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3 Marihuana-Aktien, die 2019 einen namhaften Partner finden könnten

Foto: Getty Images.

Die Cannabis-Industrie wächst wie eine gut gedüngte Cannabis-Pflanze, und ihre größte Errungenschaft im Jahr 2018 könnte die gesetzliche Legitimität sein.

Auf der Nordhalbkugel wurde Kanada das erste Industrieland der Welt und nur das zweite insgesamt, das Freizeit-Cannabis legalisierte. Wenn die Branche auf allen Zylindern läuft, könnten wir über 5 Mrd. US-Dollar an zusätzlichen Jahresumsätzen sprechen, die in legale Cannabis-Unternehmen fließen.

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In den USA haben eine Handvoll neuer Staaten Marihuana-Initiativen genehmigt. Die Wähler in Missouri und Utah stimmten während der US-Zwischenwahlen für medizinisches Cannabis, und die Einwohner von Michigan haben eine Regelung zum Marihuana-Konsum in der Freizeit befürwortet. Alles in allem haben aktuell 32 Staaten medizinisches Cannabis in irgendeiner Form zugelassen, von denen zehn zudem die Verwendung von Cannabis durch Erwachsene in ihrer Freizeit erlauben.

Das Dealmaking hat die Marihuana-Industrie erreicht
Aber der größte Indikator für die Reife der Branche könnte die Tatsache sein, dass seit August einige namhafte Partnerschaften angekündigt wurden.

Am 1. August begann es damit, dass Molson Coors Brewing (WKN:A0DQWU) ein Joint Venture mit dem in Quebec ansässigen Unternehmen HEXO zur Herstellung von cannabishaltigen Getränken ankündigte. Die Tatsache, dass Molson Coors einen Cannabis-Partner gesucht hat, ist nicht im Geringsten überraschend, da der Marktanteil des Bierherstellers in Kanada in den letzten zehn Jahren stark zurückgegangen ist.

Überraschenderweise entschied sich Molson Coors für HEXO, ein Unternehmen, das für die meisten Experten weitgehend vom Radar verschwunden war. HEXO bietet schätzungsweise 108.000 Kilogramm jährliche Spitzenproduktion und liegt damit wahrscheinlich am Ende der Top-10-Produzenten des Landes. Das Unternehmen unterzeichnete auch eine Fünfjahresvereinbarung über die Lieferung von insgesamt 200.000 Kilogramm Cannabis an die Provinz Quebec.

Zwei Wochen später, am 15. August, kündigte Constellation Brands (WKN:871918), der Hersteller der Biermarken Modelo und Corona, den größten Pot-Deal in der Geschichte an – eine 4-Mrd.-US-Dollar-Kapitalinvestition in Canopy Growth. Als der Deal abgeschlossen war, hatte Constellation einen 37-prozentigen Anteil an Canopy Growth, mit 139,7 Mio. Optionsscheinen, die bei Ausübung diesen Anteil auf 56 % erhöhen könnten. Neben der bloßen Arbeit an neuen Produkten zeigt diese massive Beteiligung, dass Markenunternehmen die Marihuana-Industrie als eine dauerhafte, wachstumsstarke Chance ansehen.

Und vor etwas mehr als einer Woche kündigte Altria seine Absicht an, 1,8 Mrd. US-Dollar in die Cronos Group zu investieren, was für einen Anteil von 45 % ausreicht. Zusammen mit den Optionen, die Altria erhalten wird, könnte das Unternehmen seine Beteiligung an Cronos auf 55 % erhöhen.

Welche Pot-Aktien werden als Nächstes einen Markenpartner gewinnen?

Bei so vielen Deals lautet die große Frage: Welche Marihuana-Aktie ist die nächste, die einen abschließt?

Mein Verdacht fällt auf die folgenden drei:

Aphria

Lass uns mit dem Offensichtlichen beginnen: Aphria (WKN:A12HM0) hat im Moment viele Probleme. In einem kürzlich veröffentlichten Short-Seller-Bericht wird behauptet, dass das Management von Aphria für drei lateinamerikanische Übernahmen zu viel bezahlt hat, mit der Absicht, Gewinne für bestimmte Unternehmensinsider zu erzielen, die mit diesen erworbenen Unternehmen verbunden waren. Wohlgemerkt, das sind Behauptungen, die Aphria vehement bestritt, aber sie haben eine Vertrauenskrise der Investoren ausgelöst, die seine Fähigkeit, einen Markenpartner zu finden, beeinträchtigen könnte.

