiterhin nur 2 Millionen Abonnenten pro Jahr verliert, wird es in fünf Jahren immer noch profitabel sein. Daher könnte das Unternehmen in den nächsten Jahren ein Gewinnwachstum im Bereich Fernsehen verzeichnen. Disney wird seine Berichtssegmente im nächsten Jahr umstrukturieren und eine Direktvertriebsabteilung einrichten, die den Investoren ein besseres Bild von der Performance seiner Streaming-Dienste vermitteln soll.

Über das Fernsehen hinaus

In fünf Jahren könnte die wertvollste Abteilung Parks und Resorts sein, deren Gewinne sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt haben. Disney investiert in allen sechs seiner Themenparks in große Erweiterungen, und mit dem Rückgang des Mediengeschäfts scheint Disney die Parks als seine größte Wachstumschance zu sehen. Zu diesen neuen Projekten gehören ein Star-Wars-Resort in Disney World, ein Frozen-Land im Disneyland Paris und eine Guardians-of-the-Galaxy-Achterbahn in Epcot.

Neue Fahrgeschäfte ziehen nicht nur Besucher an, sondern erhöhen auch die Kapazität der Parks — Disney ist sich bewusst, dass überfüllte Parks zu unzufriedenen Besuchern führen. Obwohl Iger sagte, es gebe keine Pläne, einen siebten Park zu eröffnen, nannte er dies eine „Unvermeidlichkeit“, was signalisierte, dass die Investoren in Zukunft mit einem weiteren eigenständigen Themenpark rechnen sollten. Disney könnte in den nächsten fünf Jahren bis zu 24 Milliarden US-Dollar für Parkerweiterungen ausgeben, so der Medienanalyst Michael Nathanson. Mit Investitionen dieser Größenordnung könnten sich die Gewinne der Parks in den nächsten fünf Jahren wieder verdoppeln.

Schließlich dürfte das Filmgeschäft weiterhin volatil bleiben, doch der Erfolg von Filmen wie Black Panther und die aktuelle Reihe von Star-Wars-Filmen zeigen, auf welche Schätze geistigen Eigentums Disney für die Herstellung von Blockbuster-Filmen zurückgreift. Zum Beispiel war Black Panther vor der Produktion des Films eine eher kleine Figur im Marvel-Pantheon, doch eine Fortsetzung ist bereits in Arbeit. Marvel hat zudem einen Spin-off-Comic mit dem Titel Shuri veröffentlicht, der sich mit einer der weiblichen Leads im Film beschäftigt. Auch dies könnte zu einem eigenen Film führen.

Vor allem für Disney-Investoren dürfte sich der Wettbewerbsvorteil erst mit der Einführung des Disney+-Streamings und dem Schwungradeffekt seines geistigen Eigentums bei der Vermarktung populärer Filme verstärken, die später im Fernsehen übertragen werden. Diese können nämlich als Grundlage für Themenparks dienen und als Spielzeug lizenziert werden können. Diese Kombination erklärt, warum Disney das profitabelste Unterhaltungsunternehmen der Welt ist.

Behalte Disney im Auge.

Das Unternehmen ist mit einigen Unsicherheiten konfrontiert, da CEO Bob Iger sich auf seinen Rücktritt vorbereitet und Disney den Übergang zum Streaming vollzieht. Das Gewinnwachstum könnte sich in den nächsten Jahren verlangsamen oder sogar verringern, da das Unternehmen seine Streaming-Basis ausbaut. Doch Disney investiert intelligent in seine Ausrichtung auf langfristigen Erfolg und sollte in fünf Jahren besser aufgestellt sein. In Anbetracht des heute niedrigen Kurses der Aktie dürfte das Unternehmen in dieser Zeit von den Investoren belohnt werden.

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Dieser Artikel wurde von Jeremy Bowman auf Englisch verfasst und am 23.12.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool besitzt Aktien von Netflix und Walt Disney.

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