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Ölpreis: Ist der Bärenmarkt endlich vorbei?

Der Ölpreis ist seit Anfang Oktober um 30 % gesunken. Die globale Ölpreis für die Sorte Brent, der zu Beginn des vierten Quartals 86 US-Dollar pro Barrel erreichte, fiel in nur 37 Tagen wieder auf 58 US-Dollar pro Barrel. Die Befürchtungen, dass es nicht genug Öl geben werde, um die wachsende Nachfrage zu decken, verflüchtigten sich über Nacht, nachdem die USA dem Iran erlaubt hatten, weiterhin Öl an mehrere seiner wichtigsten Käufer zu exportieren, selbst nachdem sie neue Sanktionen verhängt hatten, und die Ölhändler begannen zu befürchten, dass es zu viel Rohöl auf dem Weltmarkt geben würde.

Die Baisse bei den Ölpreisen könnte jedoch vorbei sein. Zumindest ist das die Ansicht der Internationalen Energieagentur (IEA) in ihrem jüngsten Ölmarktbericht, in dem sie feststellte, dass Maßnahmen mehrerer großer Ölförderländer kurzfristig den Verfall der Ölpreise stoppen könnten.

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Wie sieht’s aus auf dem Ölmarkt?

Die jüngsten Aussichten der IEA für die Ölnachfrage haben sich gegenüber dem Vormonat nicht verändert. Sie geht weiterhin davon aus, dass der globale Verbrauch 2018 um 1,3 Mio. Barrel pro Tag (BPD) und im nächsten Jahr um weitere 1,4 Mio. BPD steigen wird. Das ist zwar aufgrund einer sich verlangsamenden Weltwirtschaft langsamer als zu Beginn des Jahres, aber trotzdem ein gesundes Wachstum.

Was sich geändert hat, ist die Liefersituation. Die IEA stellte fest, dass die OPEC – zusammen mit 10 Nichtmitgliedstaaten, OPEC+ genannt – sich bereiterklärt hat, die Produktion ab Januar um 1,2 Mio. BPD zu reduzieren, um den wachsenden Überschuss an Rohöl auf dem Markt zu kompensieren. Zusätzlich zur Entscheidung dieser Gruppe erließ die kanadische Provinz Alberta eine  Produktionskürzung aufgrund der begrenzten Pipelinekapazität dieser Region.

Alberta, das im Herzen der Ölsandregion Kanadas liegt, befahl seinen Produzenten, die Produktion ab Januar um 8,7 % zu kürzen, was 325.000 BPD entspricht. Diese Reduzierung wird so lange andauern, bis die regionalen Lagerbestände sich abzubauen beginnen, zu diesem Zeitpunkt wird die vorgeschriebene Senkung auf durchschnittlich 95.000 BPD bis Ende nächsten Jahres reduziert.

Die Produktionskürzungen dürften das Angebot im ersten Quartal des nächsten Jahres leicht unter die Nachfrage drücken, wobei sich die Lücke im zweiten Quartal vergrößert, was es dem Markt ermöglichen wird, einen Teil der in den letzten Monaten aufgebauten Lagerüberhänge abzubauen. Die IEA stellte fest, dass das dem Markt helfen würde, ein gewisses Maß an relativer Stabilität zu erreichen und ihn wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die IEA erklärte auch, dass „der Rohölpreis der Sorte Brent bei rund 60 US-Dollar pro Barrel einen Boden gefunden zu haben scheint“, während sich der US-Ölrichtwert WTI bei 52 US-Dollar pro Barrel stabilisiert hat. Sie warnte jedoch davor, dass nur „die Zeit zeigen wird, wie wirksam die neue Förderpolitik bei der Neugewichtung des Ölmarktes sein wird“.

Und weiter?

Wenn der Rohölpreis wieder Boden unter den Füßen hat, bietet das den Anlegern einen Anhaltspunkt für die Ölaktien, die in den letzten Monaten stark gefallen sind. Mehrere namhafte Bohrer sind seit ihren Oktober-Hochs um mehr als 35 % eingebrochen, was den Investoren einige interessante Namen an die Hand gibt, auf die man einen Blick werfen sollte.

Marathon Oil (WKN:852789) zum Beispiel hat während des jüngsten Ausverkaufs des Ölmarktes 36 % seines Wertes verloren. Obwohl der Cashflow mit dem Ölpreis sinken wird, ist das Unternehmen gut positioniert, um mit einem Umfeld umzugehen, in dem WTI-Öl etwa 50 US-Dollar pro Barrel beträgt. Bei einem solchen Ölpreis kann Marathon den notwendigen Cashflow von 2,3 Mrd. US-Dollar generieren, um seine Produktion um mehr als 10 % zu steigern und gleichzeitig seine 170 Mio. US-Dollar Dividendenausgaben zu finanzieren. Aktuell verfügt Marathon Oil dank höherer Ölpreise zu Beginn des Jahres sowie der Einnahmen aus Anlagenverkäufen über mehr als 1,5 Mrd. US-Dollar in der Bilanz. Das gibt dem Unternehmen ein schönes Polster, um mit den niedrigeren Ölpreisen umzugehen und die Mittel in einen weiteren Rückkauf seiner Aktien zu stecken.

Devon Energy (WKN:925345) ist unterdessen gegenüber dem Höchststand vom Oktober um etwa 35 % gefallen. Das Ölunternehmen ist jedoch auch gut aufgestellt, um mit einem WTI-Preis von 50 US-Dollar umzugehen. Devon erwartet derzeit, im nächsten Jahr 2,4 bis 2,7 Mrd. US-Dollar in neue Bohrungen zu investieren, was seine Ölproduktion um 15 bis 19 % gegenüber dem Stand von 2018 steigern sollte. Das Unternehmen kann diesen Plan sowohl aus dem Cashflow als auch aus der Bilanz finanzieren, die am Ende des dritten Quartals mehr als 3,1 Mrd. US-Dollar auf der hohen Kante hatte. Devon plant auch, etwa 1,3 Mrd. US-Dollar dieser Mittel zu verwenden, um seinen branchenführenden Aktienrückkaufplan im Wert von 4 Mrd. US-Dollar abzuschließen. Devon kann nun einen größeren Teil der ausstehenden Aktien zurückziehen, da sie nach dem jüngsten Ausverkauf günstiger sind.

Sieht nach einem guten Zeitpunkt aus, um Ölaktien einzukaufen

Wenn die IEA recht hat, dass Öl auf dem aktuellen Stand einen stabilen Preis finden sollte, dann scheint jetzt der richtige Zeitpunkt für Investoren zu sein, um ein Schnäppchen auf der Jagd nach abgestürzten Ölaktien zu machen, sofern die Unternehmen so aufgestellt sind, dass sie sich zu den aktuellen Preisen gut entwickeln können.

Das bedeutet, dass Unternehmen gesucht werden, die ihre Produktion schnell bei einem Ölpreis von 50 bis 60 US-Dollar steigern können. Gleichzeitig sollten sie über kapitalkräftige Bilanzen verfügen, um ein gewisses Polster zu haben, sollte der Rohölpreis weiter zurückgehen, ebenso wie die Mittel zum Rückkauf der angeschlagenen Aktien. Ölaktien mit diesen Eigenschaften sollten in der Lage sein, kurzfristige Herausforderungen leichter zu meistern und bei der nächsten Ölpreiserholung potenziell überdimensionale Renditen zu erzielen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Matthew DiLallo auf Englisch verfasst und am 16.12.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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