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Ist BlackBerry ein Kauf?

Foto: The Motley Fool.

Die Aktien von BlackBerry (WKN:A1W2YK) sind in den letzten sechs Monaten um 25 % gefallen. Der Spezialist für Unternehmenssoftware und Internet der Dinge (IoT) hat eine Marktkapitalisierung von 5 Milliarden USD, weit unter den Werten, die es einst zu dem größten und wertvollsten Unternehmen (nach Marktkapitalisierung) in Kanada gemacht haben. Und auch wenn der Markt derzeit alles andere als großartig ist, sinken die Verluste des Unternehmens – ist das nicht ein klassisches Anzeichen für einen Turnaround?

Die Antwort in nur einem Wort: nein. Schauen wir doch mal nach, warum das so ist.

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Das Hauptproblem

Gleich kommen wir zu den Zahlen, auf denen wir mal rumkauen werden. Zunächst sollte man aber wissen, dass BlackBerry ein neues Führungsteam braucht.

Sicherlich ist John Chen eine Verbesserung gegenüber der Doppel-CEO-Position, die er beerbte. Man kann Chen nicht dafür verantwortlich machen, dass unter ihm BlackBerry vom Smartphone-Markt so gut wie verschwand, denn es war zu spät, das rumzureißen, als er dann an die Macht kam.

Aber das war bereits vor fünf Jahren, und Chen hat es immer noch nicht geschafft, einen durchführbaren Businessplan zu entwickeln. In der Theorie schätze ich den Fokus des Unternehmens auf Softwareentwicklung und die Spezialisierung auf das Internet der Dinge für Unternehmenskunden – dort sind die Margen groß. Voneinander getrennt ergeben diese Ideen durchaus einen Sinn. Aber bei beiden zusammen bin ich mir nicht so sicher.

Ein Vergleich zur Einordnung

Das beste Beispiel für einen vergleichbaren Ansatz findet man bei General Electric (WKN:851144), wo das Projekt als Industrial Internet of Things (IIoT) bekannt ist. Die Idee war folgende: Man füge Sensoren und Netzwerke zu einer Reihe von Industriemaschinen hinzu, sammelt und analysiert die Betriebsdaten der Maschinen, lehnt sich dann zurück und lässt die Gewinne aufs Konto prasseln.

Aber das hat bei GE nicht funktioniert. Der Branchenriese gibt das Projekt IIoT auf, das sich nie wirklich durchgesetzt hat. Das ist heutzutage nicht das einzige Problem bei GE, aber das Projekt IIoT sollte mal den Konzern retten. Die Aktie von GE ist in 52 Wochen um 56 % gesunken.

Ich erwähne GE, weil BlackBerrys Enterprise of Things eine ähnliche Idee verfolgt und die beiden Unternehmen ähnliche Ergebnisse zeigen. BlackBerry hat während Chens Zeit mit negativen operativen Margen und sinkenden Umsätzen zu kämpfen:

BlackBerrys Umsatz via YCharts

Finger weg!

Selbst bei den derzeitigen Dumping-Preisen sieht die Aktie nicht einmal günstig aus. BlackBerry berichtet negative Gewinne und Cashflows, und die Aktie wird zum 56-Fachen der (meiner Meinung nach übermäßig optimistischen) Gewinnprognose der Wall Street für das kommende Jahr gehandelt.

Ich würde mir diese Aktie ernsthaft ansehen, wenn John Chen ersetzt wird – und selbst dann nur mit äußerst skeptischem Blick. Dieses Unternehmen leidet unter Misswirtschaft und vertanen Chancen, und es wird alles andere als einfach sein, potenzielle Kunden davon zu überzeugen, dass sich all das in letzter Zeit geändert hat.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Blackberry. Anders Bylund besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 29.11.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschsprachigen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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