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Alphabets oberster Chef für selbstfahrende Autos glaubt tatsächlich selbst nicht dran

Foto: Alphabet

Selbstfahrende Autos sollen nicht nur die Mobilität von morgen verändern, sondern auch unsere Städte auf den Kopf stellen. Manchmal hat man den Eindruck, dass diese Veränderungen bereits direkt hinter der nächsten Ecke auf uns warten.

John Krafcik Chef von Waymo, die Alphabet (WKN: A14Y6F) Tochter fürs autonome Fahren, hat nun aber ein bemerkenswertes Statement abgelassen:

„Autonomie wird immer ein paar Einschränkungen haben.“

Der Aufschrei im Netz war und ist groß. In Wahrheit ist diese Aussage aber tatsächlich gar nicht so aufregend. Wäre es denn wirklich überraschend, wenn ein selbstfahrendes Auto mit allen Widrigkeiten des Straßenverkehrs zurecht kommt?

Ich meine nein. Unwetter, Nebel, schlechte Straßenverhältnisse und sonstige Hindernisse, machen es auch für menschliche Fahrer manchmal erforderlich, rechts ran zu fahren – zumindest wäre es oftmals die vernünftigere Entscheidung.

Ein Punkt, den man John Krafcik dennoch entgegen setzen kann, ist, dass man mit Aussagen, die ein „immer“, ein „niemals“ oder ein „auf alle Fälle“ enthalten, vorsichtig sein sollte. Insbesondere dann, wenn man von technologischen Entwicklungen spricht.

Wie viele hätten sich denn vor einigen Jahren vorstellen können, wie weit Ingenieure und Softwareentwickler bei der Vision des selbstfahrenden Autos Stand heute tatsächlich schon gekommen sind?

Werden die vielen Ankündigungen von Cruise, Waymo, Daimler (WKN:710000) in Zusammenarbeit mit Bosch und den vielen anderen, die ich vergessen habe, in die Realität umgesetzt, dann können wir im nächsten Jahr bereits die ersten groß angelegten Pilotversuche mit selbstfahrenden Taxi-Services bestaunen.

Dann wären wir bereits im Jahr 2019 bei einem Status angelangt, der dem höchsten Level der Autonomie sehr nahekommt. Nämlich Fahrzeuge, die sich unter bestimmten Bedingungen, also in fest abgegrenzten Gebieten und bei bestimmten Wetterverhältnissen, völlig unabhängig fortbewegen. Diese Stufe kann nur noch von Level 5 getoppt werden. In dieser Stufe des autonomen Fahrens steuert ein Roboter-Fahrzeug immer und überall eigenständig den gewünschten Ort an.

Genau diesen letzten Schritt bezweifelt Krafcik. Zumindest sieht er einige Einschränkungen – insbesondere extreme Wetterbedingungen.

Dennoch wittern die genannten und andere Unternehmen große wirtschaftliche Chancen mit ihren Roboter-Taxi-Services. Die Aussage von Krafcik wird diesen Hoffnungen keinen Strich durch die Rechnung machen. Schließlich verringern sich die wirtschaftlichen Chancen nur sehr marginal, wenn die Roboter-Taxi-Flotte beispielsweise an einem von 365 Tagen aufgrund des schlechten Wetters frei bekommt.

Eine viel größere Herausforderung ist möglicherweise die gesellschaftliche Akzeptanz der autonomen Fahrzeug-Flotten. Technik-Freaks werden sicherlich keinerlei Bedenken haben, in ein Roboter-Taxi zu steigen. Ein wirtschaftlicher Erfolg wird das Ganze aber nur dann, wenn sich größere Teile der Gesellschaft davon überzeugen lassen.

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Offenlegung: Sven besitzt Aktien von Daimler. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Alphabet. The Motley Fool empfiehlt Daimler.

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