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Daimler-Aktie im Sturzflug: Das wahnsinnige Kursziel der HSBC und was du dazu wissen musst

Hört das denn nie auf? Im Autosektor investiert zu sein, macht derzeit wirklich keinen Spaß. Seit dem Dieselskandal ist überall der Wurm drin und auf alles, was auch nur entfernt nach Kraftstoff riecht, wird deftig eingeprügelt. Die feine Daimler (WKN:710000) macht da keine Ausnahme. Dort dürfen sich Anleger nun mit einem makabren Kursziel von 40 Euro auseinandersetzen. Lies hier, was dahintersteckt und wie wir damit umgehen sollten.

Was das brutale Kursziel für die Daimler-Aktie bedeutet

Die meisten Anleger, die 2015 Aktien von Daimler gekauft haben, rechneten vermutlich damit, Ende 2018 deutlich dreistellige Kurse zu sehen. Stattdessen ist der Aktienkurs nun auf unter 50 Euro abgerutscht (Stand 30.11.). Einem Analysten der HSBC ist das aber noch nicht genug. Sein Kursziel heißt 40 Euro, was einem weiteren Minus von über 20 % entspricht. Er begründet diese Einschätzung mit der Erwartung von stagnierenden Umsätzen, steigenden Kosten und zunehmender Konkurrenz, vor allem aus China.

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Diesen Teil der Analyse kann ich verstehen. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die zuletzt exorbitanten Gewinne von Daimler über die kommenden Jahre etwas zurückgehen, wenn man an die vielfältigen Umbrüche und Herausforderungen der Branche denkt. Aber ist das schon genug, um zum Reduzieren zu raten? Immerhin stehen doch über 64 Mrd. Euro den Aktionären zustehendes Eigenkapital in der Bilanz, was die aktuell gerade noch 52 Mrd. Euro Marktkapitalisierung deutlich übertrifft.

Zudem wäre ein zurückgehender Gewinn nicht wirklich tragisch. Selbst im für die gesamte Branche wegen WLTP und Zöllen besonders problematischen 3. Quartal blieb ein Konzernergebnis von 1,58 Euro je Aktie, was auf zwölf Monate hochgerechnet mehr als 6 Euro je Aktie wäre. Schon diese eher konservative Schätzung entspräche stolzen 15 % vom Kursziel 40 Euro.

Eine zweistellige Dividendenrendite kommt dann in Sichtweite. Um einen solch niedrigen Kurs zu rechtfertigen, müsste man folglich annehmen, dass es für Daimler noch wesentlich schlimmer kommt – vielleicht sogar, dass der Stern in die roten Zahlen rutscht.

Was man dazu wissen muss

Aber ist es wirklich das, was man bei der HSBC erwartet? Nicht unbedingt. Die Aufgabe der Analysten ist nämlich nicht ganz einfach. Ihre Kursziele sind typischerweise auf einen kurzfristigen Zeithorizont von 12 Monaten ausgerichtet. Dazu müssen sie sich nicht nur aus den vielen möglichen Szenarien das für sie wahrscheinlichste herauspicken, sondern auch einschätzen, wie Herr Markt darauf reagiert. Eine differenzierte Bewertung eines langfristigen Gesamtbildes ist so nicht möglich.

Die Überlegung bei der HSBC ist daher offenbar, dass das „negative Sentiment“ anhalten wird. Das bedeutet, dass weder strategische Zukunftsinvestitionen noch Verkaufsrekorde, wie Daimler sie für Oktober gemeldet hat, beachtet werden, während Dinge wie der Handelsstreit, Fahrverbote und die noch schwache Position in der Elektromobilität weiterhin zur Abwertung führen.

Was ich daraus mache

Ich bin kein Experte für Marktpsychologie. Vielleicht wird der Analyst von HSBC Recht bekommen und wir sehen noch Einstiegskurse von 40 Euro. Aber wie man es auch dreht und wendet, erscheint mir das aktuelle Kursniveau geradezu lächerlich niedrig. Unter den vielen realistischen Szenarien, die ich mir ausdenken kann, sind auch viele mit mittel- bis langfristig steigenden Gewinnen dabei. In diesen Fällen könnte das Verhältnis vom aktuellen Kurs zum zukünftigen Gewinn je Aktie auf deutlich unter 5 sinken.

Allein schon, wenn ich mir die neu strukturierte Finanzdienstleistungssparte mit ihrem schnell wachsenden Mobility-Geschäft anschaue, sehe ich jede Menge Chancen. Außerdem habe ich großes Vertrauen, dass der neue Chef Ola Källenius die Konzernstrategie zielstrebig weiterentwickeln wird.

Als Aktionär würde ich folglich einfach die außergewöhnlich hohen Dividenden genießen und in Ruhe die Zeit aussitzen, bis sich der Staub legt und die wahren Potenziale für alle wieder deutlicher sichtbar werden.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Daimler.

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