Aphria hat jedoch zwei ziemlich große Faktoren, die zugunsten des Unternehmens wirken. Erstens soll es der drittgrößte Anbaubetrieb sein, gemessen an der jährlichen Spitzenproduktion (255.000 Kilogramm). Mit den beiden größten Projekten, die im nächsten Monat abgeschlossen sein sollen – Aphria One und Aphria Diamond – steht die Fähigkeit des Unternehmens, ein erstklassiger und verlässlicher Produzent zu sein, nicht mehr infrage. Aphria könnte möglicherweise einem Markenpartner für Tabak oder Getränke sofort helfen.

Der andere interessante Faktor ist, dass Aphria kürzlich Tom Looney als Direktor in den Vorstand aufgenommen hat. Looney war mehr als 30 Jahre lang in der Alkoholgetränkeindustrie tätig, unter anderem als ehemaliger Präsident der U.S. Spirits & Canada Sparte von Diageo. Es wurde gemunkelt, dass Diageo aktiv nach einem Cannabis-Partner sucht und es wäre wirklich naheliegend, wenn mit Looneys Einfluss auf Aphrias Vorstand ein Deal für Getränkekooperationen oder eine Kapitalanlage zwischen den beiden Unternehmen abgeschlossen würde.

Aurora Cannabis

Manchmal kommt es auf die Größe an – und wenn es um das maximale Produktionspotenzial geht, kann kein Unternehmen mit Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) konkurrieren.

Vor dem Abschluss der Übernahme von ICC Labs in Südamerika hatte Aurora eine jährliche Spitzenproduktion von 570.000 Kilogramm prognostiziert. ICC verfügte jedoch über rund 1,1 Mio. Quadratfuß an laufenden Gewächshausprojekten und 92.000 Quadratfuß Betriebsfläche, ganz zu schweigen von jeder Menge Expansionspotenzial. Konservativ geschätzt sind damit 700.000 Kilogramm Jahresproduktion innerhalb von drei bis fünf Jahren möglich. Da Aurora in der Lage ist, so viel Cannabis zu produzieren, und bereits in 18 Ländern vertreten ist, scheint es ein ideales Ziel für Markenpartner zu sein.

Es sah so aus, als hätte Aurora bereits im September mit Coca-Cola einen Partner gefunden. Gerüchte aus verschiedenen Quellen deuteten darauf hin, dass Coca-Cola und Aurora über eine mögliche Partnerschaft oder Investition verhandelten. Diese Diskussionen haben sich jedoch nie zu einem Deal ausgeweitet, da Coca-Cola Ende Oktober beschloss, sich vorerst zurückzuhalten und die Branche zunächst weiter aus der Ferne zu beobachten.

Dennoch ist es offensichtlich, dass Markengetränkeunternehmen Aurora Cannabis im Auge haben, und auch Aurora hat Interesse am Einstieg in den CBD-Getränkemarkt bekundet. Wundere dich nicht, wenn Aurora 2019 einen Partner findet.

The Green Organic Dutchman

Ein guter Kandidat für 2019 könnte schließlich auch The Green Organic Dutchman (WKN:A2JLEE) sein.

Auf der einen Seite sollte The Green Organic Dutchman, auch unter dem Akronym TGOD bekannt, ein Top-5-Produzent werden, wenn das Unternehmen die Produktionserwartungen erfüllt. Das Management hat nach drei Partnerschaften und Ankündigungen im Juni die jährliche Spitzenproduktion auf 195.000 Kilogramm festgelegt. Abhängig davon, wie schnell Tilray hochfährt, könnte TGOD die Position der viert- oder fünftgrößte Marihuana-Anbauer werden.

Andererseits ist TGOD wirklich spät dran. Es wird nicht einmal erwartet, dass der erste Cannabis-Verkauf in der ersten Hälfte des nächsten Jahres stattfinden wird. Da eine Reihe von Unternehmen bei ihren Kapazitätserweiterungen deutlich weiter fortgeschritten ist, könnte das die Chancen von TGOD beeinträchtigen, einen bedeutenden Partner zu gewinnen.

Eine weitere Variable ist die Aufteilung der Produktion von The Green Organic Dutchman. Etwa 40.000 Kilogramm oder etwas mehr als 20 % der gesamten Spitzenproduktion werden für cannabishaltige Getränke und Lebensmittel verwendet. Es wird erwartet, dass diese alternativen Produkte auf lange Sicht saftigere Margen haben werden als getrocknete Cannabis-Blüten. Das ist im Wesentlichen leichte Beute für Getränke- und Snackunternehmen, die in die wachstumsstarke Cannabis-Industrie einsteigen wollen. Es würde mich, wie gesagt, nicht überraschen, wenn TGOD im nächsten Jahr einen Partner finden würde.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 15.12.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Molson Coors Brewing. The Motley Fool empfiehlt Constellation Brands, Diageo und Hexo.

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