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Was derzeit für und gegen die 650-%-Aktie Adidas spricht

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Die Adidas (WKN: A1EWWW)-Aktie legte über die vergangenen zehn Jahre mit fast 650 % (13.12.2008-13.12.2018) einen fulminanten Anstieg hin. Im Vergleich: Der DAX stieg im gleichen Zeitraum nur etwa 150 %. Setzt sich der Kursanstieg nun fort? Einiges spricht derzeit für den Konzern, aber es gibt auch Schwachstellen. Welche dies sind und wie es eventuell mit der Aktie weitergeht, erfährst du hier.

Dies spricht aktuell für die Aktie

Adidas hat in diesem Jahr 1,5 Mrd. Euro über Aktienrückkäufe und Dividenden an seine Aktionäre zurückgegeben. Dabei wurden für 1 Mrd. Euro 5,1 Mio. Aktien zurückgekauft. Bis 2021 sollen weitere 2 Mrd. Euro dafür verwendet werden. Da sie eingezogen bleiben, erhöht sich der Gewinn je Aktie, wovon wiederum die Bewertung profitiert.

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Die Marke Adidas erfreut sich derzeit hoher Beliebtheit. Nach einer aktuellen Umfrage unter 3.000 Konsumenten ab 14 Jahren liegt sie in Deutschland mit 8 % sogar vor dem Weltmarktführer Nike (WKN: 866993), der mit 6,8 % auf Platz zwei ist. Besonders beliebt ist Adidas demnach bei Teenagern und aufgrund seiner Sneaker.

Nach der Präsentation seiner Zahlen für das dritte Quartal 2018 erhöhte der Konzern seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Statt einer Verbesserung von 13 bis 17 % erwartet Adidas nun eine Steigerung des Gewinns aus fortgeführten Geschäftsbereichen um 16 bis 20 %. Dies spricht für die Aktie.

Aktuell laufen die Geschäfte weiterhin sehr gut. So stiegen der Umsatz und der Gewinn aus fortgeführten Geschäften in den ersten drei Quartalen um 3,2 beziehungsweise 19,0 %. Allein im dritten Quartal 2018 verbesserten sie sich um 3,5 beziehungsweise 19,5 %. Auch bei der Problemmarke Reebok kletterte die Bruttomarge um 4,4 Prozentpunkte, was positiv ist. Besonders gut läuft es aber bei der Marke Adidas, die ihren Umsatz, besonders über den Bereich Training und Running, um 10 % steigerte.

Adidas folgt einer erfolgreichen Strategie, indem es sich auf wachstumsstarke Bereiche wie China, Nordamerika und den E-Commerce konzentriert. In Verbindung mit dem richtigen Preis-, Vertriebs- und Produktmix führte dies zu einer deutlichen Verbesserung der Ergebnisse.

Über die letzten zehn Jahre (2008–2017) konnte Adidas seinen Umsatz von 10,8 auf 21,2 Mrd. Euro und den Gewinn von 644 auf 1.097 Mio. Euro verbessern. Auch in diesem Jahr werden neue Rekorde erwartet. Dabei ist die Bilanz mit knapp 42 % Eigenkapital solide aufgestellt. Auch dies spricht für die Firma.

Das Unternehmen erfreut sich auch bei den Mitarbeitern einer hohen Beliebtheit. So bewerben sich jährlich 1,2 Millionen Menschen bei Adidas. Dies sind mehr als bei jedem anderen DAX-Konzern.

Und dies spricht derzeit gegen Adidas

Negativ wirkt sich aus, dass die Marke Reebok weiterhin an Umsatz verliert. Allein im dritten Quartal 2018 waren es 10 % (währungsbereinigt 5 %).

In Lateinamerika leidet Adidas derzeit unter der wirtschaftlich schwachen Entwicklung und der hohen Inflation. Deshalb sank hier der Umsatz im dritten Quartal 2018 um 32 %. Auch in Russland und den GUS-Staaten verlor das Geschäft aufgrund der Inflation um 4 %. In den Schwellenländern insgesamt gab es einen Rückgang um 13 %. In Westeuropa erlebt der Konzern derzeit einen härteren Wettbewerb mit Nike, weshalb die Umsatzprognose für die Region gesenkt wurde. Dies ist negativ.

Adidas verzeichnete über die letzten zehn Jahre einen starken Kursanstieg von 650 %. Der operative Gewinn ist allerdings, wenn man die Ergebnisse der letzten zwölf Monate mit berücksichtigt, nur um 120 % angezogen. Auch der Umsatz legte mit etwa 100 % deutlich geringer zu.

Im Laufe der Zeit ist nicht nur der Kurs stark angestiegen, sondern auch die Bewertung. Sie liegt heute auf Rekordniveau. So betrug das Kurs-Buchwert-Verhältnis 2008 nur 1,7 und das Kurs-Gewinn-Verhältnis 10,5. Heute liegen diese Werte bei 6,2 und 20,77 (13.12.2018). Deshalb ist eine Überbewertung wahrscheinlich.

Foolishes Fazit

Derzeit laufen Adidas’ Geschäfte immer noch sehr gut. Nur vereinzelt lassen sich Schwachstellen entdecken. Persönlich gehe ich aber davon aus, das der Kursanstieg über die letzten Jahre bereits übertrieben ist, weshalb die Aktie in der kommenden Zeit korrigieren könnte.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nike.

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