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Kanadas Top 7 Marihuana-Anbauer verloren in diesem Quartal fast 300 Mio. Dollar

Foto: Getty Images.

Es ist unbestreitbar, dass die Marihuana-Industrie ein unglaubliches Wachstumspotenzial bietet. Die Legalisierung von Freizeitmarihuana in Kanada ist eine großartige Nachricht, und sie bringt die Cannabisindustrie eindeutig als wachstumsstarkes und tragfähiges Geschäftsmodell ins Gespräch. Nach verschiedenen Schätzungen der Wall Street könnte die Branche innerhalb weniger Jahre einen zusätzlichen Jahresumsatz von rund 5 Mrd. US-Dollar erzielen.

Natürlich hat die Erwartung von schnellem Umsatzwachstum und (letztendlich) einer starken Rendite fast alle Marihuana-Aktien in die Höhe getrieben. Die Frage nach der Legalisierung in Kanada ist: „Können diese Potaktien den Erwartungen entsprechen, wenn es um die Betriebsergebnisse geht?“

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Nach den Gewinnmeldungen aller sieben Top-Produzenten  in spe im vergangenen Monat sind die ersten Zahlen nicht sehr ermutigend.

Ein Überblick über Kanadas Top-Produzenten.

Als kurzer Überblick sind hier die Marihuana-Aktien, die voraussichtlich die höchste Produktion haben werden, sobald sie bei voller Kapazität sind:

  • Aurora Cannabis (WKN:A12GS7): Nach der Übernahme von ICC Labs in Südamerika hat Aurora eine echte Chance, rund 700.000 Kilogramm pro Jahr zu produzieren und ist damit klar das Unternehmen mit der größten Jahresproduktion.
  • Canopy Growth (WKN:A140QA): Canopy Growth hat nicht gerade sein maximales Produktionspotenzial ausgeschöpft, aber mit 5,6 Mio. Quadratfuß Fläche, scheinen etwa 500.000 Kilogramm pro Jahr vernünftig.
  • Aphria (WKN:A12HM0): Es wird erwartet, dass Aphria den größten Teil seiner Produktion aus zwei Projekten bezieht —  dem Aphria One-Projekt und dem mit Partnern betriebenen Aphria Diamond. Damit könnte Aphria die Nr. 3 mit 255.000 Kilogramm sein.
  • Tilray (WKN:A2JQSCY): Man kann aktuell nur Vermutungen anstellen, was Tilrays Spitzenproduktionskapazität sein wird, aber mit ungefähr 850.000 Quadratfuß, die bis Ende 2018 fertiggestellt sein sollen, und fast 3 Mio. Quadratfuß Expansionspotential scheinen zwischen 200.000  und 225.000 Kilogramm jährlich bis Ende 2020 oder 2021 möglich.
  • The Green Organic Dutchman (WKN:A2JLEE): Obwohl The Green Organic Dutchman noch kein einziges Gramm verkauft hat, erwartet das Unternehmen bei voller Kapazität 195.000 Kilogramm Jahresertrag. Fast 80.000 Kilogramm dieser Produktion stammten aus einer Partnerschaft und den Übernahmen im Juni.
  • Auxly Cannabis Group (WKN:A2DRE4)Auxly Cannabis ist ein interessanter Fall, da ein Teil seiner Produktion über Lizenzgebühren erzielt wird, während andere Unternehmensteile zu 100 % im Besitz von Auxly sind. Insgesamt erwartet das Unternehmen einen Spitzenwert von rund 170.000 Kilogramm Cannabis pro Jahr.
  • Cronos Group (WKN:A2DMQY): Abgerundet wird die Liste durch die Cronos Group. Mit dem im Juli angekündigten Joint Venture, bekannt als Cronos GrowCo, schätze ich, dass es seine Spitzenproduktionskapazität auf 140.000 Kilogramm pro Jahr verdoppelt hat.

