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Allianz-Aktie: 3 Dinge, die Investoren in den kommenden 3 Jahren erwarten können

Es gibt erneut Neuigkeiten im Kontext der Allianz (WKN: 840400)-Aktie. Nachdem bereits zum Ende der vergangenen Woche eine wichtige Personalie langfristig geklärt werden und die Allianz zudem einen historischen Schritt in Richtung China vermelden konnte, geht es nun wirklich ans Eingemachte.

Dieses Mal nämlich im Fokus: die operative Entwicklung der nächsten Jahre. Denn die Allianz hat nun ganz konkret bekannt gegeben, wo sie innerhalb der nächsten drei Jahre hinmöchte.

Werfen wir also einen Blick auf diese Ziele und schauen, was Anleger ganz konkret in den kommenden drei Jahren von der Allianz-Aktie erwarten können.

1) Das sind die finanziellen Ziele

Zum einen hat die Allianz erneut ein ganzes Set an finanziellen Kennzahlen bekannt gegeben. Zwischen 2018 und 2021 möchte sie beispielsweise den operativen Gewinn um rund 4 % pro Jahr im Schnitt steigern. Innerhalb des letzten bekannt gegebenen Dreijahreszeitraums (seit 2015) waren es jedoch noch 5 % pro Jahr, was so manchen Anleger womöglich leicht verstimmte.

Zudem möchte die Allianz dabei eine gleichbleibend hohe Eigenkapitalrendite im Schnitt erreichen. Wie schon zuvor liegt hier die Zielmarke auch weiterhin bei 13 % pro Jahr. In den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres lag dieser Wert jedoch mit 13,8 % deutlich höher.

Es könnte jedoch insgesamt sein, dass wir diese Ziffern als Mindestwerte verstehen können. Denn bislang ist die Allianz auch beim operativen Gewinn auf einem guten Weg, in den vergangenen drei Jahren ein durchschnittliches Wachstum von rund 6,7 % zu erreichen. Auch wenn die aktuelle Zielmarke mit 4 % daher etwas niedriger liegt, könnte auch hier weiterhin ein gewisses Überraschungspotenzial in den kommenden drei Jahren nicht ausgeschlossen sein.

2) Das können Einkommensinvestoren erwarten

Zum anderen möchte die Allianz allerdings auch in den kommenden Jahren reichlich Kapital an die Aktionäre zurückführen. Auch in den kommenden Jahren wird die Allianz rund 50 % ihrer Gewinne allein in Form von Dividenden an die Aktionäre ausschütten. Eine moderate, nachhaltige Ausschüttungspraxis, die insbesondere interessant ist, wenn wir das weitere Wachstum bedenken.

Die weiterhin erwarteten moderaten Zuwächse beim operativen Gewinn dürften nicht nur dazu führen, dass die Allianz in den kommenden Jahren die Ausschüttung lediglich konstant hält. Nein, bei einer relativ konstanten Ausschüttungsquote von 50 % und einem Gewinnwachstum von durchschnittlich 4 % dürfte auch hier die Dividende in den kommenden drei Jahren ein moderates Wachstum hinlegen.

Das kann Einkommensinvestoren zumindest eine grobe Vorahnung dessen geben, was sie bei den Ausschüttungen für die Jahre 2018, 2019 und 2020 wohl erwarten können.

3) Es winken Übernahmen oder weitere Aktienrückkäufe

Ebenfalls dürften in den kommenden drei Jahren entweder strategische Übernahmen oder weitere Aktienrückkäufe lauern. Denn die Allianz plant nun, ihre sehr hohe Kapitaldecke ein wenig abzuschmelzen.

Die Allianz hat nämlich bei ihren Zielen für die Solvencyquote nun eine etwas andere Formulierung gewählt, die das in etwa angedeutet haben könnte. Statt wie zuvor eine Quote von 180 bis 220 % halten zu wollen, möchte die Allianz nunmehr „mindestens 180 %“ halten. Das dürfen wir durchaus als Wink dafür interpretieren, dass die Allianz die aktuelle Quote von 229 % für zu hoch hält.

Diese frei werdenden finanziellen Mittel laden quasi dazu ein, dass die Allianz entweder eine oder mehrere strategische Übernahmen schultern oder mangels geeigneter Übernahmeziele weiteres Geld in die eigenen Aktien investieren könnte. Vor allem Letzteres könnte Investoren freuen, die auch auf diese Form der Kapitalrückführung setzen möchten.

Drei spannende Jahre voraus!

Was diese operativen Ziele jedoch insgesamt zeigen dürften, ist, dass der Allianz-Aktie spannende Zeiten bevorstehen. Zum einen möchte das Versicherungsunternehmen weiterhin moderat wachsen, zum anderen wird es ebenfalls reichlich finanzielle Mittel in Form von Dividenden und vielleicht auch Aktienrückkäufen an die Aktionäre herausgeben. Da dürfte es wohl wahrlich schlechtere Aussichten geben.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.