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Diese Ölaktie verschenkt noch mehr Geld an seine Aktionäre

Foto: Getty Images

Der US-Ölriese Anadarko Petroleum (WKN:871766) hat in den letzten Jahren seine Strategie von der Produktionssteigerung hin zur Steigerung des Shareholder Value verlagert. Als Ergebnis dieser Entwicklung hat das Unternehmen seine Investitionen auf seine besten Chancen konzentriert, was nicht nur die Renditen verbessert, sondern auch Geld freisetzt, das es durch Dividenden und Rückkäufe an die Investoren zurückgeben kann. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich dieser Trend 2019 fortsetzen wird, was sich in den kürzlich veröffentlichten Ausgabenplänen widerspiegelt.

Das Budget im Detail

Anadarko Petroleum plant, 2019 zwischen 4,3 und 4,7 Milliarden US-Dollar in Investitionsprojekte zu stecken. Diese Spanne liegt etwas niedriger als der Plan für 2018 von 4,5 bis 4,8 Milliarden US-Dollar, was hauptsächlich auf den noch nicht abgeschlossenen Verkauf der verbleibenden Midstream-Vermögenswerte an Western Gas Partners (WKN:A0NBRD) zurückzuführen ist. Aus diesem Grund werden die Midstream-Ausgaben von Anadarko von rund 650 Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr auf nur noch 130 Millionen US-Dollar im Jahr 2019 sinken, wobei dieser Betrag ausschließlich davon abhängt, wann die Transaktion mit Western Gas Partners abgeschlossen wird. Darüber hinaus kürzt Anadarko auch sein Budget für Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko um 300 Millionen US-Dollar, was ihm genügend Kapital verschaffen wird, um die Produktion in der Region etwa konstant zu halten.

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In der Zwischenzeit plant das Unternehmen, die Ausgaben für seine US-Rohstoffinvestitionen zu erhöhen: 70 % des gebundenen Kapitals sind für diese Vermögenswerte bestimmt. Ein Großteil der Investitionen wird in das Delaware-Becken und das Denver-Julesburg-Becken fließen, doch Anadarko plant auch, seine Position im Powder River Basin von Wyoming weiter zu prüfen. Diese Investitionen werden es dem Unternehmen ermöglichen, seine Ölproduktion in diesem Jahr um 10 % zu steigern, was eine leichte Verlangsamung gegenüber dem erwarteten Wachstum von 13 % im Jahr 2018 bedeutet.

Eine weitere bemerkenswerte Budgetschätzung sind die 200 Millionen US-Dollar, die Anadarko für sein LNG-Projekt (Liquified Natural Gas) in Mosambik bereitgestellt hat. Das Unternehmen ist auf Kurs, eine endgültige Investitionsentscheidung in der ersten Hälfte des nächsten Jahres zu treffen. Wenn das Projekt genehmigt wird, dürfte eine Budgetanpassung folgen, um den erhöhten Ausgaben für den Bau dieser Anlage Rechnung zu tragen.

Viel Geld

Anadarko kann seinen Budget 2019 vollständig finanzieren, solange der Ölpreis durchschnittlich 50 US-Dollar pro Barrel beträgt, was etwa 8 US-Dollar pro Barrel unter dem aktuellen Preis liegt. Wenn das Rohöl indessen im nächsten Jahr durchschnittlich 60 US-Dollar pro Barrel kostet, schätzt das Unternehmen, dass es 1,6 Milliarden US-Dollar an freiem Cashflow produzieren kann. Fügt man diese überschüssigen Barmittel zu den 2 Milliarden US-Dollar hinzu, die das Unternehmen aus dem Verkauf seiner Midstream-Vermögenswerte an Western Gas Partners erhalten wird, sowie die 1,9 Milliarden US-Dollar in bar in seiner Bilanz am Ende des dritten Quartals, kann das Unternehmen viel Geld an die Aktionäre zurückgeben.

Dies soll auf drei Arten geschehen. Erstens hat das Unternehmen die Aktienrückkaufgenehmigung um 1 Milliarde auf insgesamt 5 Milliarden US-Dollar erhöht. Davon hat es im vergangenen Jahr bereits 3,5 Milliarden ausgegeben und damit die Anzahl der ausstehenden Aktien um 10 Prozent reduziert. Die restlichen 1,5 Milliarden US-Dollar an Rückkäufen sollen bis Mitte 2020 abgeschlossen sein.

Darüber hinaus wird das Unternehmen seine Dividende vierteljährlich um weitere 20 % auf 0,30 US-Dollar pro Aktie erhöhen. Damit steigt die Auszahlungsrate auf beeindruckende 500 % gegenüber dem Wert zum Jahresbeginn. Bemerkenswert ist, dass die Dividende von Anadarko Petroleum mit der jüngsten Erhöhung nun über dem Niveau von 2015 liegt, also bevor das Unternehmen sie um 82 % reduziert hat, um während des Abschwungs am Ölmarkt Liquidität zu sparen. Darüber hinaus wird es die Dividendenrendite auf 2,2 % steigern, was über dem Durchschnitt der Dividendenaktien des S&P 500 von 1,9 % liegt.

Schließlich plant das Unternehmen, im nächsten Jahr weitere 500 Millionen US-Dollar an Schulden zurückzuzahlen, was seine gesamte Schuldentilgung auf 2 Milliarden US-Dollar bringt. Obwohl dies den Investoren keinen offensichtlichen Vorteil zu bieten scheint (da dieses Geld an die Gläubiger geht), wird der Schritt die Zinszahlungen des Unternehmens reduzieren, was den Cashflow und den Shareholder Value erhöhen wird.

Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist, dass diese Schritte die Wachstumsrate von Anadarko Petroleum auf Aktienbasis erhöhen werden. Das Unternehmen stellte fest, dass die Produktion um 15 Prozent pro fremdkapitalbereinigter Aktie steigen sollte, was die geringere Aktienanzahl nach dem Rückkauf sowie den sinkenden Verschuldungsgrad berücksichtigt.

Und wenn der Ölpreis wieder abtaucht?

Anadarko Petroleum legt weiterhin großen Wert auf Auszahlungen an die Aktionäre. Deshalb bleibt das Unternehmen bei seinen Investitionen diszipliniert, um den Cashflow zu halten, den es mit 50 US-Dollar pro Barrel Öl produzieren kann. Mit dieser Strategie hat sich das Unternehmen positioniert, um bei höheren Ölpreisen einen erheblichen Liquiditätsüberschuss zu generieren. Zusammen mit der liquiditätsstarken Bilanz sollte es damit über ausreichende Mittel verfügen, um seine Aktionäre im nächsten Jahr reich zu belohnen.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Matt DiLallo auf Englisch verfasst und am 16.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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