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4 intelligente Schritte während einer Börsenkorrektur

Üblicherweise ist das die Jahreszeit, die am besten für die „Weihnachtsrallye“ bekannt ist. 2018 scheint jedoch ein Jahr zu sein, in dem die meisten Investoren wohl nicht viel unterm Baum finden werden.

Nach 2017, in dem der Aktienmarkt um nicht einmal 5 % geschrumpft ist, hat er in einem Zeitraum von 10 Monaten zwei relativ gegenläufige Korrekturen durchlaufen. Eine „Korrektur“ ist ein Rückgang von mindestens 10 % gegenüber einem neuen Höchststand. Ende Januar und Anfang Februar dauerte es weniger als zwei Kalenderwochen, bis der S&P 500 10 % seines Wertes verlor. In jüngster Zeit sieht es anders aus, denn der S&P 500 bewegte sich seit Anfang Oktober mehr als einmal in den Korrekturbereich.

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Was kann ein Investor also tun? Hier sind vier intelligente Schritte, die dich durch diese (und jede andere) Korrektur bringen sollten.

1. Ziele auf Unternehmen ab, die eine Dividende zahlen

Eines der sichersten Dinge, die du während einer Korrektur tun kannst, ist Aktien zu kaufen, die eine regelmäßige vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Dividende zahlen.

Die Sache mit Dividendenaktien ist, dass sie wie ein Leuchtfeuer auf langfristige Investoren wirken. Ein Unternehmen, das einen Teil seiner Erträge mit den Investoren teilt, ist oft eines, das auf Herz und Nieren geprüft ist und Wachstum und Rendite in der Zukunft bieten sollte.

Das bedeutet aber nicht, dass sich bei einer Korrektur alle Dividendenaktien lohnen. Denken wir daran, dass die Rendite eine Funktion der Auszahlung und des Kurses ist, was bedeutet, dass ein schnell sinkender Aktienkurs mit einem angeschlagenen Geschäftsmodell eine steigende Dividendenrendite haben könnte. Kurz gesagt, du musst sicherstellen, dass das Geschäft noch auf Hochtouren läuft.

Dennoch ist die Verwendung von Dividenden als Absicherung gegen eine kurzfristige Marktabschwächung sowie die Reinvestition dieser Auszahlungen in mehr Aktien von dividendenzahlenden Unternehmen ein ziemlich einfacher Weg, um dein Portfolio für die nächste Hausse zu stärken.

Du möchtest eine Dividendenaktie mit hoher Rendite? Dann wirf einen genaueren Blick auf AT&T (WKN:A0HL9Z), das auf der Basis der erwarteten Gewinne etwa so günstig ist wie vor 10 Jahren. Das Geschäftsmodell von AT&T basiert in erster Linie auf Abonnements, was bedeutet, dass es weniger wahrscheinlich ist, Kunden während einer schrumpfenden Wirtschaft zu verlieren.

Das Unternehmen hat vor Kurzem auch die Übernahme von Time Warner abgeschlossen, wodurch es Zugang zu CNN, TBS und TNT erhält. Betrachte diese als die baumelnden Karotten, die AT&T einsetzen will, um mehr für Werbung zu verlangen und die Verbraucher zu seinen Streaming-Video-Diensten zu locken. Mit einer derzeitigen Rendite von 6,6 % wird AT&T die Investoren nicht mit seinem Umsatzwachstum begeistern, aber dafür gibt es ja die Dividende.

2. Halte nach Grundbedarfsbranchen und -sektoren Ausschau

Eine weitere intelligente Idee ist, nach Investitionen zu suchen, die den Grundbedarf decken. Solche Unternehmen bieten Produkte oder Dienstleistungen an, die weder durch eine wirtschaftliche Schrumpfung noch eine Rezession beeinträchtigt werden. Zum Beispiel wird so ziemlich jeder Toilettenpapier und Zahnpasta kaufen und Strom zu Hause brauchen. Das macht Unternehmen, die diese Produkte und Dienstleistungen verkaufen, besonders attraktiv, wenn die Aktienmärkte volatil werden.

Es ist anzumerken, dass Grundbedarfsaktien auch dazu neigen, eine Dividende zu zahlen, was den vorherigen Punkt bestärkt. Da die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen des Grundbedarfs relativ vorhersehbar ist, ist die Prognose des operativen Cashflows und der Dividenden einfach.

