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Cannabis gewinnt auch in Illinois, aber keiner spricht darüber

Cannabis hat sich neulich in den USA als einer der Gewinner der Wahlen herausgestellt. Denn die Bewohner Michigans haben dafür gestimmt, Marihuana zum Freizeitgebrauch zu legalisieren. Die Wähler in Missouri und Utah sorgten dafür, dass in ihren Staaten Cannabis zur medizinischen Verwendung legalisiert wird. Und die US-Demokraten konnten das Repräsentantenhaus zurückerobern, was die Aussichten für eine bundesweite Marihuanareform verbessern sollte.

Es gibt jedoch einen weiteren großen Sieg für Cannabis, über den aber fast niemand spricht. Der milliardenschwere Geschäftsmann J.B. Pritzker gewann das Rennen um den Gouverneursposten in Illinois. Und das könnte der Cannabisbranche sehr zuträglich sein.

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Illinois, das Land des Weeds?

Pritzker war in Illinois dem amtierenden republikanischen Gouverneur Bruce Rauner haushoch überlegen. Und er war Cannabis gegenüber schon immer positiv gestimmt.

Einen Monat vor der Wahl erklärte Pritzker, dass er, sollte er gewählt werden, einen Rahmen für die Lizenzierung von Unternehmen schaffen will, um Verbrauchern den Kauf von Cannabis für den Freizeitgebrauch zu ermöglichen.“ Da er nun den Sieg in der Tasche hat, sollte er die Legalisierung von Freizeit-Marihuana auf den Weg bringen. Anfang 2019 wird er dann offiziell der Gouverneur von Illinois.

Illinois erlaubt bereits den Verkauf und die Verwendung von Marihuana für medizinische Zwecke. Der Staat erließ jedoch strenge Vorschriften, die es für Unternehmen schwierig machen, auch wirklich zu arbeiten. Die von Rauner Anfang dieses Jahres unterzeichnete Gesetzgebung wird es Patienten, denen Opioide verschrieben werden, ermöglichen, auch medizinisches Marihuana zu verwenden. Das ist ein Schritt, der in dem US-Bundesstaat den Markt für medizinisch eingesetztes Cannabis erweitern wird.

Die Analysten von Arcview Market Research und BDS Analytics schätzen, dass der Umsatz mit medizinisch verwendetem Marihuana in Illinois in diesem Jahr fast 150 Millionen USD betragen wird. Bis 2022 soll sich diese Zahl auf 400 Millionen USD erhöhen. Jedoch berücksichtigen diese Schätzungen nicht die Möglichkeit, dass Illinois auch Cannabis generell legalisieren könnte.

Die Bevölkerung von Illinois beträgt fast ein Drittel der von Kalifornien, wo bis 2022 7,7 Milliarden USD an legalen Marihuanaverkäufen generiert werden sollen. Es ist möglich, dass Illinois am Ende einen Marihuanamarkt von rund 2,5 Milliarden USD oder mehr schaffen könnte, wenn Pritzker denn sein Versprechen der Legalisierung auch erfüllt.

Potenzielle Gewinner

Sollte also ein weiterer Cannabismarkt mit einem Volumen von mehreren Milliarden USD entstehen, dürfte das die gesamte Branche freuen. Hier ein paar jener Unternehmen, die das besonders glücklich machen könnte:

Die in Chicago ansässigen Green Thumb Industries (WKN:A2JN3P) dürften in einer guten Position sein, um von der Legalisierung des Marihuanamarktes in Illinois zu profitieren. Green Thumb Industries (GTI) konzentriert sich derzeit auf Marihuanamärkte in nur acht US-Bundesstaaten, darunter Illinois. Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens umfasst die gesamte Lieferkette vom Anbau über die Herstellung bis hin zum Groß- und Einzelhandel. GTI war eine der drei Marihuana-Aktien, die der Milliardär Leon Cooperman privat gekauft hat.

MedMen Enterprises (WKN:A2JM6N) dürfte ein weiterer potenzieller Gewinner sein, sollte Illinois demnächst Cannabis legalisieren. Das Unternehmen gilt als der größte US-amerikanische Cannabis-Einzelhändler. MedMen kündigte im Oktober an, dass man plant, PharmaCann zu übernehmen, einen der größten Produzenten für medizinisch genutztes Cannabis und Apothekenbetreiber in den USA mit Hauptsitz in Oak Park, Illinois. Der Deal mit PharmaCann wird MedMen eine Präsenz in 12 US-Staaten, einschließlich Illinois, verschaffen.

MariMed (WKN:A2DRQF) sollte ebenfalls in Illinois gut aufgestellt sein, sollte dort Cannabis legalisiert werden. Das Unternehmen spezialisiert sich darauf, Marihuana-Züchtern Produktionsanlagen und professionelle Managementdienstleistungen anzubieten.

Obwohl MariMed nicht in Illinois ansässig ist, hat das Unternehmen eine Cannabisproduktion im Bundesstaat gebaut und gemietet. Im vergangenen Jahr erwarb man auch Betty’s Eddies, die beliebteste Marke für mit Cannabis versetzte Lebensmittel in Illinois.

Es bleiben aber noch Hürden

Es gibt aber noch einige Hürden zu überwinden, bevor der Wahlsieg von J.B. Pritzker auch tatsächlich ein Sieg für Cannabisaktien wird. Pritzker muss zuerst einmal vereidigt werden. Er muss dann erfolgreich die nötige Gesetzgebung vorantreiben, um Marihuana zu legalisieren.

Es gibt zwei Dinge, die zu seinen Gunsten laufen. Erstens benötigt Illinois keine Verfassungsänderung, um Marihuana für Freizeitzwecke zu legalisieren. Die Gesetzesvorlage muss lediglich den Senat und das Repräsentantenhaus des Staates passieren. In beiden Parlamentskammern genießen Demokraten die absolute Mehrheit. Das wird es Pritzker wesentlich leichter machen, seine Agenda voranzutreiben.

Angenommen, diese Gesetzgebung wird 2019 verabschiedet, dann wird es wahrscheinlich noch zwischen 12 und 18 Monate dauern, bis Marihuana legal in Illinois erhältlich ist. Die Chancen, dass dies auch passiert, stehen jetzt ziemlich gut. Die Ergebnisse der Gouverneurswahl von Illinois könnten dazu führen, dass die Cannabisbranche am Ende einen der größten Erfolge bei den US-Wahlen 2018 erzielt.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschsprachigen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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