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Was man über Aphria wissen sollte

Du hast wahrscheinlich Warren Buffetts Aussage gehört, dass du „ängstlich sein solltest, wenn andere gierig sind, und gierig, wenn andere ängstlich sind“ – vermutlich öfter, als du zählen kannst. Ich vermute, dass Buffetts Ratschläge dennoch den Weg in die Köpfe einiger Anleger finden könnten, nachdem die Aktie von Aphria (WKN:A12HM0) kürzlich einen spektakulären Einbruch erlitten hat.

Die kanadische Marihuana-Aktie hat in weniger als einem Monat fast 60 % ihres Wertes verloren. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass es viele gibt, die sich um Aphria sorgen. Ist es jetzt an der Zeit, ein wenig gierig im Hinblick auf die abgestürzten Aktien zu werden? Wenn du darüber nachdenkst, Aphria zu kaufen, schau dir hier an, was du dazu wissen solltest.

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Was steckt dahinter?

Für den starken Rückgang von Aphria in den letzten Wochen gab es drei Hauptfaktoren. Einer davon war der breitere Marktrückgang, der die meisten Aktien belastete. Ein weiterer war der Ausverkauf kanadischer Marihuana-Aktien, nachdem der legale Markt für Freizeit-Marihuana am 17. Oktober 2018 eröffnet wurde. Der dritte Faktor ist jedoch der beunruhigendste: Behauptungen eines Leerverkäufers, Aphria-Insider profitierten davon, dass das Unternehmen international Unternehmen zu stark überhöhten Preisen aufkaufe.

Im September erwarb Aphria die LATAM-Beteiligungen von SOL Global Investments (ehemals Skythian Biosciences). Die Transaktion umfasste Anteile an drei Unternehmen – in Kolumbien (Colcanna), Argentinien (ABP) und Jamaika (Marigold) – und eine Option darauf, eine Beteiligung an einem brasilianischen Unternehmen zu erwerben. Diese Transaktion wurde durch die Übernahme von 1 Mio. US-Dollar an Schulden von LATAM und die Ausgabe von mehr als 15,6 Mio. Aktien der Aphria finanziert.

Aber der Hedgefonds Quintessential Capital Management und das forensische Analysehaus Hindenburg Research veröffentlichten letzte Woche einen Bericht, wonach der Preis für diese Operationen viel höher sei, als er hätte sein sollen. So wurde in dem Bericht festgestellt, dass es sich um „praktisch wertlose Unternehmen“ handle. Die Aphria-Aktie ging auf Talfahrt, nachdem die Vorwürfe veröffentlicht wurden.

Unterschiedliche Perspektiven

Aphria bestreitet diese Behauptungen. Das Unternehmen veröffentlichte eine Pressemitteilung, in der es erklärte, der Bericht der Leerverkäufer sei „ein böswilliger und egoistischer Versuch, durch Manipulation des Aphria-Aktienkurses auf Kosten der Aphria-Aktionäre zu profitieren“. Was den Preis für die LATAM-Beteiligungen anbelangt, so hat Aphria darauf hingewiesen, der Aphria-Verwaltungsrat habe Gutachten von einem externen Unternehmen eingeholt, die bestätigten, dass die Kosten der Transaktion für das Unternehmen und seine Aktionäre fair waren.

Für die Anleger, die jetzt den Kauf von Aphria-Aktien in Betracht ziehen, gibt es eine andere Perspektive. Die zur Finanzierung der LATAM-Holdings-Transaktion ausgegebenen Aktien verwässerten die bestehenden Aphria-Aktien um 6 bis 7 %. Der massive Kursrückgang, der durch die Behauptungen der Leerverkäufer verursacht wurde, ist viel größer als die Kosten der umstrittenen Transaktion.

Aber was ist mit den Anschuldigungen, dass Aphria-Insider von der Übernahme profitierten? Aphria stellte hierzu fest, dass in der Pressemitteilung zur Ankündigung der LATAM-Holdings-Transaktion mitgeteilt worden sei, „bestimmte Insider von Aphria besitzen eine minimale Anzahl von Aktien und Optionsscheinen“. Das Unternehmen fügte hinzu, dass diese Personen den Verwaltungsrat von Aphria über ihre Positionen informiert und sich von den Beratungen über die Transaktion zurückgezogen hätten.

Es handelte sich um Aphria-CEO Vic Neufeld, die Mitvorsitzenden und Gründer Cole Cacciavillani und John Cervini sowie das externe Vorstandsmitglied Renah Persofsky. Diese Personen hielten zusammen rund 2,1 % der SOL Global Holdings, damals bekannt als Scythian Biosciences.

Wie bedenklich ist das? Es ist wichtig zu wissen, dass das das zweite Mal ist, dass Aphria eine Übernahme durchführt, bei der Insider eine Beteiligung an der verkaufenden Partei besitzen. Das Unternehmen geriet Anfang 2018 unter Beschuss, weil die Offenlegung von Insiderbeteiligungen an Nuuvera erst im Zuge des Abschlusses der Transaktion bekannt wurde.

Andererseits hat Aphria die Insiderbeteiligungen sowohl an der Nuuvera- als auch an der LATAM-Transaktion offengelegt. Zumindest im Falle der LATAM-Übernahme haben Aphria-Insider keine Tonne Geld mit dem Deal verdient – zumal der Wert der Aphria-Aktien durch den Kauf verwässert wurde.

Was wirklich zählt

Die Integrität der Führung eines Unternehmens ist absolut wichtig. Ein weiteres Sprichwort von Warren Buffett kommt mir in den Sinn: „Du siehst eine Kakerlake in deiner Küche, und im Laufe der Zeit triffst du ihre Verwandten.“ Buffett bezog sich auf Managementprobleme in einem Unternehmen, in das er vor einigen Jahren investiert hatte.

Ob es bei Aphria weitere „Kakerlaken“ gibt oder nicht, bleibt abzuwarten. Es ist durchaus möglich – und sicherlich plausibel –, dass die Leerverkäufer mehr aus den Problemen mit der LATAM-Übernahme gemacht haben, als gerechtfertigt ist.

Wichtig sind aber auch die realistischen Aussichten für Aphria auf lange Sicht. Die sehen weiterhin ziemlich gut aus. Aphria scheint in einer guten Position zu sein, um vom Wachstum auf den globalen Marihuana-Märkten zu profitieren.

Ist Aphria jetzt ein Schnäppchen wegen seiner jüngsten Probleme? Vielleicht schon. Aber vorsichtige Anleger sollten sich beim Kauf von Aktien zurückhalten, um sicherzustellen, dass sie nicht unter weiteren Kontroversen zu leiden haben.

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Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 09.12.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool hat keine Position in einer der erwähnten Aktien.

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