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Investieren für den Ruhestand: Die 4-%-Regel mal anders

Wir Fools haben schon häufiger darauf hingewiesen, dass Aktien ein hervorragendes langfristiges Mittel sein können, um für das Alter vorzusorgen. Da die gesetzliche Rente häufig zu großen Rentenlücken führen dürfte, sollte man sich am besten möglichst frühzeitig mit seiner Finanzplanung auseinandersetzen.

Wie man im Alter hierbei dann im Endeffekt entsparen möchte, bleibt einem natürlich selbst überlassen. Die 4-%-Regel hat sich jedoch gewissermaßen als sicherer Weg durchgesetzt, damit das Ruhestandspolster auch möglichst lange ausreicht.

Für all diejenigen, die jedoch noch mehr Sicherheit haben wollen, könnte es sich anbieten, diese Vorgehensweise etwas abzuändern. Schauen wir daher mal, was die 4-%-Regel grundsätzlich kann und welche etwas andere Weichenstellung sich hier möglicherweise anbieten könnte.

Die 4-%-Regel im Überblick

Die 4-%-Regel ist im Grunde genommen relativ simpel. Genau genommen entspart man als Investor hierbei jährlich einen Betrag von 4 % seines Ruhestandsportfolios, wobei man diesen Betrag nach dem ersten Jahr jeweils um die aktuelle Inflationsrate anpasst, um den schleichenden Kaufkraftverlust auszugleichen. Schließlich möchte man sich als Ruheständler nach zehn Jahren ja effektiv nicht weniger gönnen können.

Wie eine wissenschaftliche Studie aus den 1990er-Jahren zudem zeigte, gilt diese Vorgehensweise als sehr sicher. Bei einem Ruhestandsportfolio, das in etwa zur Hälfte aus Aktien und Anleihen bestand, konnte in einem 50-jährigen Backtest eine relative Sicherheit aufgezeigt werden, dass die Ersparnisse für viele Ruhestandsbelange reichen würden. Eine echte Sicherheit konnte allerdings lediglich für einen Ruhestandszeitraum von 30 Jahren nachgewiesen werden.

Wer jedoch mehr Sicherheit haben möchte, könnte seine Vorgehensweise etwas umstellen. Und zwar auf eine 4-%-Dividendenrendite-Regel.

Meine 4-%-Dividendenrendite-Regel

4 % scheinen nämlich grundsätzlich ein Richtwert zu sein, den viele Investoren zur Aufstockung ihrer Rente im Jahr erreichen möchten. Zudem können Einkommensinvestoren in ihrem Dividendenportfolio durchaus auf langfristige Dividendenrenditen kommen, die im Schnitt sogar nach Steuern auf einem ähnlichen Niveau liegen dürften. Sofern man daher im Ruhestandsalter lediglich 4 % abhebt, die aus den eintrudelnden Ausschüttungen herrühren, könnte das für noch mehr Sicherheit sorgen.

Ein solches Vorgehen hat nämlich letztlich den Vorteil, dass die Aktien in deinem Portfolio nicht angerührt werden und auch weiterhin konsequent Dividendenausschüttungen abwerfen dürften. Prinzipiell könnte ein solches Vorgehen daher auch über dein Lebensende hinaus funktionieren und sogar deinen Enkelkindern noch den Ruhestand erleichtern.

Wie man solche Dividendenrenditen erreicht

Bleibt natürlich noch die Frage, wie man solche Dividendenrenditen denn überhaupt langfristig erreicht. Und natürlich gibt es auch hierbei mehrere vertretbare Wege, die man grundsätzlich gehen kann. Wichtig sollte bei jedem jedoch sein, dass man auf sehr solide Zahler mit hoher Konstanz setzt und auch ein moderates Dividendenwachstum mit einplant. Schließlich wird ja auch bei der ursprünglichen 4-%-Regel ein Inflationsausgleich gewährleistet, diesen sollte man selbstverständlich auch bei einer Dividendenstrategie berücksichtigen.

Wer es bei der Errichtung seines Einkommens-Ruhestandsportfolios etwas eiliger hat, weil nicht mehr so viele Erwerbsjahre vor ihm liegen, kann durchaus auf starke und zugleich zuverlässige Dividendenaktien mit hohen Dividendenrenditen setzen. Zwar wachsen diese zum Teil nicht mehr ganz so stark, dafür ermöglichen sie einem sofort ein hohes zusätzliches Einkommen.

Wer hingegen noch viele Jahre oder gar Jahrzehnte Zeit bis zum Ruhestandseintritt hat, sollte möglicherweise auf ein breites Einkommensportfolio aus vielen und vor allem wachsenden Dividendenaktien setzen. Zwar werden diese für gewöhnlich noch etwas Zeit benötigen, bis sie auf eine Dividendenrendite von 4 % nach Steuern kommen könnten. Dafür hat man als Investor jedoch zusätzlich die Chance auf Kursgewinne und möglicherweise sogar langfristig höhere Dividendenrenditen, als die höheren Ausschütter derzeit zu bieten haben. Stark wachsende Unternehmen haben Investoren schließlich schon so manches Mal attraktive Dividendenrenditen sogar im zweistelligen Prozentbereich ermöglicht.

Sicherheit sollte im Ruhestand Vorrang haben!

Wenn du mich fragst, sollte man daher im Ruhestand ein möglichst hohes Maß an Sicherheit anstreben. Und ein Ruhestandsportfolio aus vielen verschiedenen Dividendenaktien, die einem stabile und verlässliche Ausschüttungen ermöglichen, könnte mit das höchste Maß an Sicherheit sein, das man als Investor erreichen kann.

Letztlich bleibt es natürlich dir überlassen, wie du bei deiner Altersvorsorge vorgehen möchtest. Doch das bloße Nachdenken über einen 4-%-Dividendenrendite-Ansatz wird dir und deinem Ruhestandsportfolio nicht groß wehtun.

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