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2 Gründe, warum Pot-Aktien im Januar einbrechen könnten

Foto: Getty Images

Das Jahr neigt sich in etwa sechs Wochen dem Ende zu, und die Investoren werden zurückblicken und 2018 wahrscheinlich zum „Jahr des Cannabis“ erklären. In diesem Jahr hat Kanada als erstes Industrieland der Welt Marihuana für den Freizeitgebrauch legalisiert, und vor weniger als zwei Wochen gaben zwei weitere US-Bundesstaaten medizinischem Cannabis grünes Licht.

Über die reine Legalisierung hinaus hat die U.S. Food and Drug Administration (FDA) das allererste Cannabis-Medikament zugelassen. Des weiteren gab es keinen Mangel an kanadischen börsennotierten Pot-Aktien, die den Übergang von der Freiverkehrsbörse zu seriösen US-Börsen (z. B. der Nasdaq und der New York Stock Exchange) vollzogen haben.

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Der Januar könnte ein schrecklicher Monat für Marihuana-Aktien werden

Bei so vielen Meilensteinen, die in diesem und in den letzten Jahren erreicht wurden, war es für die Investoren sehr reizvoll, sich an Marihuana-Aktien heranzuwagen. Einige der Top-Performer der Branche haben seit Anfang 2016 Gewinne erzielt, die deutlich über 1.500 % liegen. Aber wie das alte Sprichwort besagt, muss das, was hinauf geht, auch wieder herunter kommen.

Im Allgemeinen neigen qualitativ hochwertige Aktien dazu, im Laufe der Zeit an Wert zu gewinnen, aber das bedeutet nicht, dass es gelegentlich keine Probleme gibt. Der kommende Januar könnte sich als schrecklich für Marihuana-Aktien erweisen, und zwar aus zwei Gründen.

1. Steuerliche Gewinnmitnahme

Die Marihuana-Aktien-Investoren haben in den letzten paar Jahren einen unglaublichen Lauf gehabt. Während der Dezember üblicherweise für die steuerlichen Verlustverkäufe berühmt ist — d. h. die Investoren verkaufen verlustreiche Positionen, um möglicherweise einen Teil der Kapitalgewinne aus steuerlichen Gründen auszugleichen –, könnte es im zu Gewinnmitnahmen kommen.

Die Investoren, deren Cannabis-Aktien stark gestiegen sind, und die einige oder alle Gewinne einfahren wollen — nur für den Fall, dass die Blase platzt — könnten sich dazu entscheiden, vor dem 31. Dezember 2018 zu verkaufen, und die Kapitalertragsteuer am oder vor dem 15. April 2019 (der Steuerfrist) zahlen. Die andere, im Allgemeinen günstigere Option ist der Verkauf nach dem Jahreswechsel. Alle 2019 registrierten Kapitalgewinne werden erst ab dem Steuertag 2020, der ohne Verlängerung bis zu 15 1/2 Monate entfernt wäre, fällig. Ich vermute, dass das sowohl für kurz- als auch für langfristige Investoren interessant ist.

Der Nachteil ist, dass wenn diese Steuer-motivierten Verkäufe zum Tragen kommen, es die Branche ernsthaft belasten könnte. Interessanterweise begannen die Marihuana-Aktien im Januar 2018 ihren sechsmonatigen Kursrückgang, bevor sie sich im dritten Quartal zu neuen Höchstständen aufmachten. Wird es im Januar 2019 eine Wiederholung geben? Wir werden es bald herausfinden.

2. Tilrays Sperrfrist nach dem Börsengang

Das andere Problem ist, dass für Tilray (WKN:A2JQSC) der 15. Januar 2019 ein Schicksalstag ist. Genau an dem Tag endet nämlich die 180-tägige Sperrfrist.

Eine Sperrfrist beschreibt eine vorbestimmte Zeitspanne (in diesem Fall 180 Tage) nach einem Börsengang (IPO), bei dem Insidern von Unternehmen vertraglich der Verkauf der Aktien untersagt ist. Seit dem Börsengang Ende Juli bei 17 US-Dollar pro Aktie sind Tilrays Aktien auf Intraday-Basis auf bis zu 300 US-Dollar explodiert. Selbst wenn die Aktien deutlich von diesem Allzeithoch entfernt sind, werden sie immer noch jenseits von 110 US-Dollar gehandelt. Das ist ein verlockender Gewinn, der einige der Insider ermutigen könnte, ihre Gewinne zu sichern, was vermutlich dazu führen würde, dass der Aktienkurs niedriger ausfällt.

Das größere Problem dabei ist, dass Tilray wohl als Grundlage für die Bewertung von Cannabis-Aktien angesehen wird. Der rasante Aufstieg lässt die Investoren von drei- und vierstelligen Renditen träumen, die auf der Suche nach dem nächsten Tilray sind. Aber wenn sich Tilray nach der Sperrfrist irgendwie als fehlbar erweist, könnte es die Stimmung der Investoren trüben und sie zum Verkaufen verleiten.

Unabhängig davon, was im Januar passiert, behalte das Gesamtbild im Auge

Unabhängig davon, was im kommenden Januar passieren mag, ist es wichtig, dass die Pot-Investoren weiterhin langfristig orientiert bleiben. Denk daran, dass es praktisch keinen Maßstab für die Legalisierung von Freizeit-Cannabis gibt, weshalb die Wall-Street-Analysten gleichzeitig mit den Kleinanlegern lernen, wie diese Aktien richtig zu bewerten sind. Das ist ein Garant für gelegentliche wilde Kursschwankungen.

Da Kanada Freizeit-Cannabis legalisiert hat und 32 US-Bundesstaaten medizinisches Cannabis genehmigt haben, ist es ziemlich klar, dass Marihuana ein tragfähiges Geschäftsmodell ist. Das bedeutet, dass es Gewinner geben wird. Was wir noch nicht wissen, ist, welche Unternehmen sich als führend erweisen werden, und es wird Zeit brauchen, um das herauszufinden. Das bedeutet, dass die Investoren Geduld haben und der Industrie erlauben müssen, zu reifen, bevor sie ein Urteil über Marihuana-Aktien fällen.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 17.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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