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Warren Buffett setzt 86 Mrd. US-Dollar auf diese Branche

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Berkshire Hathaway (WKN:854075) (WKN:A0YJQ2) enthüllte kürzlich den Inhalt seines genau überwachten Aktienportfolios zum Ende des dritten Quartals, und zur Überraschung vieler Investoren gab das Unternehmen einen 11-stelligen Betrag für Bankaktien aus. Berkshire startete in diesem Dreimonatszeitraum entweder neue Positionen von sechs Banken oder erweiterte bereits bestehende.

Insgesamt sind die Bankaktien von Berkshire Hathaway, von denen ein großer Teil vom CEO Warren Buffett selbst ausgewählt wurde, zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes mehr als 86 Milliarden US-Dollar wert. Das entspricht etwa 41 Prozent des Aktienportfolios der Holding. In diesem Sinne folgt hier ein Überblick über Berkshires Bankaktien und ein Erklärungsversuch, warum Buffett die Branche so sehr liebt.

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Berkshire Hathaways Bankaktien

Zum Ende des dritten Quartals umfasst das Aktienportfolio Hathaway 10 verschiedene Bankaktien mit einem Gesamtmarktwert von mehr als 86 Milliarden US-Dollar. Es wurden Bankaktien im Wert von mehr als 13 Milliarden US-Dollar im dritten Quartal gekauft. Hier sind sie in absteigender Reihenfolge nach Investitionswerten:

Bank (WKN) Anzahl der Aktien Marktwert %
Bank of America 877.248.600 25,8 Mrd. USD 8,8 %
Wells Fargo (WKN:857949) 442.361.700 23,3 Mrd. USD 9,1 %
American Express (WKN:850226) 151,610,700 16,1 Mrd. USD 17,6 %
US Bancorp 124,923,092 6,6 Mrd. USD 7,7 %
Goldman Sachs (WKN:920332) 18.353.635 4,1 Mrd. USD 4,9 %
JPMorgan Chase 35.664.767 4,0 Mrd. USD 1 %
Bank of New York Mellon 77,849,476 4,0 Mrd.Mrd. USD 7,7 %
M & T Bancorp 5.382.040 886 Mio.USD 3,7 %
PNC Financial Services Group 6.087.319 829 Mio. USD 1,3 %
Synchrony Financial 20.803.000 647 Mio. USD 2,8 %

DATENQUELLE: BERKSHIRE HATHAWAY 13-F.

Warum Buffett das Bankgeschäft liebt

Es gibt eine Reihe von Gründen dafür, dass Buffett ein Fan des Bankensektors ist. Erstens investiert er gerne in „ewige“ Unternehmen – also solche, die noch in Jahrzehnten und sogar Jahrhunderten gebraucht werden. Menschen werden immer sichere Orte brauchen, um Geld zu lagern und sich Geld zu leihen.

Zweitens gibt es einige wichtige Parallelen zwischen dem Bankwesen und einem anderen Buffett-Favoriten, der Versicherungsbranche — insbesondere bei der Finanzierung des operativen Geschäfts. Banken nehmen Einlagen entgegen, in der Regel zu geringen oder gar keinen Kosten. Sie leihen dieses Geld dann zu wesentlich höheren Zinsen aus, als sie selbst bezahlen. Mit anderen Worten, Banken machen ihre Gewinne in erster Linie mit dem Geld anderer Leute, nicht mit ihrem eigenen.

Warum so viele Banken?

Der offensichtliche Grund, warum Buffett beschlossen hat, so viele verschiedene Bankaktien im Portfolio zu besitzen, ist die Diversifizierung. Buffett favorisiert den Bankensektor, mag aber zögern, zu viel Kapital in eine einzelne Bank zu investieren.

Hinzu kommt, dass ein regulatorischer Albtraum beginnen könnte, wenn Berkshire mehr als 10 Prozent einer Bank besitzt. (Berkshire hat eine Sondergenehmigung der Federal Reserve, bis zu 25 % von American Express zu besitzen.)

