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Schnäppchen-Alarm! Diese Halbleiteraktie gibt es jetzt besonders günstig

Digitalisierung, Vernetzung
Foto: Getty Images

Wann immer es Aktien aus Wachstumsbranchen zu günstigen Bewertungen gibt, werde ich hellhörig. Was ist da los? Hat das Unternehmen Geldprobleme? Ist das Unternehmen in einen Skandal verwickelt? Wird das Wachstum des Unternehmens abrupt enden?

Nichts von all dem ist bei Skyworks Solutions (WKN: 857760) der Fall, einem US-amerikansichen Hersteller von Halbleiterprodukten. Trotzdem liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis des Gewinns von 2018 bei nur 14,4 (Stand aller Kurs- und Bewertungsangaben im Artikel: Schlusskurs vom 28. November 2018). Das ist nicht gerade viel für ein Unternehmen in einer Wachstumsbranche!

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Schauen wir uns das Unternehmen mal genauer an und klären, ob die Aktie auf dem Niveau ein langfristig sinnvoller Kauf sein könnte – oder ob es doch einen Grund für die niedrige Bewertung gibt.

Was genau macht Skyworks?

Skyworks Solutions stellt Konnektivitäts-Chips her, die sich in allen möglichen Geräten wiederfinden können, die auf irgendeine Art und Weise mit der Außenwelt kommunizieren – egal ob via LTE, Wi-Fi, Bluetooth oder andere Technologien. Die Kundenliste von Skyworks liest sich wie die Hall of Fame der Tech-Unternehmen: Hier findet man zum Beispiel AmazonApple, Microsoft und Samsung.

Wachstumschancen sieht das Unternehmen vor allem im neuen superschnellen Mobilfunkstandard 5G, der die Basis für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) legen soll. Aus 15 Milliarden verbundenen Geräten im Jahr 2015 sollen bis 2025 ganze 75 Milliarden werden. Und wie wir bereits wissen: Je mehr Geräte miteinander verbunden sind und Daten austauschen, desto mehr verdient Skyworks!

Besonders gut gefällt mir die Vision des Unternehmens. Frei übersetzt lautet sie: „Unsere ambitionierte Vision ist, alles und jeden rund um die Uhr zu verbinden.“ Um das zu erreichen, will Skyworks in Zukunft mehr Produkte anbieten, neue Märkte adressieren und neue Kunden gewinnen. Auf seiner technologieführenden Position ruht sich das Unternehmen also nicht aus, sondern investiert in seine Zukunft.

Ein potenzielles Risiko für das Unternehmen geht vom inzwischen stagnierenden Smartphone-Markt aus, der immer noch den Löwenanteil von Skyworks‘ Umsätzen generiert. Gerade die Abhängigkeit von Apple ist sehr hoch: Der Konzern aus Cupertino kommt direkt und indirekt für fast die Hälfte der Skyworks-Umsätze auf. Doch wie bereits erwähnt plant das Unternehmen, sich stärker zu diversifizieren und somit die Abhängigkeit von Apple zu reduzieren.

Wie sehen die Finanzen aus?

Bei all dem, was ich dir gerade über Skyworks‘ Wachstumsmöglichkeiten und Technologien erzählt habe, denkst du vielleicht an ein hoch verschuldetes, mit Ach und Krach profitables Unternehmen, das bei der nächsten Krise von der Landschaft gefegt wird. Falls du das denkst, dann könntest du nicht falscher liegen.

Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 3,87 Milliarden Dollar und konnte diesen in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich 16,2 % pro Jahr steigern. Beeindruckend! Noch beeindruckender finde ich jedoch die operative Marge von sage und schreibe 34,1 % im letzten Geschäftsjahr. Das Unternehmen behält also nach Abzug aller operativen Ausgaben immer noch über ein Drittel seiner Umsätze.

In der Bilanz setzt sich das positive Bild fort: Das Unternehmen ist praktisch schuldenfrei, das Geschäft ist zu knapp 85 % mit Eigenkapital finanziert. Auch die Ausstattung mit Liquidität ist beneidenswert, die liquiden Mittel übersteigen die kurzfristigen Schulden um über 160 %!

Gut gefällt mir außerdem, dass der freie Cashflow, also der Zufluss von Bargeld aus dem operativen Geschäft nach Abzug der Investitionen, positiv ausfällt – trotz hoher Sachinvestitionen. Zusätzlich hat Skyworks dieses Jahr Avnera, einen Spezialisten für Halbleiterlösungen im Audio- und Video-Bereich übernommen. Auch weitere Zukäufe in der Größenordnung kann die starke Bilanz in meinen Augen problemlos stemmen.

Warum ist Skyworks dann so günstig?

Wenn es eine Frage gäbe, die ich „Herrn Aktienmarkt“ stellen könnte, dann wäre es wohl in der Tat die, warum die Skyworks-Aktie so günstig ist. Wie eingangs erwähnt liegt das KGV bei nur 14,4 und damit deutlich unter dem aktuellen Bewertungsniveau des US-Aktienindex S&P 500, der auf 20,9 KGV-Punkte kommt.

Zu allem Überfluss gab Skyworks im abgelaufenen Geschäftsjahr rund eine Billion Dollar über Aktienrückkäufe und Dividenden an die Aktionäre zurück – das sind 7,8 % der aktuellen Marktkapitalisierung! Die Dividendenrendite liegt momentan bei rund 2 %.

Den einzigen Grund für die niedrige Bewertung kann ich darin ausmachen, dass das Unternehmen in hohem Maße von einem Kunden und von einer stagnierenden Branche abhängig ist. Doch Skyworks ist gut aufgestellt, um dieses Risiko in naher Zukunft zu reduzieren.

Meine persönliche Antwort auf diese niedrige Bewertung wird jedenfalls lauten, dass ich meine Position in Skyworks in naher Zukunft sehr wahrscheinlich noch einmal aufstocken werde.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Skyworks Solutions. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Vorstand von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Vorstand von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple und Skyworks Solutions. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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