Eine Überlegung wäre der größte börsennotierte Stromversorger NextEra Energy (WKN:A1CZ4H) wert. Ich habe NextEra nicht allein wegen seiner Größe vorgeschlagen. Vielmehr ergibt sich die Faszination aus der Tatsache, dass kein anderer Versorger mehr Strom aus Sonne und Wind erzeugt als dieser. Obwohl das am Anfang hohe Investitionen erfordert, sollte NextEra durch die Nutzung „umweltfreundlicherer“ Energiequellen seine langfristigen Kosten senken und seine Margen schneller als andere kontinuierlich verbessern. Mit einer Rendite von derzeit 2,4 % hat NextEra Energy seinen Reiz bewahrt.

3. Überprüfe deine Aktien

Der dritte Schritt, den du in Betracht ziehen solltest, ist die Überprüfung deiner bestehenden Aktien. Ehrlich gesagt brauchst dafür keine Marktkorrektur, aber es ist oft ein guter Grund dafür, dich mit deinem Portfolio zu beschäftigen.

Wonach suchst du? Frage dich grundsätzlich, ob deine ursprüngliche Investmentthese noch zutrifft. Wenn ein von dir erworbenes Unternehmen eine wesentliche Änderung seiner langfristigen Aussichten erfahren hat, könnte das ein guter Grund sein, in diese Korrektur zu investieren. Wenn jedoch eine oder mehrere Beteiligungen mit dem Markt gefallen sind, aber keine wesentliche Änderung der langfristigen Strategie erfahren haben, wirst du den Verkauf wahrscheinlich bereuen.

Nehmen wir Amazon.com (WKN:906866) als gutes Beispiel. Die Aktien sind seit dem Allzeithoch Anfang September um bis zu 27 % gesunken. Trotzdem ist im Wesentlichen nichts falsch mit Amazons Geschäft — zumindest nicht, wenn du mich fragst. Sicher, der Aktienkurs mag sich etwas überhitzt haben, aber das margenstarke Amazon Web Services (AWS) erzielte im dritten Quartal ein Umsatzwachstum von 46 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und steuerte 2,08 Mrd. US-Dollar zum Betriebsergebnis von 3,72 Mrd. US-Dollar bei. Da AWS einen größeren Teil des Umsatzes ausmacht, sollten sich die Margen verbessern. Also alles im grünen Bereich.

Andererseits könnten auch Unternehmen aus den Grundbedarfsbranchen und -sektoren mit Ereignissen konfrontiert werden, die alles in Frage stellen. Frage einfach die Aktionäre der PG&E (WKN:851962). Als eines der führenden kalifornischen Energieversorgungsunternehmen läuft es bei PG&E in der Regel reibungslos. Vor Kurzem kam aber dann der Hammer. Das Unternehmen könnte mit erheblichen Verbindlichkeiten konfrontiert werden, die mit den Bränden in Kalifornien zu tun haben, wenn PG&E als verantwortlich befunden wird — und erste Beweise scheinen darauf hinzudeuten. PG&E ringt mit einer Geldstrafe, die weit über das hinausgehen könnte, was die Haftpflichtversicherung abdecken würde, und hat Probleme mit einem Ereignis, das die Investoren zu Recht dazu bringen könnte, auszusteigen.

4. Investiere regelmäßig

Last but not least solltest du eine regelmäßige Anlage in Betracht ziehen, unabhängig davon, wie gut oder schlecht sich der Aktienmarkt entwickelt hat.

Bereits 2016 veröffentlichte J.P. Morgan Asset Management einen Bericht, der zeigt, dass die Investoren, die den S&P 500 vom 3. Januar 1995 bis zum 31. Dezember 2014 ohne Verkauf gehalten hätten, eine Gesamtrendite von 555 % erzielt hätten. Vergleichsweise hätte das Versäumen von nur 10 der besten Handelstage des S&P 500 in diesem Zeitraum die Gesamtrendite auf 191 % reduziert. Wenn du etwas mehr als 30 der besten Handelstage in einem Zeitraum von mehr als 5.000 Tagen über 20 Jahre hinweg verpasst hättest, wären deine Renditen negativ. Der Punkt ist, dass viele der besten Tage des Marktes innerhalb von zwei Wochen nach seinen schlechtesten Tagen stattfinden. Der Versuch, deine Käufe und Verkäufe aufgrund der Schwankungen des Marktes zu planen, wird normalerweise nicht gut funktionieren.

Vielmehr sollte die Zeit die Arbeit für dich erledigen. Seit 1950 hat der S&P 500 37 Korrekturen von mindestens 10 % durchlaufen. Ohne die aktuelle Korrektur wurde jede der 36 vorangegangenen Korrekturen durch eine Rallye vollständig wieder ausgeglichen — und zwar oft innerhalb weniger Wochen oder Monate. Die Zeit ist der Faktor, der die Taschen von langfristigen Investoren mit Geld füllt.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon. 

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 11.12.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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