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4 Gründe, die derzeit für die K+S-Aktie sprechen

Die K+S (WKN: KSAG88)-Aktie hatte seit 2008 keine gute Zeit. Der Kurs fiel nach und nach immer weiter und notiert heute knapp 83 % unter dem Allzeithoch (27.12.2018). Dafür gibt es auch einen Hauptgrund: Die Preise für die meisten von K+S produzierten Rohstoffe fielen über die Jahre immer weiter im Preis. So sank beispielsweise der Kalipreis ab März 2009 von 870 auf heute 215,50 US-Dollar je Tonne (27.12.2018).

Zudem wird die Konkurrenz durch Uralkali (WKN: 766130), Nutrien (WKN: A2DWB8), Mosaic (WKN: A1JFWK) oder Belaruskali zunehmend stärker, wodurch ein harter Preiswettbewerb entsteht.

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Hinzu kam im Jahr 2018 die extreme Trockenheit, die die Produktion und die Logistik beeinträchtigte. So musste im Verbundwerk Werra zwischenzeitlich die Produktion gestoppt werden.

Was derzeit dennoch für K+S spricht, erfährst du hier.

1. Günstige Bewertung

Der extreme Pessimismus hat die Aktie unter Buchwert gedrückt. Aktuell notiert sie bei einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von nur noch 0,72 (27.12.2018). Das ist so günstig wie nie in den letzten zehn Jahren. Im Vergleich: Während der Euphoriephase 2008 lag es noch bei 7,5. Dies macht die Aktie auch für viele Finanzinvestoren interessant.

2. Totzdem solides und profitables Geschäft

Zwar ist der Gewinn von K+S in den letzten zehn Jahren (2008–2017) von 871 auf 184 Mio. Euro gesunken, dennoch hat die Gesellschaft immer Gewinne erzielt. Dies spricht für das Unternehmen, denn es hat so bewiesen, dass es auch in schlechten Zeiten profitabel wirtschaftet und sich anpassen kann. Zudem ist die Bilanz mit 42,8 % Eigenkapital relativ solide.

Kali, Magnesium und Salz sind wertvolle Rohstoffe, die in der Lebensmittelproduktion, bei Verbraucherprodukten, in der Industrie, im Gewerbe, als Auftausalz und in der Landwirtschaft Anwendung finden und für diese essenziell sind.

Allein in der Landwirtschaft ist eine Verwendung von Düngemitteln aufgrund der extrem hohen und wachsenden Weltbevölkerung heute kaum noch wegzudenken. Zudem werden die landwirtschaftlichen Anbauflächen aufgrund des Klimawandels zukünftig weiter sinken.

3. Lange gefallene Rohstoffpreise

Viele Preise der von K+S produzierten Rohstoffe sind über viele Jahre nur gefallen. Klar ist aber auch, dass sie immer einen Wert besitzen und auf eine lange Abwärtsphase meist auch wieder eine bessere Periode folgt.

Zudem ist die Nachfrage nach Kali und Salz weiter steigend, was früher oder später wahrscheinlich auch wieder zu höheren Rohstoffpreisen führen wird. Und zusammen mit der reduzierten Kostenbasis würde dies einen starken Gewinnanstieg für K+S bedeuten.

4. Klare Vorstellung über die eigene Zukunft

K+S weiß genau, wo es hinmöchte. So hat sich das Unternehmen bis 2030 ein operatives Ergebnis von 3 Mrd. Euro zum Ziel gesetzt. 2017 lag es gerade einmal bei 577 Mio. Euro. Dabei sollen auch der Ausbau des Spezialitätengeschäfts und angrenzender Wachstumsfelder sowie weitere Produktivitätsmaßnahmen helfen.

Durch eine neue Organisationstruktur, die mehr auf den Kunden ausgerichtet ist, und Synergieeffekte werden ab Ende 2020 pro Jahr über 150 Mio. Euro eingespart. Zudem soll sich die Verschuldung bis zu diesem Datum im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 halbieren.

Über die letzten Jahre wurde viel Geld in ein neues Werk in Bethune (Kanada) investiert. Diese Sachinvestitionen sinken nun deutlich. 2015 lagen sie noch bei 1,3 Mrd. Euro, in den letzten zwölf Monaten nur noch bei 0,548 Mrd. Euro (27.12.2018). Hinzu kommt, dass Bethune 2019 wahrscheinlich die Gewinnschwelle erreichen wird.

Derzeit ist K+S vor allem in Europa und Nordamerika aktiv. Zukünftig wird das Unternehmen aber auch nach Afrika expandieren und sich so regional breiter aufstellen und mehr Umsatz erzielen können.

Foolishes Fazit

Nach vielen Jahren des Kursrückgangs gibt es derzeit auch einige Punkte, die für das Unternehmen sprechen. Vor allem die günstige Bewertung und die langfristig relativ guten Aussichten könnten auch wieder zu höheren Kursen führen.

Kurzfristig kann die Aktie aber aufgrund der diesjährigen Belastungen auch noch weiter sinken. Zudem ist sie aufgrund des Bergbaugeschäftes sehr zyklisch, schwankungs- und kapitalintensiv und in Folge auch risikoreicher als Dividendenaristokraten.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.