Die Markenzüchter verloren viel Geld in ihren kürzlich abgeschlossenen Quartalen

Diese sieben Unternehmen stehen für fast 2,2 Millionen Kilogramm. Leider haben die hohen Kosten für Kapazitätserweiterungen, Markenaufbau, Marketing, Produktdiversifizierung und Übernahmen im letzten Berichtsquartal ihren Tribut gefordert. Um eine Reihe von einmaligen Vorteilen und Ausgaben zu beseitigen, sind hier die Zahlen, wie sich die sieben Pot-Aktien auf operativer Basis entwickelt haben. Bitte beachte, dass alle Angaben in kanadischen Dollar erfolgen:

  • Aurora Cannabis: 111,9 Mio. Verlust
  • Canopy Growth:  214,6 Mio. Verlust
  • Aphria: 10,4 Mio. Verlust
  • Tilray: 26,3 Mio. Verlust
  • Green Organic Dutchman: 9,8 Mio. Verlust
  • Auxly Cannabis Group: 10,3 Mio. Verlust
  • Cronos Group: 4,9 Mio. Verlust

Das  ergibt etwas mehr als 388 Mio. CAD Verlust oder knapp 300 Mio. US-Dollar auf operativer Basis. Das sind mehr als eine Milliarde US-Dollar an Verlusten auf jährlicher Basis in einer Branche, nach der die Investoren absolut verrückt sind.

Es wird eine Weile dauern, bis die Potaktien auf einen grünen Zweig kommen

Die grimmige Realität für Marihuana-Aktien ist, dass es wahrscheinlich ein paar Quartale dauern wird, sogar bei schnellem Umsatzwachstum, bevor sie auf operativer Basis profitabel sind.

Der Kapazitätsausbau wird für diese hochkarätigen Anbaubetriebe ein wichtiger Kostenfaktor bleiben. Trotz allem stellte Aurora Cannabis in seiner Pressemitteilung fest, dass es derzeit nur mit einer Produktionsrate von 70.000 Kilogramm pro Jahr produziert. Das sind vielleicht 10 % dessen, was das Unternehmen letztendlich mit seinem Portfolio erwirtschaften kann. Dann ist da noch The Green Organic Dutchman, der erst in der ersten Hälfte des nächsten Jahres seinen ersten Verkauf machen wird.

Die Produktdifferenzierung führt auch zu höheren Kosten. Getrocknetes Cannabis hat sich in ausgewählten US-Bundesstaaten, wo Cannabis legal ist, als kommerzialisiertes Produkt erwiesen. Das gleiche Schicksal erwartet die kanadische Cannabisindustrie. Daher geben die Anbaubetriebe viel Geld für die Entwicklung neuer Produkte aus. Daher baut Aphria beispielsweise ein Extraktionszentrum, das in der Lage sein wird, 25.000 Kilogramm an Konzentraten zu produzieren, wenn es die Spitzenproduktion erreicht. Es ist erwähnenswert, dass Vapes, Lebensmittel, mit Cannabis angereicherte Getränke und Konzentrate in Kanada noch nicht legal sind, aber voraussichtlich irgendwann 2019 legal werden.

Übernahmen sind ein weiterer Grund, warum die Kosten hoch sein könnten. Auch wenn es sich in der Regel um  Unternehmen mit Geld handelt, hat sich die Finanzierung für die Cannabisindustrie bis dato als schwierig erwiesen. Daher werden meisten Übernahmen als Aktiendeals oder Cash & Stock Deals durchgeführt, von denen letztere in der Regel eine geringe Barkomponente aufweisen. Die Verwendung von Aktien bei Übernahmen, als Bezahlung von Mitarbeitern oder Bindung von Talenten wird die Kosten in die Höhe treiben.

Es ist Zeit für die Investoren, sich den Fakten zu stellen: Marihuana-Aktien werden für eine Weile wohl kaum Gewinne machen.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 20.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt die Auxly Cannabis Group.

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