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Warren Buffett und seine Vorliebe für Kurseinbrüche

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Seit Ende September hält uns die Börse in Atem. Die Volatilität, also die Schwankungen der Aktienkurse, hat stark zugenommen, die Tendenz der Märkte zeigt nach unten. Vor allem die Technologieaktien, in die etliche Fools aufgrund ihrer großen Zukunftschancen investiert haben, hat es erwischt.

Viele Anleger sind verunsichert, haben Angst um ihr angelegtes Geld und würden am liebsten all ihre Aktien verkaufen, um auf der „sicheren Seite“ zu sein.

Sind Kursrückgänge wirklich so schlimm?

Aber sind denn Kurseinbrüche an den Börsen wirklich so schlimm? Für einen Anleger, der Geld zum Anlegen hat oder für seine Rente sparen möchte, sind niedrigere Kurse doch besser – denn dann gibt es Aktien günstiger.

Aber dennoch möchten die meisten Börsianer lieber steigende Preise sehen, weil ihnen bei roten Vorzeichen an der Kurstafel unwohl ist. Sie fühlen sich ärmer, obwohl sich an dem Unternehmen, dessen Miteigentümer sie sind, häufig überhaupt nichts geändert hat.

Diesen Wunsch nach höheren Preisen hat die Börse wohl ziemlich exklusiv. Im „richtigen Leben“ sind wir dagegen immer auf Schnäppchenjagd. Ob es die Milch im Supermarkt ist oder das neueste elektronische Spielzeug – immer soll es billig sein. Nur wenn es plötzlich Aktien im Sonderangebot gibt, dann setzt bei vielen Marktteilnehmern das klare Denken aus.

Krisen für sich ausnutzen

Dem früheren britischen Premierminister Winston Churchill werden die Worte „Verschwende niemals eine gute Krise“ zugeschrieben, mit denen er nach dem Zweiten Weltkrieg die Gründung der Vereinten Nationen vorantrieb.

Einer, der schon mehrmals Krisen ausnutzte, ist – wie könnte es anders sein – Warren Buffett, der erfolgreichste Investor aller Zeiten. Schon 1951, als 21-Jähriger, war er von der Versicherungsgesellschaft GEICO und ihrem Geschäftsmodell, ohne teure Filialen zu arbeiten, fasziniert und kaufte seine ersten Aktien.

Als GEICO nach mehreren Fehlentscheidungen 1976 kurz vor dem Ruin stand, erwarb Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway für 2,55 US-Dollar pro Aktie einen erheblichen Anteil an GEICO. Zwanzig Jahre später übernahm Berkshire GEICO komplett und zahlte für die restlichen Aktien splitbereinigte 300 US-Dollar pro Stück. Insgesamt wurde der Direktversicherer so mit 4,6 Milliarden US-Dollar bewertet.

Heute ist GEICO eine Perle im Berkshire-Portfolio. Der zweitgrößte Autoversicherer der USA vereinnahmte im letzten Jahr rund 30 Milliarden US-Dollar an Prämien.

American Express, Salatöl und der Crash von 1987

Ein anderes Beispiel für Buffetts Händchen ist der Kreditkartenkonzern American Express. Buffett hatte schon immer den Markennamen und die besondere Stellung des Unternehmens geschätzt.

Anfang der Sechzigerjahre hatte American Express Millionen von Dollar an ein Unternehmen aus New Jersey verliehen, das angeblich große Vorräte an Salatöl besaß. Dieses Unternehmen ging jedoch pleite, der größte Gläubiger – American Express – bekam das Lager und entdeckte bald, dass in den Salatöl-Tanks hauptsächlich Meerwasser war. Die Kreditsicherheit war also weitgehend wertlos.

Zum damaligen Zeitpunkt bestand sogar die Gefahr, dass auch American Express Konkurs anmelden müsste. Buffett ignorierte diese Hysterie, weil er Vertrauen in das Management und die Wettbewerbsposition hatte, und zahlte 20 Millionen US-Dollar für einen Anteil von 5 %. Diese Aktien besitzt er heute noch. Sie sind – ohne Berücksichtigung der seit 50 Jahren gezahlten Dividenden – etwa 4,6 Milliarden US-Dollar wert.

Buffett landete noch weitere Coups, als er kurz nach dem berühmten Oktober-Crash 1987 Aktien des Getränkeriesen Coca-Cola kaufte. Gute zehn Jahre später, als es hieß, niemand mehr wolle Immobilien in Kalifornien haben, investierte er in Aktien der Bank Wells Fargo.

Die richtige Sichtweise

Diese Beispiele zeigen uns vor allem eins: Buffett hat stets in grundsätzlich gute und gesunde Unternehmen investiert, die vorübergehend Probleme hatten oder im Rahmen eines allgemeinen Rückgangs abgestraft wurden. Dabei hat er die Unternehmen sehr genau analysiert und die Schlagzeilen der Medien ignoriert.

Berkshire Hathaway hat derzeit rund 100 Milliarden US-Dollar zum Investieren zur Verfügung – Geld, das Buffett liebend gerne einsetzen würde. Ihm erscheinen die derzeitigen Kurse aber zu hoch, weshalb er mit Vergnügen günstigere Preise sehen würde. Ihn würde ein richtiger Börsencrash nicht schocken, er würde sich darüber freuen.

So geht es mir nach mittlerweile annähernd 30 Jahren an der Börse auch: Wenn ich auf der Kurstafel rote Zahlen sehe, freue ich mich, weil es viele gute Aktien zu besseren Preisen gibt. Dominiert dagegen die Farbe Grün, bin ich weniger begeistert. Viel Foolisher geht es kaum, oder?

Günstigere Kurse auch bei den Nebenwerte Perlen

Die Abverkäufe am Aktienmarkt sind auch an unserem Portfolio aus amerikanischen Nebenwerten nicht spurlos vorbeigegangen. Viele dieser Unternehmen stammen aus der Technologiebranche und diese Werte hat es besonders getroffen.

Auf der anderen Seite bedeutet das aber eben auch, dass es die Anteile an jungen, innovativen Unternehmen jetzt wieder günstiger gibt als noch im September.

Inzwischen habe ich den Mitgliedern unseres Service US Nebenwerte Perlen – kleine Aktien, große Chancen rund 30 Unternehmen vorgestellt. Von diesen Titeln erwarte ich, dass sie auf lange Sicht den Markt schlagen werden.

Wenn du schon dabei bist, kennst du die Aktien ja. Solltest du noch nicht angemeldet sein, kannst du einfach hier klicken, um mehr zu erfahren. Dann wirst du auch die zwei neuen Empfehlungen kennenlernen, die die Mitglieder letzte Woche direkt in ihr Postfach bekommen haben.

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Peter besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Shares). Von Peter betreute Depots besitzen Aktien von Berkshire Hathaway (B-Shares) und Coca-Cola. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Shares).

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