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Bitcoin stürzt unter 4.000 US-Dollar – ist es ein technischer Verkauf oder etwas Schlimmeres?

Foto: Getty Images

Bitcoin ist am Wochenende erneut eingebrochen und wird nun zum ersten Mal seit September 2017 wieder für weniger als 4.000 US-Dollar gehandelt. Die meisten anderen Kryptowährungen entwickeln sich genauso schlecht oder schlechter. Insgesamt sind seit dem Höchststand Ende 2017 mehr als 700 Mrd. US-Dollar an Marktkapitalisierung im Krypto-Markt verloren gegangen.

Einige Experten argumentieren, dass es sich hierbei lediglich um eine technische Korrektur handelt, die durch eine Flut von Stop-Loss-Aufträgen verursacht wird. Andere sagen, dass auch regulatorische Bedenken sowie ein anhaltender Mangel an institutionellem Geld verantwortlich sind. Viele glauben einfach, dass das der Beginn des lang erwarteten Krypto-Crashs ist, den viele namhafte Investoren und Führungskräfte vorhergesagt haben.

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Aktuelle Kryptowährungskurse

Wie bereits erwähnt, beendeten die meisten Kryptowährungen das Wochenende im roten Bereich. Erfahre im Folgenden, wie es den größten Kryptowährungen — außer US-Dollar-gebundenen Token wie Tether — aktuell geht:

Kryptowährungsname (Code) Kurs in US-Dollar 7-tägige Änderung
Bitcoin (BTC-USD) 3.863,70 USD (26,2 %)
Ripple (XRP-USD) 0,36 USD (26,6 %)
Ethereum (ETH-USD) 111,17 USD (28,9 %)
Bitcoin Cash (BCH-USD) 301,40 USD (47,2 %)
EOS (EOS-USD) 3,27 USD (21,4 %)
Stellar Lumens (XLM-USD) 0,15 USD (36,4 %)
Litecoin (LTC-USD) 29,74 USD (21,6 %)
Cardano (ADA-USD) 0,036 USD (33,1 %)
Monero (XMR-USD) 55,01 USD (29,3 %)
TRON (TRX-USD) 0,012 USD (28,2 %)

Datenquelle: www.investing.com. Kurse und tägliche Änderungen zum 26. November 2018, ca. 10:15 Uhr. Kurse werden gegebenenfalls auf den nächsten Cent gerundet.

Das technische Argument

Die meisten Kryptowährungsexperten stimmen überein, dass es in letzter Zeit ein paar negative Faktoren gegeben hat (wir werden darauf im nächsten Abschnitt eingehen), doch viele sind der Meinung, dass die heftigen Schwankungen, die wir gesehen haben, auf automatisierte Verkäufe  zurückzuführen sind, die auf Stop-Loss-Aufträgen basieren.

Wenn du mit dem Konzept nicht vertraut bist — hier ein kleiner Exkurs, wie eine Stop-Loss-Order funktionieren könnte. Folgende Annahme: Als Bitcoin für etwa 6.500 US-Dollar gehandelt wurde, dachte ich, dass es in kurzer Zeit auf etwa 8.000 US-Dollar steigen würde. Um mein Risiko zu begrenzen, habe ich jedoch die Order erteilt, meine Token automatisch zu verkaufen, wenn der Kurs unter 6.000 US-Dollar fällt.

Wenn solche Befehle ausgelöst werden, können massive Mengen an Token (oder Aktien) auf einmal auf den Markt kommen, da die Händler dazu neigen, Stop-Loss-Preise auf schöne runde Zahlen wie 6.000 US-Dollar, 5.000 US-Dollar oder zuletzt 4.000 US-Dollar festzulegen.

Andere negative Faktoren

Wie gesagt, die Kryptowährungsexperten führen die jüngsten Rückgänge im Allgemeinen auf eine Kombination aus negativen (aber temporären) Einflüssen und Stop-Loss-Verkäufen zurück. Hier nun eine Übersicht der wichtigsten negativen Faktoren, die die Krypto-Kurse in letzter Zeit belastet haben könnten:

  • Die Bedenken um den inzwischen abgeschlossenen „Hard Fork“ (ähnlich einem Aktiensplit oder Spin-off) von Bitcoin Cash wurden für die ersten Rückgänge von den relativ stabilen Preisen im Oktober und Anfang November verantwortlich gemacht.
  • Bitcoins „Hash-Rate“ — also die kombinierte Rechenleistung, mit der Bitcoin-Miner neue Münzen herstellen — ist gesunken. Die Hash-Rate ist ein guter Indikator dafür, wie viel Geld, Zeit und Ressourcen Menschen bereit sind, zu verwenden, um neue Token zu kreieren, so dass eine niedrigerere Hash-Rate auf sinkendes Interesse hinweisen kann.
  • Die regulatorische Kontrolle hat in letzter Zeit zugenommen. Das US-Justizministerium untersucht derzeit, ob der rasante Anstieg im vergangenen Jahr auf Manipulationen zurückzuführen ist, und die SEC hat kürzlich ihre ersten zivilrechtlichen Sanktionen gegen Kryptowährungsgründer verhängt.

Der Anfang vom Ende?

Weiters glauben viele Menschen, dass das nur der Anfang eines lang erwarteten Kryptowährungseinbruchs ist. Viele namhafte Investoren und Schwergewichte der Finanzindustrie, wie der Milliardär Warren Buffett und der CEO von JPMorgan Chase, Jamie Dimon, haben sich öffentlich gegen Bitcoin und andere Kryptowährungen ausgesprochen und ihre Überzeugung geäußert, dass viele oder alle Kryptowährungen am Ende im Wesentlichen wertlos sein werden. Diese jüngste Welle von Rückgängen hat einige dazu veranlasst, ihre bärischen Prognosen zu wiederholen.

Wer hat nun Recht? Ist der Rückgang von Bitcoin eine technische Korrektur, die durch negative, aber vorübergehende Probleme ausgelöst wurde, oder wird es noch lange dauern, bis sich der Staub gelegt hat?

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The Motley Fool hat keine Position in einer der erwähnten Aktien oder Kryptowährungen.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel, CFP auf Englisch verfasst und am 26.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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