Du wirst feststellen, dass Berkshires zwei größte Bankinvestitionen — Bank of America und Wells Fargo — beide knapp unter der 10-%-Schwelle liegen. Da beide Banken aggressiv Aktien zurückkaufen, zieht es Berkshire vor, seinen Anteil bei deutlich weniger als 10 Prozent zu halten. So wird sich sein Anteil im Lauf der Zeit durch die Rückkäufe erhöhen. Außerdem nähern sich Berkshires Investitionen in U.S. Bancorp und Bank of New York Mellon ebenfalls dem Grenzwert von 10 %.

Nicht zu vergessen ist, dass Berkshire ein Unternehmen im Wert einer halben Billion US-Dollar ist. Um einen Unterschied im Gewinn zu sehen, muss Berkshire Milliarden von US-Dollar in eine Gelegenheit investieren. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum Berkshire JPMorgan Chase im dritten Quartal in sein Portfolio aufgenommen hat. Berkshire könnte potenziell mehr als 30 Milliarden US-Dollar in die Bank investieren, ohne zu nahe an die 10 Prozent-Schwelle zu kommen.

Kurz gesagt, die Kombination aus der regulatorischen Schwelle bei 10 Prozent und der Notwendigkeit, Milliarden von US-Dollar zu investieren, um eine signifikante Wirkung zu erzielen, ist der Grund, warum Berkshire erhebliche Anteile an mehreren Großbanken besitzen muss — im Gegensatz zu, sagen wir, 50 % von einer einzigen.

Warum setzt Buffett jetzt 86 Milliarden US-Dollar auf Banken?

Wie bereits erwähnt, ist Buffett seit einiger Zeit ein Fan des Bankensektors. Daher sind beispielsweise Wells Fargo und American Express seit Jahrzehnten feste Bestandteile in seinem Portfolio.

Allerdings scheinen die jüngsten Investitionen besonders aggressiv zu sein, was darauf hindeutet, dass Buffett einen beträchtlichen Wert in der Branche sieht.

Obwohl Buffetts genaue Gründe für die Auswahl von Aktien im Allgemeinen geheim gehalten werden, gibt es ein paar Dinge, die wir sicher wissen. Zum einen hat sich der Finanzsektor im Jahr 2018 nicht sehr gut entwickelt. Während der S&P 500 im bisherigen Jahresverlauf um 2,4 % gestiegen ist, ging der Finanzsektor um fast 4 % zurück.

Und es gibt mehrere Wachstumstreiber, welche die Gewinne der Banken steigern. Beispielsweise waren die Banken große Nutznießer der US-Steuerreform. Der niedrigere Körperschaftsteuersatz hat dazu geführt, dass die Erträge der Banken in vielen Fällen um 40 % oder mehr gestiegen sind. Zinssätze sind ein weiterer Wachstumstreiber. Obwohl die US-Notenbank die Zinsen seit einiger Zeit erhöht, hat das weniger eine Margenerhöhung für die Banken bewirkt, als die Experten vorhergesagt hatten. Dies könnte sich ändern, wenn die längerfristigen Zinsen aufholen.

Kurz gesagt, für Banken spricht eine Menge, aber darauf käme man nicht, wenn man sich nur die Aktienkurse ansieht. Buffett liebt Schnäppchen, also geht er wahrscheinlich davon aus, dass Bankaktien — zumindest die sechs kürzlich gekauften — mit einem erheblichen Abschlag auf ihren inneren Wert gehandelt werden.

Solltest du Buffetts Beispiel folgen?

Generell ist es nie eine kluge Idee, Aktien zu kaufen, nur weil es jemand anderes getan hat — selbst wenn dieser Jemand Warren Buffett ist.

Allerdings scheint der Bankensektor derzeit zum Verkauf zu stehen, und es gibt einige Aktien, die wie besonders gute Werte aussehen. Daher sieht beispielsweise Goldman Sachs, wovon Buffett im dritten Quartal mehr als 5 Millionen Aktien gekauft hat, nach einem langfristig enorm guten Wert aus.

Das Fazit ist, dass Buffett ein Auge für gute Werte hat. Da er gerade mehr als 10 Milliarden US-Dollar Kapital in den Bankensektor investiert hat, wo Berkshire bereits übergewichtet war, scheint das Orakel von Omaha hier einige überzeugende Schnäppchen zu sehen. Mit Blick auf die Bewertungen, die einige Bankaktien im Moment aufweisen, ist es schwer, anderer Meinung zu sein.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway (B-Aktien). 

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 19.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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